Wieso lacht hier keiner (oder auch: Warum deutsche Frauen Nachteile beim Dating haben Teil 2)
Nach dem netten Kommentar von Katha, ist mir eine Bemerkung einiger meiner südamerikanischer Studenten eingefallen, mit denen ich mich über Deutschland unterhalten habe: „Als wir hier in Deutschland angekommen sind, dachten wir uns zuerst ‚Hey, wieso lacht hier denn niemand?“
Gestern habe ich mich gleich auf gemacht und bin spazieren gegangen, um zu sehen wie es um das Lächeln (und ganz allgemein die Ausstrahlung) der Leute – insbesondere der Frauen – bei uns steht. Leider ist das Ergebnis nicht besonders rosig ausgefallen.
Es ist Sonntag, das Wetter war super und ich war in einer Großstadt unterwegs. Lächeln und fröhliche Leute – Fehlanzeige! Nicht bei den vielen Touristen, die meistens recht glücklich und sichtbar zufrieden durch die Gegend gingen, sondern bei uns Deutschen. Überall grimmige Gesichter, leicht genervt oder sonst wie unzufrieden. Sogar in den Cafés saßen meist nur Einheimische, die scheinbar keine Freude mit der jeweiligen Situation hatten.
Es kann natürlich sein, dass bei den meisten Leuten schreckliche Dinge im Leben passiert sind, aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Schreckliches passiert nur ab und zu, und wenn so etwas passiert, dann sitze ich auch selten in Cafés mit Freunden und Bekannten um dort gemeinsam zu leiden. Oder haben wir nichts zu lachen, weil es uns Deutschen einfach zu schlecht geht? Dazu ein weiterer Kommentar meiner Studenten aus Lateinamerika: „Ein Freund kommt aus einer Familie, bei der oft nicht klar ist, ob es am nächsten Tag noch genug zu essen geben wird, aber diese Familie lacht und ist trotzdem fröhlich!“
Viel wahrscheinlicher ist es also, dass wir Deutsche einfach wenig lächeln und lieber unzufrieden und böse durch die Welt gehen – das konnte ich schon oft beobachten. Gerade im Kontrast zu Asien und Lateinamerika fällt auf, wenn man beispielsweise in Buenos Aires, Shanghai oder Tokyo im Starbucks sitzt, dass man zu 95% alle Fälle Menschen findet, die lachen und fröhlich sind. In Deutschland sieht das ganz anders aus.
Sie glauben mir nicht? Dann machen Sie selbst die Probe und gehen durch eine Fußgängerzone spazieren, setzen sich in einen Bus, die Straßenbahn oder ein Restaurant.
Was hat das alles mit Dating, Beziehung oder Sex zu tun? Sehr viel: Jemand der lächelt und eine positive Ausstrahlung hat, der ist automatisch attraktiv. Das liegt daran, dass man über ein Lächeln sämtliche Attraktivitätsmerkmale (für Männer und für Frauen) kommunizieren kann. Man ist locker, entspannt, hat ein positives Leben – also eines, an dem andere auch teilhaben wollen. Lächelt man nicht, so strahlt man genau das Gegenteil aus! Ich habe sogar zwei junge – und gar nicht einmal so schlecht aussehende – Frauen beobachtet, die es nicht einmal schafften, sich anzulächeln, als sie sich trafen. Hilfe!
Wieso haben hier also vor allem die Frauen Nachteile beim Dating? Weil es vor allem die Frauen sind, die am bösesten dreinblicken. Männer scheinen hier wesentlich entspannter, lockerer und freundlicher zu sein. Erschwerend kommt hier hinzu, dass für Männer eine positive und freundliche Partnerin wesentlich wichtiger ist, als im umgekehrten Fall.
Kombiniert man also den allgemeinen Zustand der oft nicht sonderlich attraktiv gekleideten und leidlich gepflegten deutschen Frau, mit der Tatsache, dass diese Frauen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auch noch die Ausstrahlung einer bitteren und bösen 80-Jährigen haben, ist die Konsequenz ganz einfach: Solche Frauen schaffen sich Nachteile beim Dating, bzw. etwas allgemeiner ausgedrückt: bei ihren sämtlichen zwischenmenschlichen Beziehungen.
Natürlich will ich niemandem das gute Recht aufs böse Glotzen streitig machen – das ist jedem selbst überlassen. Wenn jemand nicht lacht, darf er sich jedoch nicht wundern, wenn die Sache mit dem anderen Geschlecht (oder mit anderen Menschen ganz allgemein) nicht gerade optimal verläuft. Und gerade die Frauen sollten hier überlegen, ob da nicht der Grund begraben liegt, warum sie nicht angesprochen werden, bzw. sich Männer plötzlich nicht mehr melden.
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März 16th, 2012 at 16:08
Vielen Dank, über folgende Stellen habe ich hier besonders gelacht:
“Erschwerend kommt hier hinzu, dass für Männer eine positive und freundliche Partnerin wesentlich wichtiger ist, als im umgekehrten Fall.”
“Kombiniert man also den allgemeinen Zustand der oft nicht sonderlich attraktiv gekleideten und leidlich gepflegten deutschen Frau, mit der Tatsache, dass diese Frauen mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auch noch die Ausstrahlung einer bitteren und bösen 80-Jährigen haben, ist die Konsequenz ganz einfach: Solche Frauen schaffen sich Nachteile beim Dating, bzw. etwas allgemeiner ausgedrückt: bei ihren sämtlichen zwischenmenschlichen Beziehungen.”
:-D Danke, das war das richtige Maß an Amüsement zum anstehenden Wochenende!
Glücklicherweise gehen ja Fiktion und Realität bekanntlich weit auseinander. In diesem Sinne werde ich mich nun verabschieden, um meine Freizeit mit durchweg schönen, lachenden, glücklichen, deutschen Frauen zu verbringen! ;-)
März 16th, 2012 at 19:41
Gern geschehen! Das ist doch mal ein Lichtblick! ;-)
Juni 4th, 2012 at 03:11
Hallo Herr Konrad, ich stimme Ihnen zu! Jedoch bin ich nicht eine Aussenstehende, sondern gehoere selbst zu denen, die als ziemlich kalt und unzufrieden wahrgenommen werden. Im Ausland bin ich mit der extremen Freundlichkeit sogar fast ein bisschen ueberfordert, finde es komisch wenn ich von wildfremden Leuten einfach so angesprochen werde, weil ich mir das in der Schweiz (mit Deutschland vergleichbar denk ich) nicht gewohnt bin. Ich glaube das haengt damit zusammen, dass wir uns alle gegenseitig mit unserer Missmut anstecken und nichts anderes mehr kennen. Find ich sehr schade und wuerde ich auch gerne aendern. Dazu muss ich noch sagen, dass ich mich sehr um mein Aeusseres bemuehe, und bei den Maennern auch immer ganz toll ankomme- meist aber nur bei denen , die mich noch nicht kennengelernt haben (auf der STrasse,Disco, hoere von etlichen Bekannten, ihr freund sowieso der mich dort und dort gesehen habe, wolle mich unbedingt kennenlernen)Sobald sie mit mir dann ein Gespraech fuehren, merken sie, dass ich sehr unzufrieden und daher auch ziemlich flirt-unfaehig bin, somit ziehen die dann auch schnell wieder von dannen ;)Hatte deshalb auch nur Affaeren und eine schief gelaufene Beziehung. Wurde schon oft von Frauen und auch Maennern ganz verwundert gefragt, wieso ich denn noch Single sei, ich sei doch intelligent und sehe gut aus.Aber das reicht nunmal nicht, wie sich gezeigt hat. Ich glaub ich verscheuch echt jeden, der etwas festes wollen wuerde mit meinem Auftreten.
Also: Makeup und ein gepflegtes Aeusseres ohne Ausstrahlung bringen eben doch nicht viel. Somit kann ich aus eigener Erfahrung ihre These bestaetigen: Unzufriedenheit ist ein major turn-off. Doch was will man dagegen tun? WEnn man mit unzufriedenen Menschen zusammenlebt und mit unzufriedenen Menschen arbeitet,ist es schwer optimistisch durchs Leben zu gehen und einen “anziehenden, positiven vibe” zu entwickeln. Vielleicht sind wir alle zu ueberarbeitet oder wissen unseren Wohlstand nicht zu schaetzen? Ich glaub vielen von uns geht es einfach zu gut, wir muessen uns im nichts bemuehen, zumindest erging es mir so.
Wie man diesen positiven Vibe entwickelt, ohne auswandern zu muessen, wuesste ich zu gern. Denn auch wenn ich am Anfang eines Urlaubs mit der extremen Offenheit etwas ueberfordert bin, so muss ich sagen, dass es nach ein paar Tagen auf mich abfaerbt, ich aber dann zurueck in der Schweiz auch ganz schnell wieder verschlossener und unzufriedener werde. Falls Sie uns Frauen und Deutschen/Schweizern einen Tipp geben koennen, was die Ausstrahlung betrifft: Ich wuerde ihn ganz gerne versuchen in die Tat umzusetzen! Liebe Gruesse, Martina
Juni 4th, 2012 at 05:33
Liebe Martina,
ganz spontan ist mir bei Ihrem Kommentar eingefallen, einfach zu sagen: “Dann sein Sie doch mal zufrieden!” ;-) Aber wenn das so leicht ginge, dann wären Sie das wohl schon längst.
Wenn Sie wirklich glücklich und zufrieden sein wollen, dann müssen Sie da ein bisschen dran arbeiten – wie Sie schön beschreiben: Das klappt im Urlaub ganz gut, aber in der gewohnten Umgebung wird man schnell wieder runter gezogen. D.h. Sie müssen an zwei Dingen arbeiten: An sich selbst und an Ihrer Umgebung (die Sie sich ja ausgesucht haben – keiner zwingt Sie so zu leben). Je besser Sie beides im Griff haben, umso schneller werden Sie zufrieden. Sie dürfen sich da gerne mein Buch “Der Weg ins Glück” anschauen – da geht es genau darum, sich zu einer wirklich nachhaltig glücklichen Person zu machen. Selbstständig zu sein, zuerst mit sich ins Reine zu kommen und rundum zufrieden zu sein, und damit auch einen entsprechend guten Partner anzulocken.
Sie merken ja auch selbst, wann und womit Sie die Männer verscheuchen: Schreiben Sie sich das alles mal genau auf, gehen Sie die einzelnen Punkte durch und arbeiten Sie ganz bewusst daran, das zu verändern. Wenn sich immer wieder die gleiche/ähnlich Geschichte wiederholt, so liegt hier einfach ein Verhaltensmuster vor, das man ändern kann.
In Ihrem Kommentar wirken Sie doch schonmal gar nicht unfreundlich/abstoßend – das lässt sich doch sicher in die Männerwelt hinaus transportieren. ;-)
Viele Grüße und viel Glück,
Ihr Dr. K
Juni 5th, 2012 at 14:44
Lieber Herr Konrad,
danke fuer Ihre Antwort! Habe langsam auch das Gefuehl dass es nicht an meinem Umfeld liegt, sondern an der Einstellung, die ich gegenueber meinem Umfeld habe, warscheinlich habe ich aufgrund einiger frueheren Erfahrungen einfach eine viel zu misstrauische Haltung. Denn so schrecklich ist es ja in Zuerich auch wieder nicht =)
Liebe Gruesse, Martina
Juni 7th, 2012 at 18:43
Liebe Martina,
Sie haben natürlich recht, dass es zum Großteil an Ihnen liegt, wenn Sie keinen lang anhaltenden Erfolg bei Männern haben. Probieren Sie doch einfach einmal aus, sich anders zu verhalten. Bisher hat etwas in Ihrem Verhalten zu dem momentanen Erfolgen, bzw. Miserfolgen geführt. D.h. ändern Sie doch mal Ihr bisheriges Verhalten gegenüber anderen Menschen (inkl. der Männer) und schauen Sie was passiert. :-)
Ihre gegenwärtige recht negative Umgebung ist natürlich auch ein Ergebnis Ihres Verhaltens bzw. Ihrer Auswahl – wir umgeben uns oft mit Menschen, die unser Verhalten als richtig oder angenehm empfinden. Das können Sie auch aktiv ändern. Überlegen Sie sich mal, welche (Art von) Menschen Sie gerne in Ihrer Umgebung hätten, und suchen Sie ganz gezielt solche Menschen und versuchen Sie dort abzuschauen, was sie anders machen als Sie.
Gute Idee?
Viele Grüße,
Ihr Dr. K
Juni 18th, 2012 at 09:56
Ich war selbst mehrere Jahre im Ausland, bin noch jung, und teile die Meinung von Herrn Konrad. Ich wohne jetzt in Berlin, weil ich hier studieren möchte. Das ist mal sowas von richtig was Herr Konrad da sagt. Ich verstehe die Berliner Mentalität nicht. In anderen Großstädten geht man doch auch offener aufeinander zu. Normalerweise bin ich ein sehr lustiger Typ, der gern Blödsinn erzählt, weil man das Leben eben nicht so ernst nehmen sollte. Irgendwann isses doch sowieso vorbei, also gibts doch nix dümmeres als sein ganzes Leben nur mit einem miesen Gesicht da zu sitzen. Aber in Berlin gibt es einfach nichts zu lachen. Ich frage mich oft, ob das nun gespielt ist, (sozusagen mit nem romantischen Hintergedanken: iiiirgendwo da draußen treff ich bestimmt die liebe meines Lebens), oder ob die Leute einfach wirklich keine Menschen sind. Ich spreche jemand in der U-bahn an, und man spricht ein bisschen, aber sobald man versucht, Kontakt zu knüpfen, ist die Reaktion erst einmal: Sorry ich kenne ich dich nicht. Ich sage: Na und, wo ist das Problem?! Insofern sind die Berliner schon ganz schöne (Curry-)Würstchen finde ich (komme aus Süddeutschland, wo Frauen auch mal auf einen Mann zugehen und sagen, hey komm doch mal mit auf die und die Party heut abend). Man kann hier zwar gut leben an und für sich, aber ich habe damit echt zu kämpfen, denn diese miese Laune in Berlin macht mich kaputt! Mir ist das Lachen leider auch vergangen, ich hab noch nie so wenig gelacht wie in Berlin. Vielleicht liegt das einfach am zu starken karrierefixierten Denken oder ich weiß auch nicht. Einmal war bei mir in Berlin ein schlimmes Ereignis, hab die Wohnung verloren und war sozusagen auf der Straße. Ein Mensch sagte zu mir: Haha komisch, du siehst irgendwie im Moment viel glücklicher aus. Ich musste lachen. Das Beispiel Südamerikaner und Afrikaner fand ich auch gut. Daher kann ich nur sagen: Jeder weiß, Bayern is des bärädeis :D
August 24th, 2012 at 11:25
Hallo, allgemein betrachtet sollte folgendes in die Überlegungen mit einfliessen:
Schon vor 2000 Tausend Jahren beschrieb der römische Schreiber Tacitus auf seinen Reisen durch den Teil des von Römern beherrschten Germania, dass die Germanen zwar sehr Gastfreundlich sein, Frauen den Männern gleich gestellt waren und sie in Monogamen Beziehungen lebten (wohlgemerkt, das waren sie noch keine Christen), aber dass sie durchaus sehr ernst dreinblicken. ER erzählt es so, dass er meinte, wenn er morgens seine Gastgeber sah und nicht wüßte, dass sie ihm freundlich gesinnt sind, hätte er durchweg den Eindruck, sie würden in gleich Lynchen wollen (Sinnweise Wiedergabe). Es ist demnach also bei den Germanen ein traditionelles Verhalten, evetl. sogar genetisch bedingt? (lach)
Die Deutschschweizer sind ja Ursprünglich von den Allemannen ausgehend aus dem Großraum Worms, Frankfurt etc. ausgewandert in die Schweiz zu hundertausenden, weil sie damals im Krieg mit dem Französischen Köning Chlodewig unterlegen waren. Damals verdrängten sie die romanisch sprechende Bevölkerung immer mehr hinter die Alpen.
Von daher ist es nicht zufällig passend, dass der Deutschschweizer auch eher als Humorlos etnst sachlich dargestellt wird und somit zum Bild über die Deutschen passt. Ich persönlich habe damit kein Problem. Ein Lachen kann Oberflächlich bis gar nichts sagend sein oder sogar als betrügerisches Stilelement bewusst inszeniert werden und es wird viel zu viel hinein interpretiert. Fangt einfach auf freundliche Art ein Gespräch an, dann taut der Gegenüber schon meist auf, auch wenn er zuvor nicht lächelte. LG, IP
Oktober 26th, 2012 at 19:01
Die Zufriedenheit empfinde auch ich als eine der Hauptgründe warum bei uns in Deutschland so wenig gelacht wird und jeder so ernst blickt. Ich bin ein sehr positiv gestimmter Mensch und dafür werde ich auch sehr geschätzt. Allerdings merke ich auch, dass das Umfeld einen die positive Energie nehmen kann. Zeit mit Freunden und seinen Hobbys zu verbringen kann dabei sehr helfen. Und auch sich selbst immer wieder hoch ziehen. Man kann es lernen sich selbst positive Energie zu spenden. Einfach einmal fragen, was man im Leben möchte und dieses Projekt umsetzen. Klar kann man nicht immer alles ändern. Aber die Dinge die man nicht ändern kann, einfach als gegeben akzeptieren und auf keinen Fall dauernd nörgeln und kritisieren. Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man in einem Umfeld arbeitet, dass evtl. die gute Laune aufzehren kann, muss man einfach versuchen nicht auf die kritischen Bemerkungen einzugehen. Sobald man in sich selbst ruht kann das äußere negative Umfeld einen die Fröhlichkeit und die gute Laune auch nicht mehr entziehen. Und ganz wichtig ist nie zu grübeln. Denn meist sind das keine Gedanken, die lösungs- oder zielorientiert sind, sondern immer wieder die gleichen Gedanken um etwas das man nicht oder kaum beeinflussen kann. Sich einfach mehr treiben lassen im Leben und die positiven Erlebnisse fliegen einen einfach zu. Es ist eigentlich einfach, aber man muss sich selbst auch immer wieder korrigieren um nicht von seinem positiven Lebenskurs abzuweichen. Aber dann hat man auch das Glück und die Zufriedenheit die man sich wünscht. Mit dieser Devise kann man gut leben, aber es ist eine Einstellung aus dem inneren heraus. Und dann strahlt auch Dein innerstes aus Dir heraus.
Oktober 27th, 2012 at 08:15
Liebe Ulli,
das ist SO ein guter Kommentar, weil Sie hier genau den Knackpunkt ansprechen: Es ist einfach nur Übungssache und eine persönliche ENTSCHEIDUNG, ein zufriedenes und glückliches Leben zu haben. Natürlich ist es in einem gesellschaftlichen Klima, in dem fast alle anderen lieber böse glotzen und meinen, sie wären nicht zufrieden und hätten mehr verdient (ohne dafür auch nur ein bisschen was zu tun), sehr schwer anders zu sein – aber es geht. Ausnahmen gibt es genug. ;-)
Viele Grüße,
Ihr Dr. K
November 23rd, 2012 at 17:07
Hallo ihr Lieben,
eine sehr provokante These, Herr K. Und die vielen, vielen Kommentare zeigen, dass sie mit mit ihrem Beitrag voll ins Schwarze getroffen haben.
Ich bin Soziologin und habe natürlich einen sehr “geschärften” Blick für gesellschaftliche Bilder, Normen, Konstrukte von Schönheit. Außerdem setze ich mich für Gleichberechtigung ein. Gleichberechtigung muss aber nichts mit einem ungepflegten Look zu tun haben. Ich mache mich zum Beispiel sehr, sehr gerne “schön”. Und auch mir fällt auf, dass z.b. Asiatinnen genau wie die Asiaten sich wunder-, wunderschön machen.
Warum ist das hier zu lande nicht so?
Ein Kommentator hat hier was vom peer pressure (bzw. Sie, herr k., hatten das bestätigt) erzählt.
Das kann ich voll und ganz unterschreiben. Als ich von einer eher ländlichen Kleinstadt (ca 120 000 Einwohner) in eine Studentenstadt zog, bekam ich erstmal einen kleinen Schock. Mädels UND Jungen gingen abends in Gammelklamotten in die Disko. Fand ich doof, hab ich anders gemacht und bin stolz mit meinen süßen, engen Tops und offenen, langen, blonden Haaren ab in die Bar.
Was passierte? Besonders gut an kam das gar nicht bei den Jungs :(
Im Nachhinein habe ich von vielen Mitstudenten gehört, dass von meinem Aussehen aus darauf geschlossen wurde, ich sei naiv, nicht so schlau, Püppchen.
Das hat mich sehr geärgert und ich bin weiter mit Stolz mit MEINEM Look in die Bar gegangen. Sollen mich doch die Leute erstmal kennenlernen und nicht nach dem Look beurteilen, fand ich.
Mittlerweile hab ich mich ein stückweit angepasst. Das hat mehrere Gründe und hat sich eher unbewußt vollzogen.
Da ich gerade durch mein Studium auf leider viele noch existierende Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen aufmerksam gemacht wurde, wollte ich auf gar keinen Fall wie ein Püppchen dastehen. Sondern ernst genommen werden.
In den Geisteswissenschaften an der Uni allgemein gelten Frauen, die sich stylten wie ich, von vorneherein als nicht sonderlich intelligent.
Es war mir wichtiger, vom Charakter her ernst genommen zu werden. Nicht dauernd dumm angemacht zu werden. Deshalb reduzierte ich das Stylen.
Hinzu kommt das unbewusste Anpassen.
Und es war mir wichtig, süße Jungs kennenzulernen. Die standen leider so ganz und gar nicht auf gestylte Frauen.
Ich begann, mich auf eher alternative Art zu stylen (ja, auch das geht).
Mittlerweile habe ich jedoch so viel Selbstbewusstsein, dass ich mich wieder mit Stolz style (ja, zugegeben, schon “anders”, deutlich reduzierter als früher. Irgendwo steckt dieser Wunsch, nicht aufzufallen und sich anzupassen doch in uns allen)
Mein jetziger Freund offenbarte mir, dass er mich Anfangs für oberflächlich hielt, weil ich mich – zu dem Zeitpunkt schon SEHR reduziert – zum Beispiel schminkte, die Haare offen trug.
Nunja. Er hat etwas drauß gelernt!!
Ich hab jetzt soviel Selbstbewusstsein, durch mein Styling ein klein wenig zu rebellieren – gegen den Nicht-Styling-Wahn, der hier herrscht!
Zu den Männern: Finde ich schade, Herr K, dass das Thema hier so abgewatscht wurde. Warum sollte der Artikel nicht zum Anlass genommen werden, das Schönheits-Defizit der deutschen Männer zu erwähnen.
Die machen sich noch weniger hübsch als die Frauen. Ich sehe sooo selten einen, von dem ich denke: huuiiii.
So ein wenig mehr aufgehübscht, im Sommer wie im Winter, könnte vielen Deutschen nicht schaden.
Was mir ganz, ganz negativ auffällt: Je älter die deutschen Männer werden, desto mehr lassen sie sich gehen (iiihhh). Bei den Frauen stelle ich eher das Gegenteil fest. Die bemühen sich gerade im Alter mehr, um wieder jung auszusehen.
So, das wars von mir, bin gespannt, was ich jetzt zu lesen bekomme,
Viele Grüße
November 23rd, 2012 at 17:29
Liebe EmanzenEmma,
Ihre ganzen Erfahrungen kann ich genauso auch bestätigen – so läuft das bei uns in Deutschland: Frauen, die sich einigermaßen weiblich zurecht machen, sind “Tussis” und damit automatisch dumm und oberflächlich, und die Männer schrecken sogar vor solchen Frauen zurück (obwohl heimlich ein riesiger Bedarf nach solchen Frauen besteht). Männer haben ja heutzutage richtig Angst vor Frauen – und wenn da mal eine aus dem grauen Einheitsbrei heraussticht, traut man sich gar nicht, sie anzusprechen. (Dazu habe ich ja auch schon einiges geschrieben.)
Sehr schön, wie Sie beschreiben, dass es eine gehörige Portion Mut und Eigeninitiative braucht, um sich von den frechen Vorurteilen in Deutschland zum Positiven hin abzusetzen.
Ihre Beobachtungen mit den Männern kann ich aber nicht so bestätigen – mir ist schon vor einigen Jahren aufgefallen, dass in Deutschland sich inzwischen die Männer besser (was nicht “gut” heißen soll) präsentieren als die Frauen – vor allem die “jungen” (unter ca. 40). Die Generation darüber ist natürlich noch von einem ganz anderen Schlag – da hat man sich als Frau in Sachen Äußerlichkeiten noch richtig Mühe gegeben (und geben müssen), und die entsprechenden Männer konnten ja noch nicht einmal eine Jacke selbst einkaufen. ;-)
Ist es nicht schade: Meine Thesen geben nur den aktuellen Stand der Wissenschaft wieder (und meine Erfahrung als Dating- und Beziehungscoach), sind aber “provokant” in der gegenwärtigen gesellschaftlichen Stimmung in Deutschland (und anliegenden westlichen Ländern). Schlimmer ist es sogar, dass sich die “Betroffenen” sogar nachweislich besser fühlen würden, wenn sie ein bisschen weiblicher und gepflegter auftreten würden, sich dabei aber selbst und anderen große Hürden in den Weg stellen. Jede Frau, die sich bisher von der grauen, ungepflegten Maus zu einer gepflegten und weiblichen Person hin transformiert hat, erzählt mir mit einem Leuchten in den Augen von ihrem neuen Leben. Schön, dass Sie schon Ihren richtigen Weg gefunden zu haben scheinen! :-)
Viele Grüße und schönen Dank für den guten Kommentar,
Ihr Dr. K
Dezember 26th, 2012 at 18:36
Wie schön für uns Frauen, dass wir in einem Land leben in dem wir uns Gott sei Dank entscheiden können wie wir aussehen/ rumlaufen/ wahrgenommen werden wollen. Das ist nicht überall selbstverständlich und ich bin dankbar dafür.
Ich muss gestehen, dass ich Ihren Artikel fürchterlich generalisierend finde. Und was ist überhaupt die Quintessenz des Ganzen? Frau findet nur dann die große Liebe wenn sie sich tagtäglich wie ein Püppchen zurecht macht um den Herren der Schöpfung auch zu gefallen? Ja leben wir denn noch in den Fünfzigern?
Natürlich sehe ich ein, dass das Äußere in jedem Bereich des Lebens eine gewisse Rolle spielt, schließlich bleibt uns im ersten Moment nicht viel mehr übrig als mit den Augen zu urteilen. Aber man kann ja wohl nicht wegdiskutieren, dass das menschliche Urteilsvermögen durchaus in der Lage ist über diesen ersten oberflächlichen Moment hinwegzukommen und hinter die Fassade zu schauen.
Im Übrigen plädiere ich hier keinesfalls dafür sich nicht zu pflegen. Vielmehr möchte ich gerne darauf hinweisen das bei der Partnersuche natürlich noch viel mehr als nur das Aussehen eine wichtige Rolle spielt. Außerdem bin ich sehr dagegen zu pauschalisieren. Wenn Sie schon als Datingexperte auf die Wichtigkeit des Aussehens bei der Partnerwahl eingehen, so darf man nicht einzig und allein die Frauen ansprechen. Es gibt nämlich auch ungepflegte Männer, überall auf der Welt. Da bin ich mir sehr sicher;) Zumal Schönheit ja auch Gott sei Dank im Auge des Betrachters liegt . Mann Nummer eins bevorzugt vielleicht die modisch angezogene, geschminkte Superfrau und Mann Nummer zwei möchte dann eben lieber den natürlichen sportlichen Typ. Ergo ist auch an dieser Stelle eine Generalisierung ziemlich schwierig.
Dezember 27th, 2012 at 00:00
Liebe Cathi,
die meisten Ihrer Vermutungen und Pauschalisierungen zu meinen Artikeln wurden schon in anderen Kommentaren besprochen – schauen Sie da ruhig mal rein.
Mit einer Grundahnung über das, was beim anderen Geschlecht gut ankommt und was nicht, würden Sie schon verstehen, warum ich gerade hier auf Frauen eingehen muss. Was natürlich nicht heißt, dass so mancher Mann nicht dringend Nachholbedarf in Sachen Körperpflege und Äußerlichkeit hat.
Hätten Sie nämlich eine Grundahnung von Schönheit und Attraktivität, so würden Sie sich beispielsweise nicht trauen, den albernen (und gerne tausendfach wiederholten, aber trotzdem falschen) Spruch “Schönheit liegt im Auge des Betrachters” hier widerzukäuen. Schönheit liegt nämlich NICHT nur im Auge des Betrachters – da gibt es (neben einigen ganz individuellen Dingen pro Betrachter) ein paar ganz allgemein gültige Dinge, die allen Menschen auf der Welt gleich in die Wiege gelegt wurden. Aber nein, man “darf” ja nicht pauschalisieren und generalisieren. Darf man sehr wohl – z.B. darf ICH das, weil ich erstens weiß, wie man richtig bestimmte soziale Gruppen zusammenfasst und über diese Aussagen treffen kann (das nennt man wissenschaftliches Arbeiten) und weil ich zweites (ganz im Gegensatz zu Ihnen) nicht einfach aus dem Bauch heraus vor mich hin arugmentiere, sondern auf viele Jahre Erfahrung und tausende Bücher und Artikel (meistens auch wissenschaftlich) zum Thema zurückgreifen kann.
Sie können also nicht wirklich etwas zum Thema beitragen, außer einigen putzigen Dingen, die Sie durch Sprüche (siehe oben) und einigen Halbwahrheiten, basierend auf einem Bauchgefühl, hier kurz zu einem halblogischen Gebilde zusammenschustern vermögen. Daher bin ich ja auch nicht böse, wenn ich derartige Kommentare zu lesen bekomme – kann ich sogar richtig gut verstehen. Nur sollten Sie schon ein bisschen vorsichtig sein, wenn Sie jemanden zu entlarven glauben und dann dabei mit denjenigen Techniken arbeiten, welche Sie selbst versuchen anzukreiden – in Ihrem Falle Pauschalisierung und Generalisierung.
Lesen Sie mal ein bisschen mehr zum Thema, dann bekommen Sie zum einen eine ganz neue Sicht auf die Dinge und vor allem auch eine Grundahnung über Attraktivität und Schönheit, zum anderen können Sie auch lernen, wie man richtig allgemeine Aussagen treffen kann. Dann kommt auch eine völlig andere “Quintessenz des Ganzen” heraus.
Ich finde es auf jeden Fall sehr bezeichnend, wie viele Leser(Innen) hier von meinem “lacht doch mal ein bisschen, seid freundlich und zieht euch besser an” sofort auf Unterdrückung von Frauen, Sexismus und männlichen Machtfantasien kommen. Daher empfehle ich DRINGEND die Lektüre der ganzen bösen Kommentare zu meinen Artikeln über die deutschen Frauen – sehr interessant (und meines Erachtens nach ganz schön erschreckend), was sich da für Abgründe auftun. ;-)
Beste Grüße also,
Dr. K
Dezember 27th, 2012 at 21:39
Okay, also erstens: vielen dank für die Unterstellungen. Ist ja wirklich sehr wissenschaftlich wie Sie aus meiner kurzen Argumentation Ihre Schlussfolgerungen ziehen. Zweitens: ich studiere Politikwissenschaften im 8. Semester, weiß dementsprechend wie man wissenschaftlich arbeitet. Aber genau diese Herangehensweise vermisse ich in Ihren zwei Texten sehr. Vielmehr würde ich sie als oberflächlich bezeichnen, Ihre Argumentation hat Lücken und die Herangehensweise : ich setze mich mal in ein Café und gucke mich um liefert keinerlei stichhaltigen Beweis. Da müssen Sie mit rechnen, dass Repräsentanten aus der von Ihnen angegriffenen Gruppe sich zu Wort melden. Drittens: ich weiß sehr wohl etwas über Attraktivität. Ich arbeite nämlich seit knapp 6 Jahren als Laufsteg- und Fotomodell. Sprich: ich kenne die gängigen Schönheitsideale sehr genau. Sicherlich fehlt es mir an der Stelle an wissenschaftlichem Hintergrundwissen (wobei auch ich die Theorien zum Kindchenschema und der Symmetrie kenne) allerdings kann ich Ihnen alleine durch meinen Job mit Sicherheit Dutzende Gegenbeispiele nennen. Deutsche, schöne und modische Frauen die doch tatsächlich nicht alle vergeben sind. Zumal, und das entspricht meiner ganz eigenen Beobachtung, werden wir zwar häufig beäugt aber nur in den aller seltensten Fällen angesprochen. Aber nun ja, ich schweife ab. Was ich tatsächlich alles in allem gerne sagen wollte ist dies: nur Frauen, und dann auch nur deutsche Frauen (und zwar auch gleich mal alle) anzugreifen und zu kritisieren finde ich fragwürdig. Ihnen zu sagen das sie lächelnd und aufgerüscht durch die Gegend laufen müssen, um doch überhaupt die Chance auf einen Partner zu haben, noch viel fragwürdiger.
Dezember 27th, 2012 at 23:36
Liebe Cathi,
nur weil Sie etwas STUDIEREN heißt das noch lange nicht, dass Sie auch etwas in Sachen Wissenschaft beizutragen haben – könnte sein, muss aber nicht.
Sie merken sicherlich auch, dass dies hier ein Blog ist, bei dem es um Dating und Beziehungen geht, keine Seite zum wissenschaftlichen Austausch – d.h. ich kann hier sogar schreiben, ich würde auf der Toilette sitzen und Menschen beobachten und komme damit nicht in Erklärungsnot. Bevor Sie hier wieder an die Decke gehen – damit will ich nur sagen: ICH kann gut, schnell, fundiert, geübt und mit weniger Fehlerwahrscheinlichkeit Gruppen zusammenfassen und über diese allgemeine und systematische Aussagen treffen – das ist mein JOB. ;-)
Hätten Sie mal über den Tellerrand (sprich über den Artikel zu den deutschen Frauen) hinausgeblickt, so würden Sie auch viel Kritik zu den deutschen Männern finden – aber nein, das muss man ja nicht, weil man ja schon “weiß” was hier im Blog so steht. In diesem Blogbeitrag geht es um Frauen, nicht um Männer. Gleiches gilt für die Lektüre der vorhergehenden Kommentare – damit würden Sie uns beiden viel Schreibarbeit ersparen, aber nein, dazu ist man ja zu faul und führt sich mal schnell ins Blaue hinein darüber auf. ;-)
Selbst wenn die Sache mit dem Modeldasein stimmen sollte: Nur weil Sie in einem Umfeld arbeiten, das ganz automatisch Gegenbeispiele zum Thema liefert, widerlegt dies nicht meine These. Eigentlich würde ich erwarten, dass jemand mit einem Modelhintergrund auch die schrecklichen Zustände in Deutschland (übrigens auch in Österreich, der Schweiz, England etc.) zu entdecken vermag. Vielleicht arbeiten Sie ja doch eher beim Bäcker? ;-)
Womit wir wieder mal bei der typischen Leseart angelangt sind – ich kann noch so oft betonen, dass hier nicht automatisch ALLE deutschen Frauen gemeint sind, sondern es um den hohen Anteil (!) mies gelaunter, ungepflegter und schlecht gekleideter Frauen bei uns im Land geht – was ganz besonders im Vergleich zu anderen Ländern ins Auge fällt. Aber nein, das überliest man lieber schnell und versucht da wieder Stricke draus zu drehen.
Gähn (und das nicht aufgrund der späten Stunde),
Dr. K
Dezember 28th, 2012 at 14:28
Nun, ich weiß wer ich bin, wie ich aussehe und in welchem Bereich ich arbeite. Das ist ganz sicher nicht beim Bäcker, aber ich werd den Teufel tun und mich weiter von Ihnen provozieren lassen, geschweige denn mich dazu hinreißen lassen Beweise zu liefern. Ich wollte hier nur meine Meinung (die nun mal Kritik ist) äußern, man sollte denken dass die Kommentarfunktion genau dazu da ist. Sie allerdings Herr Doktor kann ich nach diesen passiv-aggressiven Äußerungen und den ironischen Beleidigungen nun wirklich nicht mehr ernst nehmen. Da können Sie mir noch so oft versichern was für ein toller Wissenschaftler Sie sind. Von daher nehm ich mir jetzt einfach die Freiheit Ihren Blog nie wieder zu lesen. Verbreiten Sie ruhig weiter ihre fragwürdigen Ansichten, es scheint ja durchaus Menschen zu geben die dem ganzen Glauben schenken.
P.S: ein kleines Wort zu den “schrecklichen Zuständen” hier in Deutschland kann ich mir allerdings nicht verkneifen: vielleicht sollten Sie mal anfangen über den Tellerrand zu schauen bzw. einfach neue Frauen kennenlernen.
Dezember 28th, 2012 at 15:35
Liebe Cathi,
ich glaube Ihnen die Ansage, nie wieder mein Blog zu lesen, genauso wenig wie die Sache mit dem Modeljob. Sie kommen ganz sicher immer wieder hier vorbei um zu checken, was ich so schreibe – sowohl als Antwort zu Ihrem Kommentar, als auch Dinge in Sachen Dating und Beziehung.
Schön übrigens, wie Sie sich hier entlarven: Sie glauben also nur Leuten, die Sie irgendwie leiden können (und Männern, die Ihnen keinen argumentativen Gegenwind liefern) – auf dieser Grundlage wünsche ich Ihnen noch recht viele Jahre an gutem Aussehen, denn wie viele andere hier in den Kommentaren aufgetauchten “Models” haben Sie offensichtlich nicht viel mehr zu bieten.
Dann gehe ich mal wieder Leute beobachten … ;-)
Dr. K
Januar 9th, 2013 at 17:05
Sehr geehrter Herr “Dr.” Konrad,
sie schreiben: “Selten habe ich so viele schlecht gelaunte, verschlossen dreinblickende und unglücklich schauende Frauen gesehen wie gestern. An einem Sonntag, bei Sonnenschein! Furchtbar!”
Diese Frauen schauen so übel drein, weil sie im Internet so viel Bödsinn über sich lesen müssen ! Internetseiten wie diese würden mir als Frau auch die Laune verderben.
Da Sie in meinem ersten Beitrag nicht darauf eingegangen sind, nochmals die Frage: wieso beklagen Sie sich darüber, dass die deutschen Frauen weniger Zeit für körperliche/modische Angelegenheiten aufbringen ? Warum sind Sie nicht stolz darauf oder wenigstens erleichtert darüber, dass die Frauen unseres Landes es nicht nötig haben durch Aussehen zu punkten ?
“Männer sollen Frauen für ihren Charakter mögen, was sie auch tun, aber Äußerlichkeiten und eine attraktive Ausstrahlung sind eben genauso wichtig – die ganze Welt weiß das, wieso nicht die deutschen Frauen?”
Falsch, Herr “Dr.” Konrad. Äußerlichkeiten sind eben NICHT genauso wichtig wie der Charakter. Nicht mal annähernd. Dieser eine Satz entlarvt Ihr gesamtes fehlgeleitetes Weltbild. Die These, dass äußere Dinge genauso wichtig seien wie der Charakter eines Menschen, zeigt deutlich, von welcher Oberflächlichkeit ihr Denken geprägt ist. Wenn Sie ein bisschen mehr nachdenken würden, wüssten Sie, dass es im Leben eigentlich überhaupt nicht auf das Äußere eines Menschen ankommt. Aber das werden Männer wie Sie nicht verstehen, fürchte ich. Sie haben noch viel zu lernen im Leben. Es ist nur frustrierend, dass Leute wie Sie hier die Möglichkeit haben, eine Plattform zur Meinungsbildung zu nutzen. Ich halte manche Ihrer Aussagen für gefährlich. Das alles hier ist BILD-Niveau.
Manchmal schäme ich mich für mein Geschlecht. Weil es so viele dumme und oberflächliche Vertreter der Spezies “Mann” gibt.
Januar 10th, 2013 at 01:29
Lieber Herr “Dr.” Schäfer,
um Ihren ziemlich dämlichen Kommentar gleich mal mit Ihren eigenen Worten zu unterlegen: “Diese Frauen schauen so übel drein, weil sie im Internet so viel Bödsinn über sich lesen müssen ! Internetseiten wie diese würden mir als Frau auch die Laune verderben.” Lustige These, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass so viele Frauen mein Blog lesen und dann den ganzen Tag übel gelaunt durch die Gegend laufen – ja ja, ich weiß schon, das war ironisch gemeint – funktioniert halt nur nicht. ;-)
Ihre These vom Stolz auf “nicht durch Aussehen punkten müssen” wurde von mir schon mehrfach kommentiert und benötigt daher keine Wiederholung. Es ist übrigens nichts, worauf wir stolz sein können, da es ganz selbstverständlich ist, dass Frauen und Männer so herumlaufen dürfen wie sie wollen – aber das heißt ja noch lange nicht, dass man dieses Recht auch nutzen muss. Selbst Sie, mein lieber Dr., sollten doch so viel Verstand haben, zu merken, dass es im Leben eben DOCH auf das Äußere ankommt.
Wobei wir bei Ihrer dümmsten Aussage angekommen wären: “Wenn Sie ein bisschen mehr nachdenken würden, wüssten Sie, dass es im Leben eigentlich überhaupt nicht auf das Äußere eines Menschen ankommt.” Wirklich? Stellen Sie sich doch mal vor, Sie wären ein echter Doktor, beispielsweise ein Doktor der Medizin, und würden in Ihrer Klinik herumlaufen wie es Ihnen so passt – da würden Patienten Ihnen weder abnehmen, dass Sie ein Doktor sind, noch Vertrauen in Sie haben, noch Ihrer Authorität Vertrauen schenken, etc. Also schon in so einem kleinen Beispiel entlarven Sie sich selbst: Dumm (weil Sie Blödsinn schreiben und scheinbar sogar daran glauben), frech (weil Sie hier arrogant Blödsinn behaupten und versuchen meine Aussagen scheinbar schlau zu widerlegen) und gefährlich – weil Ihnen es a) scheinbar nicht passt, wenn jemand frei seine Meinung äußert, und b) Sie mit kleinen Psychotricks versuchen, ihre falsche, dumme und gefährliche Meinung durchzusetzen.
Wie sehr Kleidung und Aussehen wirkt, können Sie ürigens in den Kulturwissenschaften im Bereich “Kleidungsforschung” in tausenden Studien nachlesen, ebenso in der Psychologie. ;-)
Wobei wir bei dem wichtigsten Punkt wären: Was wollen Sie eigentlich? Sie schreiben hier absichtlich irgendwelchen Blödsinn der keinen inhaltlichen Wert hat – weil Sie einfach sachlich falsch schreiben. Gleichzeitig halten Sie mich angeblich für “gefährlich” und sind davon “frustriert”. Sie schreiben oberflächlich, kommen mit einem moralisch erhobenen Zeigefinger daher und schämen sich angeblich für Ihr eigenes Geschlecht. Das ist entweder ein – recht dämlicher Versuch – der Meinungsmache. Also genau dessen, was Sie mir hier unterstellen. Oder Sie haben ein psychisches Leiden, dass Sie dringend mal von einem Fachmann untersuchen lassen sollten.
Dann gehen Sie mal wieder zurück zur BILD – deren Niveau scheint Ihnen ja gut bekannt zu sein und offensichtlich auch mehr zu liegen als mein Blog.
Mit freundlichen Grüßen,
Dr. K
Januar 24th, 2013 at 08:14
Hallo Dr. Konrad,
zu Ihrem Artikel fällt mir spontan etwas ein: In Rheinlandpfalz, gar nicht so weit weg von Worms, gibt es ein Städtchen mit dem Namen Kirchheim-Bolanden.
Zu Besuch war ich dort jetzt schon einige Male, hauptsächlich wegen des schönen Parks mitten im Herzen der Stadt.
Aber eines fällt mir bei dieser Stadt jedes Mal ganz besonders auf: Alle Menschen lachen dort! Ich muss sagen, ich war anfangs echt geschockt von der omnipräsenten Fröhlichkeit, ich empfand das dauerhafte Gegrinse als fast schon nervig. Aber man gewöhnt sich mit der Zeit dran ;)
Ja, in Deutschland gibt es auch Städte mit fröhlichen Menschen – und auch Frauen! Ob es nun die unzähligen Hochzeitspärchen sind, die sich im Park auf einem Lichtbild verewigen lassen, die Theatergruppen, die ihre Stücke proben, die Eis Café Besucher oder die Touristen, die über die Reste der Stadtmauer bummeln. Die haben alle Spaß.
Also entweder werden tausende von Glückshormonen vom KGB in die Atemluft der Stadt gepumpt, oder ich habe tatsächlich eine Deutsche Stadt gefunden, in der das Freuen auf der Tgesordnung steht.
Januar 24th, 2013 at 21:13
Das stimmt voll und ganz, sehr viele deutsche Frauen achten gar nicht so auf ihr Äußeres, Kleidung, Makeup und Ausstrahlung als Frauen in anderen Ländern, ob Süd- oder Osteuropa, daher sollen sie sich auch nicht beklagen, dass deutsche Männer sich oft gerade für diese Frauen interessieren:-))
Januar 26th, 2013 at 22:10
ich finde das irgendwie amüsant. ich soll mich also verstellen indem ich den ganzen Tag vor mich her grinse(machen Sie mal den Test und grinsen Sie in der Bahn…die Leute denken sich dann: der ist doch nicht ganz dicht:D), dazu am besten noch 12cm Heels und einen kurzen Rock tragen? das bin ich nicht. ich trage weder hochhackige Schuhe, noch lächle ich viel und bin trotzdem- beliebt. weil ich, und jetzt kommen wir der Sache näher- Ausstrahlung habe, Stolz ausstrahle. und das geht auch ohne auffällige Kleidung. Deutsche Frauen (vor allem die ausm Osten- Dresden<3) sind sehr hübsch.
Januar 27th, 2013 at 02:57
Liebe Coco,
nein, Sie sollen sich nicht verstellen und falsch lächeln – sondern einfach wirklich gut drauf sein und freundlich ausschauen! Ist das schwer? Und wenn ja: Aaaaaaarme Coco … ;-) Machen Sie doch mal den Test, bei dem Sie nicht doof grinsend in der U-Bahn sitzen, sondern bei dem Sie einfach freundlich sind und Leute mit denen sie normal umgehen freundlich anlächeln. Kann ja nicht so schwer sein. Oder doch? Ist das Leben soooooo schwer? Aaaaaaaarme Coco ….
Das sind Sie also nicht: Eine Frau die gerne lächelt und freundlich ist?! Aaaaaaarme Männer, Frauen und Kinder, die in Ihrer Nähe sein müssen …
“hochhackige Schuhe” – das haben Sie erfunden, ich habe dazu kein Wort geschrieben, aber man muss ja die Artikel, die man kritisiert nicht wirklich lesen, nicht wahr? ;-)
Und wenn Sie wirklich so sind wie Sie das beschreiben – stolz und lächelt nicht – dann glaubt Ihnen doch keiner, dass Sie wirklich beliebt sind. ;-)
“Deutsche Frauen sind sehr hübsch” – stimmt, aber die lächeln nicht, haben keine Freude am Leben, ziehen sich unmöglich an, duschen zu wenig und machen sich absichtlich, nachhaltig und geplant unweiblich. Daher sind sie einfach weniger attraktiv.
Warum gerade Frauen aus Dresden hübscher sein sollen kann ich nicht nachvollziehen oder bestätigen. ;-)
Dr. K
Februar 2nd, 2013 at 00:26
man bzw. frau kann sich auch adrett, schick oder süss oder sportlich kleiden, um attraktiv zu sein. Hier soll ja kein Plädoyer für Nuttigkeit gegeben werden. Was Herr Dr. K. vorschlägt, ist eine ernstgemeinte hilfestellung! Im Vergleich zu anderen (südlichen/osteuropäischen) Ländern betonen in Deutschland relativ viele frauen nicht gerne das, was sie körperlich vom mann unterscheidet (Busen, Taille, volle lippen). Es gibt so unglaublich viele (leicht bis schwer) übergewichtige frauen mit KURZEN haaren und in rechteckigen oberteilen und gerade geschnittenen jeans. Frauen mit denselben figuren würden anderswo trotzdem ihre Taille betonen und auch mal Röcke tragen … Einfach IRGENDWAS, das die sanduhrsilhouette betont. Bei uns hingegen bringen sich einfach viele damen in KASTENform. Das sind meine beobachtungen. Es könnte mir ja eigentlich egal sein, da mir als Frau diese Frauen zwecks beziehungsanbahnung NICHT gefallen müssen. Aber trotzalledem spüre ich, dass frauen in solcher kleidung einiges an Lebenslust abgeht. Es ist ein ganz anderes Gefühl, einfach nur bekleidet zu sein oder wirklich vorteilhaft angezogen und gepflegt auf die strasse zu gehen. Die anerkenenden Blicke und Kommentare, die man erntet belegen einfach, dass es ein menschliches bedürfnis nach schönheit und somit einer “schönen verpackung” gibt. Und sich ein bisschen typ- und geschlechtsgerecht zu kleiden, ist ja nun noch keine verleugnung der eigenen person, eher ein unterstreichen der persönlichen vorzüge. Ist es nicht wie beim Essen? Da geht man auch lieber zum schön arrangierten buffet und greift dort zu, als beim herrlich praktisch eingeschweissten supermarktlebensmittel. Das buffet vermittelt einfach, dass jemandem diese speisen viel mühe wert waren und es hat damit einfach (unbewusst?) einen gesteigerten Wert für den betrachter. Das hat nichts mit männlicher boshaftigkeit zu tun. Wenn die frau einfach “appetitlich” hergerichtet ist ( und ganz nebenbei auch noch bissl lebensfreude ausstrahlt), wirkt sie einfach körperlich und psychisch gesund! Und das gefällt menschen nun mal an anderen menschen.
Schade ist, dass Herr Dr. K. auf provokationen selbst mit relativ emotional geladenem vokabular reagiert hat. Da wünsche ich mir noch mehr Nonchalance, wenn man doch weiss, dass man recht hat. Aber das nur am Rande. PS: Rechtschreibfehler bitte ich zu entsculdigen … is schon spät :-)
Februar 2nd, 2013 at 00:39
Nachtrag zu den rechteckigen oberteilen: sind nicht schlimm, wenn z. b. eine omi eine entsprechend geschnittene bluse anhat, die aber wenigstens aus einem edlen stoff besteht und einfach schick an ihr aussieht. Aber bspw. Mittvierziger in billigen t-shirt- oder sweatshirt-stoff gehüllt, der nur an teenies stil hat, das ist einfach geschmacklos. So darf man rumlaufen, aber sich bitteh nicht wundern, wenn man nicht als reizvoll und urweiblich wahrgenommen wird.
Februar 2nd, 2013 at 00:53
mit urweiblich meine ich “zutiefst weiblich”, mit echtem Stolz auf weibliche warmherzigkeit, identität, lebenslust und weibliche rundungen, ohne den Gedanken an die beeinflussung von männern! Lust am Spiel mit den weiblichen Reizen – im bewusstsein, dass man die natürlich auch einsetzen könnte, um das augenmerk letztlich auf den ansprechenden charakter zu lenken. Ich hoffe, meine nächtlichen ausführungen sind einigermassen nachvollziehbar. Auch für die zweifler/-innen.
Februar 13th, 2013 at 14:05
Mag ja alles stimmen. Aber stellen Sie sich bitte mal, ganz gleich an was für einem Tag, irgendwo in Deutschland hin und suchen sie gepflegte, attraktive, freundlich drein blickende Männer!!!! Viel Spaß!
(Vielleicht kommen Sie dann drauf, warum es so viele Frauen nicht für nötig halten, sich für DAS Angebot da draußen besonders hübsch zu machen und stattdessen lieber ins Kino gehen…!)
Februar 13th, 2013 at 14:58
Liebe Annette,
das bedeutet also, dass ein Frauenlächeln rein von dem vorher gesehenen Männerlächeln abhängt? Sonst gibt es nichts zu Lachen in der Welt? Das glaubt doch kein Mensch! ;-)
Auch wenn das mit dem Lächeln und freundlich sein GANZ ALLGEMEIN in Deutschland nicht gerade gut aussieht, gibt es genügend freundliche Männer, denen aber, wie auch schon in meinem Blog beschrieben, zunehmend das Lächeln ausgetrieben wird. Und raten Sie mal von wem?! ;-)
Ich muss übrigens gar nicht “darauf kommen”, warum Frauen es “nicht für nötig halten” mal ein Lächeln aufzusetzen – das ist aus den vielen bösen Kommentaren von Frauen auf meiner Seite doch ganz klar abzulesen.
Aber jetzt mal ehrlich – “DAS Angebot” ist gar nicht so übel und im Vergleich zu den Frauen sogar besser! Wenn man sich aber selbst für zu gut hält, meint man natürlich, es gäbe da nichts ordentliches im “Angebot” – auch wenn das so sicherlich nicht stimmt!
Vielleicht sind wir hier ja sogar schon so weit, dass sich das “Angebot” auch keine Mühe mehr machen mag, überhaupt noch einen Finger zu rühren. Zu mies drauf, unfreundlich und ungepflegt ist das “Gegenangebot”.
Also, statt ins Kino zu gehen könnten Sie doch mal ausprobieren, wie es ist, wenn man Menschen anlächelt – komischerweise lächeln die sogar oft zurück. Sie werden überrascht sein. Genauso wie Sie davon überrascht sein werden, dass da im Männerangebot richtig gute Exemplare verbergen. Die schauen aber nur dahin wo auch gelächelt wird.
Besten Gruß,
Dr. K
April 2nd, 2013 at 18:55
Hallo,
ich habe leider nicht die Zeit mir alle Kommentare hier durchzulesen deswegen bin ich nicht sicher, ob es vielleicht bereits angesprochen wurde. Aber ich finde es gibt eine Menge, attraktive hübsche Frauen ob es in anderen Ländern mehr gibt, ist nun mal dahin gestellt. Ich finde es nur verwunderlich, das nicht ein Wort über die Männer verloren wird. Ich persönlich finde nämlich, ob es in einem Club, am Tag in der Stadt oder ob es bei einem Kinobesuch ist (ich bin sehr häufig unterwegs), es gibt immer mehr attraktive Frauen als Männer und auch immer mehr gutaussehende Frauen, die mit weniger attraktiven Männern ausgehen. Meiner Meinung nach liegt das Problem also nicht nur bei Frauen sondern noch viel stärker beim männlichen Geschlecht! ;-)
April 3rd, 2013 at 00:47
Liebe Justine,
wenn Sie keine Zeit haben alles zu lesen, dann dürfen Sie sich nicht darüber wundern, wenn Sie etwas nicht finden. “Ich hatte keine Zeit mir das ganze Kaufhaus anzuschauen, ich wundere mich nur, warum es hier keine Spielzeugabteilung gibt!” ;-)
Ihre Meinung, es gäbe mehr attraktive Frauen als Männer, ist ganz interessant. Ich stelle nämlich genau das Gegenteil fest – und genau das hat mich dazu gebracht, diesen Artikel zu schreiben.
;-)
Dr. K