Finger weg von der alleinerziehenden Mutter

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Loading... Jetzt mache ich mich gleich mal wieder richtig unbeliebt, jedoch hat mich folgende Geschichte dazu bewegt, ein bisschen genauer über das Thema „alleinerziehende Mütter“ nachzudenken: Ein Paar hat sich vor kurzem getrennt. Er ist Lehrer, sie Krankenschwester, beide um die 30 und waren nicht miteinander verheiratet. Die beiden lebten acht Jahre zusammen und haben seit drei Jahren eine kleine Tochter. Eigentlich haben sie ganz glücklich zusammen ausgesehen, sind nicht fremdgegangen und hatten auch keine verschiedenen Ansichten über das Leben, Kindererziehung, Ziele usw. Sie hat aber – wie sehr viele Frauen heutzutage – in letzter Zeit ein „komisches Gefühl“ bekommen, was sich so sehr gesteigert hat, dass sie die Beziehung beendete. Er: „ich weiß auch nicht genau wieso, aber ich war wohl ‚typisch Mann‘ und habe zu spät gemerkt, dass da was nicht gestimmt hat.“ Mein Tipp für alle Männer, die in Zukunft Interesse an ihr – und ähnlichen – Frauen haben: Finger weg! Sie spielen hier mit dem Feuer!

Was ist denn so schlimm an so einer Frau? Folgendes:

Diese Frau, wie hunderttausende andere, hat sich aus einem unklaren Gefühl heraus von ihrem Partner getrennt. Statt an der Beziehung zu arbeiten, etwas aktiv daran zu tun, hat sie sich für den schnellen Weg entschieden und sich getrennt. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie dies in Zukunft wieder tun wird – denn mal ehrlich: Wer lernt denn wirklich aus den eigenen Fehlern? (Oder erkennt diese gar als Fehler?)

Aus einem unklaren Gefühl heraus hat sie sich und ihr Kind in soziale, psychische und finanzielle Unsicherheit gebracht. Sie hat sich klar dagegen entschieden, dem Kind eine gute und stabile Umgebung zu schaffen, in dem es optimal aufwachsen kann. Anders formuliert: Dem Kind wurden hier aus egoistischen und unklaren Motiven Chancen gestohlen und Nachteile verschafft.

Wobei wir bei dem Grundproblem „alleinerziehende Mutter als potenzielle Partnerin“ gelandet wären:

  1. Mit der Ausnahme eines verstorbenen Partners, hat sich die Mutter entweder vom Partner getrennt oder ist verlassen worden. Hat sie sich getrennt, dann aus oben genannten Gründen, oder weil der Mann einfach ein schlechter Partner war – d.h. die entsprechende Frau hat klare Fehler bei der Partnerwahl gemacht. D.h. in der Zukunft wird sie sich höchstwahrscheinlich genauso verhalten. Ist sie trotz gemeinsamen Kind verlassen worden, dann hat sie entweder einen „schlechten“ Mann ausgewählt, oder es gab für ihn schwerwiegende Gründe, die ihn zu so einem Schritt gezwungen haben.
  2. Das Kind ist die wichtigste Person in ihren Leben. D.h. der neue Partner ist automatisch maximal an zweiter Stelle. Es gibt also auf jeden Fall weniger Platz in ihrem Leben für den gemeinsamen Aufbau einer Partnerschaft. Ist das Kind nicht die wichtigste Person in ihrem Leben, so ist diese Frau eine unmögliche Mutter und somit unbrauchbar als Partnerin.
  3. Klare praktische Probleme: So eine Frau hat weniger Zeit, mehr Stress, ist weniger (zeitlich, finanziell, emotional etc.) verfügbar usw.
  4. Nur ganz kleine Kinder können einen Mann noch wirklich als eigenen Vater akzeptieren, bei älteren Kindern ist das „Was hast Du mir denn zu sagen, Du bist ja nicht mein Vater!“ unausweichlich.
  5. Auch wenn ganz klare starke Bindungen zu einem Kind entstehen, ist dieses Kind nie zu 100% das eigene. Man hat weder die Schwangerschaft/Geburt zusammen erlebt, noch hatte man die Chance in die Vaterrolle zu wachsen – je älter das Kind, umso schwieriger gestaltet sich dies.
  6. Mit Ausnahme einer wirklich reichen Alleinerziehenden, finanziert man mindestens indirekt das Kind mit – ganz unabhängig von etwaigen Plänen für eine gemeinsame Zukunft.

Selbstverständlich gibt es hierzu einige ganz tolle Ausnahmen – glückliche Paare, die eine gut funktionierende und schöne Familie gemeinsam aufgebaut haben. Wie immer spreche ich auf meiner Seite jedoch über Wahrscheinlichkeiten – und die Wahrscheinlichkeit einer erfüllenden, festen, glücklichen und beständigen Partnerschaft mit einer alleinerziehenden Frau ist leider recht klein.

 

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53 Kommentare zu Finger weg von der alleinerziehenden Mutter

  1. Max v. Theben sagt:

    Lieber Herr Dr. Konrad,

    nun befinde ich mich nahezu in einer ähnlichen Situation. Eine damalige Jugendliebe mit der ich nach 15 Jahren wieder seit einem Jahr in Kontakt stehe. Mehrere Treffen wurden avisiert, es kam auf beiden Seiten zu diversen Behinderungen, die diese Treffen nicht zuließen. Nun sollte ein Treffen auf einem Weihnachtsmarkt stattfinden, welches auch voraussichtlich geklappt hätte. Nun schrieb sie, dass sie schwanger sei, bereits im 3. Monat. Der Vater ist ein aggressiver Afrikaner, der ihr bereits zu Beginn der SS fremdgegangen ist, sie finanziell ausbeutet und mit der die zukünftige Kindesmutter eine Fernbeziehung führt. Jetzt trägt sie das Kind aus und ich habe keine Ahnung, ob ich diesen Weg überhaupt noch gehen soll. Ich befinde mich im besten Alter, bin finanziell unabhängig und lerne auch so genügend andere Frauen kennen, jedoch stand sie an erster Stelle, rein gefühlstechnisch.
    Welchen Rat würden Sie mir empfehlen?

    Beste Grüße!

    • Dr. Jochen Konrad sagt:

      Lieber Herr v. Theben,

      Sie können sich ja sicherlich denken, wie mein Rat ausfallen muss: Laufen Sie so schnell wie möglich von dieser Frau davon und sehen Sie sich nicht einmal mehr um!

      In Sachen „ist schwanger“: Einfach nochmal den Artikel durchlesen, da steht schon alles drin.

      In Sachen „Vater ist aggressiver Afrikaner“: Diese Frau scheint ja ziemlich „gute“ Instinkte in Sachen Partner zu haben – meinen Sie, dass Sie auch in diese Kategorie Partner fallen werden und vor allem: Wie würde Ihnen eine Partnerin gefallen, die derartige Partner für sich wählt. UND die auch noch von solchen Männern schwanger wird!?

      In Sachen „finanziell ausbeuten“: Siehe das, was ich eben geschrieben habe – würde es Ihnen gefallen eine Partnerin zu haben, die sich finanziell ausbeuten lässt?

      Ich weiß schon, wie schwer es ist, solche Dinge neutral zu bewerten, wenn sich da das Herz eingeschaltet hat. Daher mein Tipp: Versuchen Sie mal einen Perspektivenwechsel und betrachten Sie sich selber wie ein Freund, der in einem ähnlichen Fall bei Ihnen Rat sucht: Was würden Sie diesem Freund raten? Wie würden Sie über diesen Freund denken, wenn er Ihren Rat nicht befolgt?

      Also, laufen Sie los – und denken Sie nicht einmal zurück. In Ihrer Lage können Sie eine ganz tolle Beziehung zu einer wirklich tollen Frau finden – und zwar mit einer gesunden Basis, auf der man gemeinsam etwas aufbauen kann!

      Viel Glück,
      Ihr Dr. K

  2. Gwen sagt:

    Nö, is die Wahrheit das ich mich köstlich amüsiere. Schon allein Ihre Schlussfolgerungen auf meine Sätze, soviele Sachen die Sie da reininterpretieren. Alla Pipi Langstrumpf: „Ich mach die Welt, wie sie mir gefällt“. :)

    Im Übrigen hat unser Kind seinen Vater immer noch! Nur weil ich ihn rausgeschmissen habe ist er doch nicht tot! :) Unsere Elternbeziehung ist zu Ende ja, aber die Vater-Kind- Beziehung ist besser als zu Zeiten unserer Ehe.

    Nein ich fühle mich nicht erwischt, denn als ich noch Diskussionen mit dem Kindvater hatte, war ich noch nicht alleinerziehend. Also noch nicht der Typ Frau über den hier diskutiert wird ;)

    Wenn ich mein Kind nun als alleinerziehende Mama anschaue, sehe ich ein Kind das viel hinzugewonnen hat. Sein Lebensumfeld ist nicht mehr von Streit geprägt, nein es erlebt seine Eltern nun als Einheit. Es hat noch eine Oma, eine Stiefmama, eine Stiefschwester und einen Stiefpapa hinzugewonnen. Auch finanziell sind ich und der Papa gut aufgestellt, Kind fehlt es in dieser Hinsicht an nichts. Abgesehen vom Finanziellen bekommt es sehr viel Aufmerksamkeit, nun auch vom Vater, Vorher hat sich der Vater in dieser Sache nur auf mich verlassen.

    Wie ist es eigentlich wenn der Vater die Familie verlassen hat, weil ihm plötzlich bewusst wird das er sich das Leben mit Kind ganz anders vorgestellt hat?
    Bei Ihrer ausfühlichen Recherche zu diesem Thema haben Sie bestimmt auch festgestellt das es inzwischen auch viele alleinerziehende Väter gibt. Müssen sich Frauen vor diesen auch in Acht nehmen und schreiend davonlaufen?

    Bin schon gespannt was Sie nun in meinen langen Text alles reininterpretieren! Es bleibt für mich amüsant :) (Von Gelächter, so wie Sie es mir unterstellen, war niemals die Rede)

    Herzlich amüsante Grüsse,
    Gwen

    • Gwen sagt:

      „Lieber“ Herr Konrad,

      Warum wird eigentlich meine Antwort welche ich weiter unten gepostet habe, plötzlich hier rauf verschoben? Warum kann ich unten auf Ihren Kommentar nicht direkt antworten? Ist es Ihnen so zuträglicher?
      Schon klar, auch hierauf werde ich keine Antworten bekommen…. :)

      Sachlich habe ich etwas gebracht, wenn Sie es nicht verschoben hätten. Kann ich aber gerne nochmals:

      Hr. Konrad:sehen Sie – wenig Argumente und leicht stalkerische Züge (sonst hätten Sie ja nicht herausgefunden, wie gut mir meine Zigarren schmecken). ;-).
      Gwen: Ich weis einfach gerne mit wem ich es zu tun habe, so wie Chefs ihre zukünftigen Mitarbeiter googeln. Sind das dann auch stalkerische Züge? Ob Ihnen die Zigarren schmecken weis ich nicht, wahrscheindlich machen Sie das nur weil sie angeben wollen oder denken damit „cool“ auszusehen. Sagten zumindest meine Arbeitskollegen so, übrigends alles bodenständige Männer in „intakten“ Familien.

      Hr. Konrad: Keine Beziehung hingekriegt zu haben, in der kein Streit und ein kein gutes Elternhaus erlebt werden konnte, und dies dann mit einer Trennung zur Entspannung der Sache erledigt haben, ist KEINE Leistung. Ganz im Gegenteil. Es ist ein VERSAGEN!
      Gwen: Angemessene Lösungen für Probleme zu finden ist eine LEISTUNG, kein VERSAGEN. Wissen Sie, man entscheidet sich nicht plötzlich für eine Trennung. Ich habe Ihn rausgeschmissen, weil er schon dabei war sich mit einer anderen Frau eine neue Zukunft aufzubauen. Sie maßen Sich an über das Leben vieler Fauen, und ja auch Männer, zu reden und zu urteilen ohne eine Ahnung davon zu haben. Von Ihnen kommen nur immer wieder die selben Sachen: Keine Leistung, schämen sollte man sich, VERSAGEN, arme Kinder – schon allein durch das wird deutlich wie wenig sie sich wirklich mit Alleinerziehenden auseinandergesetzt haben.

      Hr. Konrad: Nur weil der Vater jetzt ein schlechtes Gewissen hat und „besser“ geworden ist, ist das auch keine Sache, über die man sich freuen sollte. „Abgesehen von dem Finanziellen bekommt es sehr viel Aufmerksamkeit“ – das ist ja auch ganz nett, aber immer noch schädlich für das Kind.
      Gwen: Ich habe nirgends geschrieben das der Vater ein schlechtes Gewissen hat. Muss er auch nicht haben. Warum darf man sich nicht freuen wenn etwas besser geworden ist? Wie bitte…Aufmerksamkeit ist nicht gut für ein Kind?!

      Hr. Konrad: Statt eine gut aufgestellte, gesunde Familie und gesundes Elternhaus zu erleben, muss das Kind jetzt viel komplizierten Mist mitmachen und erhält ganz klare Nachteile.
      Gwen: Wir sind alle zusammen eine sehr gut aufgestellte Familie und kompliziert ist es überhaupt nicht. Sie kennen sich nur nicht aus, darum denken Sie es wäre kompliziert, oder wollen mir einfach etwas unterstellen, weil Sie keine richtigen Argumente haben.

      Hr. Konrad: Und das Kind hat auch nicht „eine Oma, eine Stiefmama, eine Stiefschwester und einen Stiefpapa hinzugewonnen“, sondern einfach eine Reihe fremder Menschen ins Leben bekommen, die da nicht hingehören.
      Gwen: Wenn ich diese Aussage den Menschen zeige „welche da nicht hingehören“, würden die Sie in der Luft zerreissen.

      Hr. Konrad: Nett ist es, wenn man da Geschenke bekommt, Kuchen von der Oma und eine Spielgefährtin hat, aber das sind ja nur oberflächliche Dinge.
      Gwen: Was hat das mit alleinerziehenden Müttern zu tun, diese Dinge gibt es in ganz normalen Familien?! Warum ist das nur oberflächlich?

      Hr. Konrad: „Ich mach die Welt, wie sie mir gefällt“. Sie MÜSSEN so sein, weil Sie sonst den ganzen Tag mit einem schlechten Gewissen herumlaufen müssten. Wie schon gesagt: Sie leben in einem ständigen Zustand der Schadensbegrenzung, den Sie sich selbst hergestellt haben – und sämtliche Schwierigkeiten, die kleinen wie die großen, die Ihr Kind im Leben haben wird, müssen von jetzt an (weil Sie jetzt mit dem richtigen Blickwinkel ausgestattet wurden), von Ihnen besonders kritisch betrachtet werden: „Habe ich das meinem Kind angetan, weil ich ihm zusätzliche Komplikationen, Spannungen und andere Nachteile durch mein Verhalten aufgelastet habe?“
      Gwen: Man erkennt darin wie wenig Ahnung Sie doch haben! Laut Ihrer Aussage haben also Kinder aus „intakten“ Familien keine Probleme?! Auch dort gibt es Komplikationen, Spannungen und andere Nachteile durch das Verhalten der Eltern, die Gleichen wie in unserer Familie. Bilderbuchfamilien wie in Ihrer Vorstellung gibt es nicht. Das zu glauben ist realitätsfremd!

      Hr. Konrad: Auch wenn Sie gerne eine Frage beantwortet hätten, gibt’s da noch lang kein Recht darauf, das auch so geliefert zu bekommen. ;-)
      Gwen: Weil Sie keine Antwort haben :). Denn so goßartig haben Sie sich dann doch nicht mit dem Thema alleinerziehend auseinander gesetzt.

      Hr. Konrad: Interessant, dass Sie zu meiner langen Antwort sachlich nichts bringen – hab ich da vielleicht doch ein bisschen zu viel recht gehabt?
      Gwen: Nö, haben Sie nicht! :) Der Sachlichkeit wurde jetzt wohl Genüge getan.

      Gwen

      • Dr. Jochen Konrad sagt:

        „Liebe“ Gwen,

        „Der Sachlichkeit wurde jetzt wohl Genüge getan.“ Leider wurde es das nicht.Im Duden steht – unter anderem – unter „sachlich“:

        – nur von der Sache selbst, nicht von Gefühlen oder Vorurteilen bestimmt;
        – nur auf die Sache, auf den infrage stehenden Sachzusammenhang bezogen;
        – objektiv

        Überprüft man Ihren Kommentar (ganz besonders, wenn man Ihre vorherigen Kommentare kennt) nach diesen Kriterien, so versagen Sie eben ganz BESONDERS im Bereich Sachlichkeit.

        Wir diskutieren also nicht einmal andeutungsweise auf der gleichen Ebene. Ihre Antwort besteht leider nur aus subjektiven Anekdoten, Verdrehen meiner Aussagen, persönlichen Angriffen usw. Kann ich verstehen, weil ich (zum Glück) nicht in Ihren Schuhen stecke und daher auch kein Rechtfertigungsbedarf meinerseits besteht. Dies fügt jedoch NICHTS zu einer sachlichen Diskussion bei. (Hier nur ein Beispiel, wie Sie leider falsch interpretieren (müssen): https://de.wikipedia.org/wiki/Best%C3%A4tigungsfehler)

        Wie schon mehrfach geschrieben, bin ich Ihnen nicht böse und verstehe ganz gut, wieso Sie hier derartige Kommentare verfassen. Ihrem Kind jedoch hilft das nicht – ganz im Gegenteil. Daher biete ich Ihnen hier an, die Sache RICHTIG zu diskutieren. Nehmen wir mal den folgenden Ausschnitt aus Ihrem letzten Kommentar:

        „Hr. Konrad: Und das Kind hat auch nicht „eine Oma, eine Stiefmama, eine Stiefschwester und einen Stiefpapa hinzugewonnen“, sondern einfach eine Reihe fremder Menschen ins Leben bekommen, die da nicht hingehören.
        Gwen: Wenn ich diese Aussage den Menschen zeige „welche da nicht hingehören“, würden die Sie in der Luft zerreissen.“

        Eine ordentliche Antwort wäre gewesen: „Meiner persönlichen Erfahrung nach stimmt dies nicht. Außerdem haben die Psychologen Miller und Newton in Ihrem Artikel „XYZ“ (http://www.millernewton.com/xyz-artikel.html) dieses Jahr stichhaltig beweisen können, dass das Entfernen von Vätern und Hinzufügen von Stiefpersonen sich nicht oder sogar positiv auf die Kindesentwicklung auswirkt.“

        DANN hätte ich das überprüft und gesagt „Holy Shit, die Frau hat Recht!“ Und ich hätte mich entschuldigt, meinen Artikel gelöscht oder sachlich geändert.

        Überprüfen Sie doch mal all Ihre Antworten auf meinen Artikel oder meine Kommentare, wie nah Sie jeweils an dieser idealen Antwortsituation lagen – und versuchen Sie richtig (!) sachliche Argumente anzuführen.

        Das sollten Sie übrigens nicht, um „gegen“ mich zu gewinnen oder mir eins auszuwischen, oder um sich selber zu rechtfertigen. Nein, das sollten Sie für Ihr Kind tun! Denn es wird davon profitieren, wenn Mama die Gesamtsituation klar versteht UND wenn Mama lernt, toll zu argumentieren – etwas, was man nicht nur sofort abschauen und nachahmen kann, sondern was auch sehr nützlich im Alltagsleben ist.

        Worauf ich keine Lust habe, ist Artikel wie beispielsweise „Hilfe, Dr. Konrad, Mama ist ein Internettroll! Wie Kinder richtig lernen mit Trolleltern zu leben.“ schreiben zu müssen.

        Beste Grüße,
        Dr. K

        • Gwen sagt:

          „Lieber“ Hr. Konrad,
          Ihr Link „www.millernewton.com“ funktioniert nicht. Die Domäne gibt es garnicht.
          Nochmals betone ich: Der Vater ist nicht entsorgt oder entfernt!!
          Mit dem anderen Link kann man recht wenig anfangen. Wie können Sie mir unterstellen das ich nicht sachlich bin, wenn doch ihre Kommentare auch nur aus subjektiven Anekdoten, Verdrehen meiner Aussagen, persönlichen Angriffen usw. bestehen. Aus „amüsieren“ wird „Gelächter welches mir im Halse stecken bleiben soll“. Sie überschätzen sich in Ihrer eigenen „Sachlichkeit“ und „Argumentationsführung“.
          Auch keine Ahnung haben sie zu Internettrollen. Hier eine Erklärung: https://en.wikipedia.org/wiki/Internet_troll.
          Der Ausdruck passt irgendwie gut zu Ihnen, wie man vielleicht an den vielen „emotionalen Antworten“ sehen kann. Ich bin kein Internettroll, berichtigen Sie mich mit sachlichen (!) Argumenten, wenn Sie das können.
          Sicher mache ich auch Fehler beim Schreiben, aber um mich geht es hier nicht. Ich schreibe hier, weil die Leser Ihre Kommentare lesen sollen und sich so besser eine Meinung über Sie bilden können.
          Gwen

          • Dr. Jochen Konrad sagt:

            „Liebe“ Gwen,

            na da sehe ich aber schwarz für Ihr Kind – verfolgt man Ihre Kommentare hier auf dieser Seite, so bleibt einem leider nichts übrig, als daraus zu schließen, dass Sie (nach Ihrem eigenen Link zufolge) wirklich nur eine Mischung aus Trollkultur („Als Troll bezeichnet man im Netzjargon eine Person, die ihre Kommunikation im Internet auf Beiträge beschränkt, die auf emotionale Provokation anderer Gesprächsteilnehmer zielt. Dies erfolgt mit der Motivation, eine Reaktion der anderen Teilnehmer zu erreichen.“ Wikipedia zu „Troll (Netzkultur)“) und Rechtfertigung der eigenen Position hinbekommen.

            Ich hoffe, Sie haben meine Kommentare nur schludrig durchgelesen, denn die anderen Erklärungen, wieso Sie mein völlig (!) frei erfundenes Beispiel nicht als solches erkennen, lass da nichts Gutes vermuten. NATÜRLICH gibt es diese Domäne gar nicht – denn sonst müsste ich mich ja wirklich entschuldigen und hätte sachlich nicht Recht. Das sollte nur als Anreiz für Sie dienen, entsprechend objektiv richtig und logisch zu argumentieren. Das war ein B E I S P I E L wie man an Ihrer Stelle ein richtiges, sachliches Argument hätte formulieren können. Aber wie immer kommt von Ihnen halt sachlich nichts zum Thema. Sie regen sich lieber ein bisschen auf, versuchen meine (!) eigenen Folgerungen über Sie (!) auf mich anzuwenden und ein bisschen herumzustänkern.

            Da von Ihnen schon seit langem nicht mal mehr ein Wort zum eigentlichen Thema „alleinerziehende Mutter“ kommt, sondern nur noch Angriffe gegen mich, ist die logische Folgerung, dass Sie am Thema kein Interesse haben. Dann bleibt eben nur noch die Schlussfolgerung, dass Sie ganz andere Motivationen haben. Und da zitiere ich gern nochmal Wikipedia in Sachen „Troll“: „Als Troll wird bezeichnet, wer absichtlich Gespräche innerhalb einer Online-Community stört.[3] Die Provokationen sind in der Regel unterschwellig und ohne echte Beleidigungen.“ DAS sind GENAU Sie! Sie stören die wirkliche Diskussion zum Thema des Artikels und provozieren nur noch mit unterschwelligen Beleidigungen. Sie sind also nachweislich ein Troll – und wurden hiermit sachlich nach Ihrem eigenen Wunsch (UND Ihrer eigenen Quelle zufolge!) von mir als solcher identifiziert.

            Das wird nochmals durch Ihren Schlusssatz unterstrichen: „Ich schreibe hier, weil die Leser Ihre Kommentare lesen sollen und sich so besser eine Meinung über Sie bilden können.“ Sehen Sie, was ich meine? Die Leser sollen Ihrer Motivation nach „eine Meinung über mich bilden können“! Über MICH! Nicht zum Thema, nicht um vielleicht zu diskutieren oder um das Thema tiefer zu betrachten – Sie wollen meinen Lesern nur zeigen wir „schlimm“ ich eigentlich bin, nicht wahr? Erwischt, meine Liebe, erwischt! :-)

            „Nochmals betone ich: Der Vater ist nicht entsorgt oder entfernt!!“ Ich sehe da keinen großen Unterschied zu Ihrer Aussage in Ihrem ersten Kommentar, dass der Vater „rausgeschmissen“ wurde: „Sie erinnern mich an meinen Ex-Mann, welchen ich rausgeschmissen habe ;)“ Das Zwinkersmiley und Ihre restlichen Kommentare lassen da nur vermuten, dass Sie sich dabei immer noch toll fühlen, obwohl wir ja schon vorher festgestellt haben, dass Sie einfach nicht imstande waren, eine funktionierende Beziehung zum Wohle Ihres Kindes hinzukriegen, und dem Kind damit Schaden zugefügt haben.

            Was trägt es beispielsweise zum Thema bei, immer wieder darauf zu pochen, dass ich aus Ihrem angeblichen Amüsiertsein ein „Gelächter“ gemacht habe? „Aus „amüsieren“ wird „Gelächter welches mir im Halse stecken bleiben soll“.“ Nichts. Wo sind denn Ihre Argumente, zu den vielen großen und wichtigen Punkten, die ich Ihnen präsentiert habe? Komischerweise finde ich da keine.

            Sie sollten langsam darüber nachdenken, Ihr Kind dem Vater zu überlassen – wenn Sie daheim genauso verfahren wie hier im Internet, dann ist eine Kindheit mit Ihnen als Erziehungsberechtigte kein Zuckerschlecken.

            Seufz,
            Dr. K

          • Gwen sagt:

            „Lieber“ Herr Konrad,
            hiermit nehme ich Bezug zu ihrer Antwort vom 5 August um 20:06, da unten schon wieder der Antwort-Button fehlt.
            Vielleicht sollten Sie sich Ihre Antworten nochmal durchlesen. Sie werden feststellen das ihre emotionalen Provokationen gegenüber anderen Gespächsteilnehmern (nicht nur mir gegenüber) bei weitem überwiegen. Meine sind nur gegen Sie gerichtet und das weitaus weniger provokativ. Ihre erste Provokation war schon der Artikel an sich und wie von Ihnen erwartet haben Sie viele emotionale Reaktionen bekommen. Weil Sie sich durch einen Bekannten dazu veranlasst sahen mal über das Thema Alleinerziehende FRAU „nachzudenken“ schreiben Sie so einen Artikel ohne wirklich eine Ahnung zu haben. Sie haben weder darüber recherchiert noch persönliche Erfahrungen zu diesem Thema. Trotzdem greifen Sie eine ganze Bevölkerungsgruppe an. Ganz klar, mit diesem Artikel Sie der Troll!
            In Bezug auf die Trennungskinder:
            http://www.psychotherapie-kutz.de/kinder_und_scheidung.html. Im 5ten Absatz sehen sie, warum es gut war unser Kind aus dieser Konfliktbelasteten Umgebung rauszuholen. Wichtig ist nach der Trennung eine gute Elternebene zu erreichen und diese haben wir. Wie sie aus diesem Artikel rauslesen können ist das keine „Schadensbegrenzung“ sondern eine Entlastung für die Kinder.
            Und ja ich schreibe hier weil es mir um Sie geht. Ich fand es furchtbar wie sie jeden der hier negativ auf Ihren Artikel antwortet, emotional und persönlich angreifen. Haben Sie schon mal von unfairen Taktiken beim Diskutieren gehört: http://www.grin.com/de/e-book/135464/faule-tricks-und-unfaire-taktiken-beim-argumentieren. Hier finden Sie die Taktik „Scheinalternativen“, diese haben Sie in ihrem Hauptartikel, Aufzählungspunkt 1 angewendet. Bei Ihren Aussagen mir und allen anderen gegenüber, erklärt sich der Begriff „diffamieren“ von selbst.
            Gwen

          • Dr. Jochen Konrad sagt:

            Wow, „Gwen“,

            das hört ja wirklich nicht auf mit Ihnen.

            Leider muss ich Ihnen langsam attestieren, dass Sie mit Logik und Nachdenken offensichtlich nicht so ganz zurecht kommen. Nehmen wir einfach mal wieder Ihren letzten Kommentar her:

            „Sie haben weder darüber recherchiert noch persönliche Erfahrungen zu diesem Thema. Trotzdem greifen Sie eine ganze Bevölkerungsgruppe an. Ganz klar, mit diesem Artikel Sie der Troll!“ Sehen Sie, wie Sie provozieren und einfach Bullshit aus der Luft greifen? Woher wissen Sie denn, wieviel Recherche und Vorwissen in meinen Artikel geflossen ist? Und noch schlimmer: Woher wissen Sie denn, wieviele persönliche Erfahrungen ich zu diesem Thema habe? Selbst mit Ihren leicht stalkerischen Tendenzen, kann ich mir nicht vorstellen, wie Sie überhaupt zu dieser Aussage kommen können. ALSO sind Sie SCHON WIEDER nachweislich (!) der Troll.

            Langsam wird das schon witzig:

            Dr. K (nach langem Beweis): „Sie sind ein Internettroll-Troll!“
            Gwen (nach Umdrehen der Worte in Dr. K’s Beweis und Erfinden von Tatsachen): „Nein, Sie sind der Troll!“
            Dr. K (beweist schon wieder stichhaltig die Trollhaftigkeit von Gwen): „Nein, Sie sind ein Troll, selbst nach Ihrer EIGENEN Quelle in Sachen Trolle!“
            Gwen (erfindet irgendwas, versucht Gedanken und Lebenssituation von Dr. K zu erstalken): „Nein, Sie sind der Troll!“

            Ich bin gespannt wie lang das noch so weitergeht! ;-)

            „Und ja ich schreibe hier weil es mir um Sie geht. Ich fand es furchtbar wie sie jeden der hier negativ auf Ihren Artikel antwortet, emotional und persönlich angreifen.“ Jetzt würde ich wirklich gern mal wissen, wie dies nicht dafür spricht, dass es Ihnen nur um Stören, Besserwissen, sich schlecht benehmen und die eigenen Fehltritte rechtfertigen usw. geht? Vielleicht verstehen Sie meine Antworten auch einfach falsch. Wenn ich Ausrufezeichen benutze oder ein Wort in Großbuchstaben schreibe, dann ist das kein emotionaler Ausbruch, sondern eine Betonung der Wichtigkeit dieser Aussage. Die Emotionen an denen Sie sich stören, stehen nicht in meinen Zeilen oder werden irgendwie aus meinem Gehirn auf den Text übertragen – diese werden von IHNEN (Betonung, keine Emotion meinerseits) frei erfunden. Und dann regen Sie sich über diese eigenen erfundenen Emotionen auf und beschweren sich. Sie sind doch eine Mutter – da sollten Sie gelernt haben, mit so etwas umzugehen.

            Ebenso ist es KEIN (Betonung, keine Emotion) persönlicher Angriff, wenn ich Sie als Troll bezeichne. Ich habe Sie nun mehrfach, schlüssig und sachlich richtig als Troll überführt – also ist dies nur eine Feststellung von Tatsachen, und nichts mit dem ich Sie persönlich beleidigen möchte. Ich möchte niemanden persönlich beleidigen. Nur weil es Ihnen vielleicht nicht gefällt, mal die Wahrheit zu hören, ist es nicht mehr oder weniger als genau das – die Wahrheit. Auch hier generieren Sie Emotionen, die rein auf Ihrer Seite bestehen. Wenn man ein Pferd als Pferd identifiziert hat und dann zum Pferd sagt „Du bist ein Pferd“, dann wäre es sehr seltsam vom Pferd, beleidigt zu sein. Gleiches gilt für Trolle.

            Um Sie (mal wieder) bei der Rechtfertigung der eigenen Lebenslage und der Unfähigkeit zum logischen Denken zu erwischen, darf ich Sie wieder einmal zitieren: „Wichtig ist nach der Trennung eine gute Elternebene zu erreichen und diese haben wir. Wie sie aus diesem Artikel rauslesen können ist das keine „Schadensbegrenzung“ sondern eine Entlastung für die Kinder.“ SIE lesen aus diesem Artikel heraus, dass Sie da etwas Gutes getan haben. Haben Sie aber nicht. Sie haben es nicht geschafft, mit dem Vater des Kindes eine gesunde Familiensituation herzustellen. SIE (Betonung um darauf hinzuweisen, dass Sie hier die Hauptschuld tragen, unter anderem auch weil Sie den Rausschmiss veranstaltet haben) haben dabei versagt, dem Kind eine optimale Umgebung zu bieten und es unter Stress gesetzt. Sie haben dem Kind also einen SCHADEN zugefügt. Selbstverständlich hat der Artikel Recht damit, dass man nach der Trennung eine gute Elternebene erreichen sollte. Aber das ist NACH der Trennung – also logischerweise auch NACH dem Schaden. Das Herstellen einer guten Elternebene macht also nicht den bereits zugefügten Schaden wieder gut, sondern sorgt nur dafür, dass die Situation NACH der Trennung nicht weiterhin schlecht bleibt. Es BEGRENZT also den Schaden, den Sie Ihrer Tochter schon zugefügt haben. Der Schaden wird nur nicht größer – vorhanden ist er aber noch und wird sich auch mit noch so vielen netten neuen Familienmitgliedern nicht vergessen lassen. Das heißt auf Deutsch „Schadensbegrenzung“.

            Ihr Satz „Wie sie aus diesem Artikel rauslesen können ist das keine „Schadensbegrenzung“ sondern eine Entlastung für die Kinder.“ zeigt also nicht, was eine logische Person aus dem Artikel herauslesen kann, sondern nur, was Sie aus diesem Artikel für sich benutzt haben, um vor sich selbst nicht ganz so schlimm dazustehen. Merken Sie den Unterschied?

            Zu Ihrem Einwand in Sachen „Scheinalternativen“: Sehr schön, dass Sie sich hier Mühe gemacht haben, mit Quelle und Beschreibung Kritik zu üben. So sollte eigentlich unsere ganze Diskussion zum Thema laufen. Ich stimme aber nicht mit Ihrer Analyse überein, denn nicht überall, wo nur zwei Alternativen zur Verfügung stehen, werden andere ausgelassen, um den Leser zu verwirren oder um eine Diskussion zu gewinnen. Dies wird in einem früheren Kommentar deutlich, wo eine Frau alleinerziehend wurde, weil der Mann schwer krank und pflegebedürftig wurde. Da ist es doch ganz klar, dass dies in die gleiche Kategorie wie der verstorbene Mann gehört.

            Und WOW: Wenn wir von fiesen Diskussionstechniken sprechen: „vom thema sind wir schon lange abgewichen. Eben weil Sie es vorziehen die Kinder der Alleinerziehenden in den Mittelpunkt dieser Diskussion zu stellen und nicht bei dem Thema „Alleinerziehende Mutter als Lebenspartnerin“ bleiben konnten.“ Da dürfen Sie gerne mal wieder Ihre eigene Quelle in Sachen Diskussionskultur hernehmen und sich selber erwischen!

            Sehr frech und persönlich beleidigend ist übrigens Ihre Nebenbemerkung: „Bei Ihren Aussagen mir und allen anderen gegenüber, erklärt sich der Begriff „diffamieren“ von selbst.“ Bevor Sie so große Wörter benutzen, sollten Sie doch lieber mal nachlesen, was diese eigentlich bedeuten. Womit wir wieder bei den meisten Ihrer Vorwürfe wären: All das was Sie mir zuschreiben, tun Sie selber.

            Da fällt mir nicht mal mehr eine pfiffige Bemerkung zum Schluss ein,
            Dr. K

          • Gwen sagt:

            Nochmals ich :) Noch eine kleine Anmerkung zum Thema das Sie anscheinend nicht verstehen wollen oder können: Ja, ich habe meinen Ex-Mann rausgeschmissen, da er die Trennung zu mir emotional schon lange vollzogen hatte. Als Vater jedoch bleibt er für immer ein wichter Bestandteil im Leben von unserem Kind und auch mir. Wir haben eine gute Elternebene erreicht.

            Gwen

            PS. vom thema sind wir schon lange abgewichen. Eben weil Sie es vorziehen die Kinder der Alleinerziehenden in den Mittelpunkt dieser Diskussion zu stellen und nicht bei dem Thema „Alleinerziehende Mutter als Lebenspartnerin“ bleiben konnten.

  3. Oliver sagt:

    Hallo zusammen,

    ich kann diese Ansicht aus eigener Erfahrung nur bestätigen.

    Dabei ist die Ausprägung von „egoistischen und unklaren Motiven“ und Persönlichkeit direkt Proportional zur Anzahl der Väter (falls mehrere Kinder und Väter vorhanden sind).
    Zu 1: „… d.h. die entsprechende Frau hat klare Fehler bei der Partnerwahl gemacht.“ Ich würde hier noch einen weiteren Schritt zurück gehen und die Frage stellen, ob Sie sich überhaupt mit der Wahl, der Entscheidung zu einem Kind und den Folgen intensiv und bewusst auseinander gesetzt hat.
    Mit einem Menschen, der sich nicht über Folgen seiner Entscheidungen Gedanken macht, kann keine Lebensplanung stattfinden. Was im vgl. hierzu noch eine Nummer kleiner ist als Kinder in die Welt zu setzten.
    Daher gebe ich Ihnen auch im Punkt „D.h. in der Zukunft wird sie sich höchstwahrscheinlich genauso verhalten.“ vollkommen recht.

    Zu 2. In dem Punkt „Das Kind ist die wichtigste Person in ihren Leben.“ muss ich Ihnen widersprechen. Aus dem egoistischen Motiven aus 1 folgt, dass die Frau zunächst sich selbst und Ihre eigen Ziele als wichtigsten Bezug sieht. An Stelle 2 folgen die Kinder, dann gegebenfalls der Partner oder die eigene Familie. Auch kann ich hier bestätigen, dass man im Leben einer AEF ganz hinten ansteht.

    Zu 3. Auch hier gebe Ihnen vollkommen Recht. Eine erfüllte Beziehung mit Zweisamkeit und finanziellen Möglichkeiten ist hier nur stark eingeschränkt möglich. Man muss sich darüber im klaren sein, dass eine AEF i.d.R. am Existenzminimum bewegt. Maximal ein Halbtagsjob + zusätzlicher Mitesser.
    Dementsprechend muss man hier große Einschränkungen in persönlichen Bedürfnissen (Urlaub, Haus, Hobbies) hinnehmen und eigene Bedürfnisse zurückdrehen (soweit nicht der große Spender sein möchte bzw. kann).

    Zu 4+5: Auch hier gebe ich Ihnen vollkommen recht. Man muss sich bewusst sein, dass man einen einseitigen Generationsvertrag unterschreibt (juristisch wäre ein solcher Vertrag der eine Partei (hier den Mann) dermaßen benachteiligt, nicht rechtswirksam). Auch wenn die Kinder noch so klein sind. Es sind nicht die eigenen. Sätze wie: „Was hast Du mir denn zu sagen, Du bist ja nicht mein Vater“ sind unausweichlich, spätestens in der Pubertät. Und man ist hier machtlos.
    AEF bezeichnen den neuen Partner gerne als Begleiter der Kinder. Eine nette Umschreibung für „Du hast eigentlich nichts zu sagen“. Wenn es ums finanzielle geht, wird man jedoch gerne in die Pflicht genommen. Man denke hier an 2+ Esser, an 4-5 Zimmerwohnung statt 2-3 Zimmerwohnung, an Kinderfreizeitausflüge, Zahnspangen, Handys…Einrichtung. Und natürlich um Probleme wie Hausaufgaben, Freunde etc.. Da ist man definitiv mehr als nur ein „Begleiter“. Man muss sich hier auch vor Augen halten, dass es für Liebe keine Garantie gibt (+Vorbelastung aus 1). Die Kinder gehören zu ihr, man wird anschließend keinen Kontakt/Beziehung zu den Kindern haben. So rationell ich hier auch bin, aber das bedeutet auch für den Mann emotionalen Verlust. Darüber hinaus ergibt sich rechtlich trotz emotionaler, zeitlicher und finanzieller Investition (ohne Danke, denn es ist Deine Pflicht als Begleiter) keine Verpflichtung für die Kinder, sich im Alter um Dich kümmern zu müssen. Nur mal so…trennt Euch mit 60 Jahren, was wird dann aus dem Mann.
    Man kann nicht abschätzen, wie sich der Charakter und die Persönlichkeit eines Kindes in 20-30 Jahren entwickeln wird.

    In eigener Sache:
    Ich habe das lange mitgemacht und rechtzeitig (vor Rieseninvestionen) den Absprung geschafft. Ausschlaggeben war in der Tat der Punkt 1 also charakterliche Eigenschaften (ganz so herzlos ist man dann doch nicht).
    Es war eine tolle Erfahrung , die mich sehr geprägt hat. Und ich habe auch aus diesen „Fehler/Erfahrungen“ gelernt. Daher Widerspruch zu „Wer lernt denn wirklich aus den eigenen Fehlern?“. Ich würde keine Beziehung mit einer AEF mehr eingehen.

    Im Fazit bin ich somit ganz bei Ihnen. Auch wenn es ungerecht für AEF erscheint. Aber wo ist das Leben schon gerecht? Und auch rein physikalisch vollkommen logisch „Actio = Reactio“ / „Ursache – Wirkung Prinzip“.
    Das ist nicht böse gemeint, aber eine AEF hat sich für das Glück einer Geburt und für Kinder Entschieden, das bringt auch Konsequenzen mit sich. Und wie heißt es so schön „there is no lunch for free“ – soll heißen alles Glück kann man nicht mitnehmen.

    • Dr. Jochen Konrad sagt:

      Lieber Oliver,

      vielen Dank für den langen und detaillierten Kommentar.

      Sie haben völlig Recht, wenn Sie sagen, dass das Fazit, das wir beide ziehen, nicht gerade nett oder gerecht ist. Vor allem für die betroffenen Kinder ist die Sache an sich ja schon absolut ungerecht – denn sie sind die ganz klar benachteiligte Partei in dieser Konstellation und müssen dann auch noch jedes mal aufs Neue leiden, wenn es einen „Begleiter“-Wechsel gibt.

      Super, dass Sie den Absprung rechtzeitig geschafft haben. Es wäre interessant, wenn Sie sich wieder melden würden, wenn Sie eine Beziehung zu einer kinderlosen Frau führen und dies im Kontrast zur Beziehung mit der AEF stellen könnten. Ich denke, dadurch können meine Leser sicherlich viel interessantes erfahren.

      Beste Grüße,

      Ihr Dr. K

    • Lena sagt:

      Schon gut. Ich bin alleinerziehend und habe eine fürchterliche Zeit mit dem Vater des Kindes hinter mir.
      Mir solls recht sein, wenn ich für Männer nicht mehr interessant bin bzw eine ‚gute Investition’…
      Viel wichtiger ist es, zu sich selbst zu kommen, denn ein Leben ohne Mann ist kein mangelhaftes Leben. Im Gegenteil. Endlich Ruhe.

  4. Manfred sagt:

    Hallo lieber DoktorK.

    Ich möchte keine Argumente nennen, sondern mich bloß deplatziert und emotional zu Worte melden.

    Ihr Artikel ist die größte Lachnummer, die ich in den letzten Monaten lesen durfte. Ich unterstelle Elfenbeinturmartige Lebensfremdheit in Bezug auf die Situation allein erziehender Mütter.

    Nichts desto trotz werden sie mit ihren Worten jede Menge verirrter Männerseelen erreichen und vermutlich gut Geld damit verdienen. Wenn sie damit ihren Lebensunterhalt bestreiten, respektiere ich dies. Ernst nehmen kann ich es nicht.
    Wie gesagt, deplatziert und emotional :-)

    • Dr. Jochen Konrad sagt:

      Lieber Manfred,

      „ich möchte keine Argumente nennen“ ist leider das Gegenteil davon, was hier passieren sollte. Hätten Sie Argumente, dann würden Sie hier einen Beitrag leisten, ansonsten ist Ihr Kommentar eben doch nicht anders als alle anderen, die sich ohne Substanz aufregen – wieder mal ein empörter Troll. Nur weil Sie scheinbar (!) nett trollen, unterscheiden Sie sich nicht vom Rest.

      Daher vermute ich mal, dass Sie auch keinerlei Argumente haben, die Sie uns hier zur Diskussion stellen könnten – so wie ich das beispielsweise mit jedem Artikel tue.

      Sehr sehr schade,
      Dr. K

  5. Ms Petrina sagt:

    Hach, liebster Herr Dr. Konrad,
    was bin ich froh, dass sie so einen wissenschaftlich fundierten Artikel schreiben.
    Sie machen mir damit, genauso wie Ihr Fastdoppelgänger Herr D! Bräuning eine sehr große Freude und erleichtern mir das Leben ungemein.
    Immer wenn ich einmal eine schwache Stunde habe und mir vielleicht doch einen Partner an der Seite wünsche, dann lese ich in Ihren jeweiligen Blogs und schwupps bin ich glücklich und zufrieden mit meinem Status als Alleinerziehende Mutter…, widme mich meinem Kind, Beruf, Freundeskreis und Hobbies und bin glücklich, so etwas nicht an meiner Seite zu haben. Habe zum Glück guten Job und familiäre Unterstützung…
    In ein paar Jahren ist mein Kind 18, dann werden die Karten neu gemischt, haarlos und adipös bin ich ja zum Glück nicht.
    Alle Frauen, die ihre Kinder alleine großziehen, in einen Topf mit dieser psychisch gestörten Magersüchtigen Heulboje aus Konstanz zu werfen, ist eine bodenlose Frechheit. Die Frau war schon Anfang der 2000er creepy, als ihr Mann noch einen guten Optikerladen in der Konstanzer Altstadt hatte. War ein richtiges Sahneschnittchen, der gute Herr, ich hatte den nicht verlassen. Habe mich über diese Paarkonstellation echt gewundert. Da hat wohl mal ein Mann einen gravierenden Fehler bei der Partnerwahl gemacht. So what, und ich habe null Bock, Männer, die an so eine Schrulle geraten sind wieder aufzubauen. Nee, danke, geschiedene Männer müssten ihrer Logik nach dann genauso Ausschuss auf dem Partnermarkt sein. Tja, Geisteswissenschaftler haben nicht so mit der Logik wie wir MINTs.

    • Dr. Jochen Konrad sagt:

      „Liebe“ Petrina,

      ich verst
      ehe Ihren Ärger sehr gut – da schreibt so ein dahergelaufener Typ wie ich etwas über Ihr Leben, das offensichtlich direkt in Ihr Herz sticht. Und das alles auch noch, obwohl ich wenig Haare habe – was mich eigentlich ja sofort als Experten zu irgendeinem Thema disqualifiziert.

      Aber Scherz beiseite: ZUM GLÜCK (für Ihr Kind) verzichten Sie auf die Partnersuche und widmen sich (hoffentlich) zu 100% Ihrem Nachwuchs. Alles andere wäre blanker Egoismus und würde dem Kind noch mehr schaden. Dass es jedoch schadenfrei aufwächst wage ich (wegen den Punkten, die ich in meinem Artikel erwähnt habe) doch stark zu bezweifeln. Wenn kein Vater vorhanden ist, so hat das Kind automatisch weniger Chancen im Leben bekommen und ihm/ihr wurde die wichtige andere Bezugsperson vorenthalten, die aber ungemein wichtig gewesen wäre. Sollte der Vater nicht verstorben sein oder plötzlich geisteskrank, dann sind SIE hierbei die einzige Person, die für diese benachteiligende Situation verantwortlich ist. Dieser Logik sollten gerade Sie als MINT folgen können, denn sie ist zwingend.

      Apropos Logik: „geschiedene Männer müssten ihrer Logik nach dann genauso Ausschuss auf dem Partnermarkt sein.“ Sind sie natürlich – mit der Ausnahme von Männern, die wie im Artikel beschrieben von der egoistischen Albtraumpartnerin verlassen wurde. Aber da möchte ich Sie auf die Überschrift verweisen, damit Sie nachlesen können, um WEN es in diesem Artikel geht.

      Also nochmals: Ich verstehe Ihren Schmerz bezüglich Ihrer Lebenssituation und sollte der Vater Ihres Kindes verstorben sein, so tut mir das aufrichtig leid und Sie haben von mir gehörig Respekt und Hilfe verdient – und dürfen sich auch immer mit Fragen usw. an mich wenden.

      Viel Glück,
      Dr. K

      • Ms Petrina sagt:

        Sehr geehrter Herr Konrad,
        die Ursache für mein „Alleinerziehendeerden“ ist eine grundlegend andere. Es gibt auch Männer, die durch eine plötzliche Schwerwiegende Erkrankung zu Pflegefall werden- kann auch Ihnen passieren!! Manchmal lösen Aneurismen auch nur eine gewisse Borniertheit aus !

        • Dr. Jochen Konrad sagt:

          Liebe Ms Petrina,

          na da gehören Sie doch – und das tut mir leid zu hören – in die Gruppe der Frauen, die nichts dafür können, dass sie zur Alleinerziehenden geworden sind. Das sollte doch auch im Artikel recht deutlich werden, dass Sie explizit NICHT zu den Alleinerziehenden gehören, die ich da beschreibe. Daher verstehe ich nicht, wieso Sie sich so aufregen.

          In Sachen „Borniertheit“ möchte ich Sie auf folgenden Artikel verweisen: https://de.wikipedia.org/wiki/Projektion_(Psychologie) :-)

          Gruß,
          Dr. K

  6. Marie sagt:

    Sehr geehrter Herr Konrad,

    als eine alleinerziehende, nicht verwitwete, Frau, macht mich Ihr Artikel natürlich ein wenig traurig. Und doch muss ich Ihnen recht geben – in Teilen.
    Auch ich war eine solche Frau, wie von Ihnen beschrieben. Natürlich handelt man so nicht bewusst und in voller Absicht. Auch ich habe mir die Entscheidung, mich zu trennen, nicht leicht gemacht. Auch ist der Vater meines Kindes kein Idiot, kein schlechter Mensch oder sonstwas. Wir waren nur beide zu unreif, aus der eigenen Kindheit zu verletzt und das, was uns zusammen hielt, hielten wir für echte Liebe und tiefe Verbundenheit. Aus heutiger Sicht sehe ich eher eine emotionale Abhängigkeit aus dem eigenen Mangel heraus. Nichtsdestotrotz war unser Kind gemeinsam gewünscht. Nach der Geburt lag mein Fokus plötzlich nur noch auf mir und dem Kind und es war mir nicht mehr möglich, diese ungesunde Beziehung weiterzuleben, in der wir uns gegenseitig blockierten. Ich hätte den Kindsvater gerne mitgenommen auf diesen Entwicklungsweg, aber er konnte/wollte mir nicht folgen. Bis heute nicht.
    Mir ist Ihr Artikel daher zu einseitig, da er jegliche mögliche Weiterentwicklung ausschließt und sich nur auf ein Geschlecht bezieht. Ich hingegen würde sagen, Finger weg von sämtlichen (unreifen) Menschen, die sich noch nicht in ihrer Eigenverantwortung befinden und ihr Glück im Außen suchen. Das sind leider sehr viele.

    Herzliche Grüße, Marie

    • Marie sagt:

      Ergänzung:
      Wer sein Glück im Außen sucht, macht auch das Außen für sein Unglück verantwortlich.

    • Marie sagt:

      Ergänzung 2:
      In Wahrheit habe natürlich nur ich mich selbst blockiert und den Ausweg nicht gesehen. Eine reifere Form meiner selbst hätte es vielleicht auch mit dem Mann an meiner Seite geschafft.
      Man sieht, auch in der Retrospektive zeigen sich noch die Verstrickungen und man fällt zu leicht in sein altes Muster ;-)

  7. Jan B sagt:

    Ein sehr gutes Beispiel für so eine Frau, die in dem Beitrag beschrieben wird, ist die kürzlich im Heute-Journal aufgetretene Alleinerziehende Dr. Christine Finke, die schon seit einigen Wochen Thema im Männermagzin von Detlef Bräunig ist. Frau Dr. Finke bedauert auf Twitter ihre Entscheidung ihren Mann verlassen zu haben, weil die Familie des Mannes eine coole Location eröffnet hat. Frau Dr. Finke breitet ihr Leben im Internet aus und schadet meiner Meinung nach ihren Kindern in einer Weise, für die ich keine Worte habe. Ich denke man kann die Namen nennen, weil sich Frau Dr. Finke als eine öffentliche Person präsentiert und sich als Lobyistin der Alleinerziehenden versteht. Wer eine Alleinerziehende daten möchte, sollte vorher den Blog mama-arbeitet.de von Frau Dr. Finke lesen. Gut so, dass solche Beiträge, wie diese von Ihnen Dr. K geschrieben werden und das Sie die Dinge klar und deutlich benennen. Sie haben einen neuen Leser gewonnen.

    • Georg buda sagt:

      Ich bin fassungslos und ich schäme mich als Mann, weil Männer hier so eine scheiße über alleinerziehende mütter schreiben.
      Georg

      • Dr. Jochen Konrad sagt:

        Na Na Na, lieber Georg,

        ein bisschen mehr Substanz, statt dummes Empören und Fremdschämen!! Schämen Sie sich lieber, dass Sie sich zu solchen Kommentaren hinreißen lassen! ;-)

        Dr. K

        • Gwen sagt:

          Na Na Na, lieber Herr Konrad,

          erzählen Sie mir nicht mehr das man sich hier nicht amüsieren kann. Sie tun es doch auch!! ;)
          Schämen Sie sich eigentlich auch manchmal? Schmecken die Zigarren noch, die man sich so verdient? :)
          Herzlichst,
          Gwen

          • Dr. Jochen Konrad sagt:

            „Liebe“ Gwen,

            sehen Sie – wenig Argumente und leicht stalkerische Züge (sonst hätten Sie ja nicht herausgefunden, wie gut mir meine Zigarren schmecken). ;-)

            Ich verstehe schon, dass Sie sich Ihren Lebensentwurf so hindrehen, damit Sie nicht allzu schlecht dastehen. Das ändert jedoch nichts daran, dass Sie GENAU auf die im Artikel beschriebene Frau passen. Haargenau! Aus Ihrem Kommentar könnte man ablesen, dass Sie richtig stolz darauf sind, Ihren Ex-Mann „rausgeschmissen“ haben. Das ist keine Sache, mit der man prahlen sollte.

            Keine Beziehung hingekriegt zu haben, in der kein Streit und ein kein gutes Elternhaus erlebt werden konnte, und dies dann mit einer Trennung zur Entspannung der Sache erledigt haben, ist KEINE Leistung. Ganz im Gegenteil. Es ist ein VERSAGEN! Sie haben es NICHT geschafft, dem Kind ein optimales Zuhause zu bereiten, und es NICHT geschafft, mit Ihrem Partner versöhnlich zu leben und alles dafür zu tun, dass das Kind in einer ordentlichen Umgebung aufwächst. Daher ist es KEINE Leistung, die Sie (beide) da vollbringen, sondern nur eine Schadensbegrenzung. Und in dieser Lage sollte sich niemand befinden, der die Verantwortung eines Kindes auf sich genommen hat.

            Nur weil der Vater jetzt ein schlechtes Gewissen hat und „besser“ geworden ist, ist das auch keine Sache, über die man sich freuen sollte. „Abgesehen von dem Finanziellen bekommt es sehr viel Aufmerksamkeit“ – das ist ja auch ganz nett, aber immer noch schädlich für das Kind. Statt eine gut aufgestellte, gesunde Familie und gesundes Elternhaus zu erleben, muss das Kind jetzt viel komplizierten Mist mitmachen und erhält ganz klare Nachteile.

            Und das Kind hat auch nicht „eine Oma, eine Stiefmama, eine Stiefschwester und einen Stiefpapa hinzugewonnen“, sondern einfach eine Reihe fremder Menschen ins Leben bekommen, die da nicht hingehören. Nett ist es, wenn man da Geschenke bekommt, Kuchen von der Oma und eine Spielgefährtin hat, aber das sind ja nur oberflächliche Dinge. Ich möchte nicht in Ihren Schuhen stecken, wenn die ganzen zukünftigen Streits vonwegen „Du hast mir nichts zu sagen, Du bist ja nicht mein richtiger Vater“, usw anfangen. Und noch weniger möchte ich das als Kind selbst erleben müssen. Das haben Sie Ihrem Kind jedoch aufgezwungen. Amüsant ist das nicht!

            Deswegen würde ich wirklich empfehlen, sich nicht zu amüsieren und zu rechtfertigen. Die Logik arbeitet da leider gegen Sie. Natürlich verstehe ich ganz gut, dass Sie so denken MÜSSEN – das macht Ihr Gehirn ganz automatisch (denn so sind wir als Menschen angelegt – wir drehen uns unsere Fehler so hin, dass wir vor uns und vor anderen nicht so schlecht dastehen). Leider sind Sie eben bei mir gelandet, wo Sie mit solchen Tricks nur gegen eine Wand laufen. ;-)

            Also, hören Sie mal mit der Schönmalerei auf und blicken Sie den Tatsachen ins Auge. Denken Sie daran, dass SIE die Pipi Langstrumpf sind: „Ich mach die Welt, wie sie mir gefällt“. Sie MÜSSEN so sein, weil Sie sonst den ganzen Tag mit einem schlechten Gewissen herumlaufen müssten. Wie schon gesagt: Sie leben in einem ständigen Zustand der Schadensbegrenzung, den Sie sich selbst hergestellt haben – und sämtliche Schwierigkeiten, die kleinen wie die großen, die Ihr Kind im Leben haben wird, müssen von jetzt an (weil Sie jetzt mit dem richtigen Blickwinkel ausgestattet wurden), von Ihnen besonders kritisch betrachtet werden: „Habe ich das meinem Kind angetan, weil ich ihm zusätzliche Komplikationen, Spannungen und andere Nachteile durch mein Verhalten aufgelastet habe?“

            Ich wäre an Ihrer Stelle alles andere als amüsiert.

            Dr. K

          • Gwen sagt:

            „Lieber“ Herr Konrad,
            Sie schalten auch nur die Kommentare frei, auf welche Sie antworten können. Vielleicht wäre es hilfreich für Ihre Leser auch meine zweiten Kommentar freizuschalten, ansonsten versteht doch keiner den Zusammenhang mit Pipi Langstrumpf :) Auch hätte ich gerne meine dort gestellten Fragen beantwortet. In Bezug auf die Zigarren habe ich einfach meine Hausaufgaben gemacht. Sie in Bezug auf Alleinerziehende scheinbar nicht!
            Gwen

          • Dr. Jochen Konrad sagt:

            „Liebe“ Gwen,

            alle Ihre Kommentare sind schon lang freigeschaltet – da hätten Sie lieber mal auf meiner Webseite suchen sollen, dann hätten Sie alle Ihre Kommentare auch gefunden.

            Stalken ist nicht gleich „Hausaufgaben machen“. ;-)

            Auch wenn Sie gerne eine Frage beantwortet hätten, gibt’s da noch lang kein Recht darauf, das auch so geliefert zu bekommen. ;-)

            Also, mal langsam mit dem Denken anfangen, ordentlich nachgucken, bevor man kritisiert und dann klappt’s auch mit den Kommentaren.

            Interessant, dass Sie zu meiner langen Antwort sachlich nichts bringen – hab ich da vielleicht doch ein bisschen zu viel recht gehabt?

            Seufz,
            Dr. K

    • Ms Petrina sagt:

      Frechheit, nicht jede Alleinerziehende Frau ist so wie diese arme Irre. Es gibt auch Alleinerziehende Mütter, die hart arbeiten und keine Zeit für so einen profilneutotischen Stuss haben! Ich werfe Sie ja auch nicht mit D. Trump oder irgendeinem Spinner in einen Topf!!!

  8. Patricia sagt:

    Na was für eine tolle Verallgemeinerung!!!
    Ich hab mich von meinem Ex Mann getrennt, weil ich einfach nur noch todunglücklich war, er mich null respektiert hat, ich ihn nicht mehr respektieren geschweige denn anziehend finden konnte. Und ich habe mir die Entscheidung wahrhaftig nicht einfach gemacht! Monatelang überlegt ob ich mich wirklich trennen soll.
    Keine Frau mit Kind die ich kenne, trennt sich mal einfach eben so! GERADE wegen der finanziellen Situation! Aber soll man sich deswegen nur noch runter ziehen und sich wie ne Selbstverständlichkeit behandeln lassen?! Und was ist mit dem Mann, der sich absolut nicht reflektiert und null weiter entwickelt und stattdessen nur rumjammert, es ginge ihm ja so schlecht und einem als Frau ja automatisch gut und super duper, weil man zuhause bleiben “darf“ obwohl man das vielleicht gar nicht will?!!! Generationen von Frauen sind jahrelang bei ihren Männern geblieben, weil sie mussten, ohne Aussicht auf persönliches Glück. Und so haben wir uns eingeredet kein Anrecht zu haben auf einen Mann den wir wollen, sondern uns mit dem zufrieden zu geben was wir bekommen können.
    Genau das war mein Fehler. Soviel zum Thema man reflektiere sich nicht. Aber das wird mir nicht nochmal passieren – und tja, dummerweise habe ich jetzt halt nun mal ein Kind! Wenn man jemanden findet den man wirklich will, wird man IMMER Zeit für die Beziehung finden, wie immer eine Frage der Prioritäten!

    • Dr. Jochen Konrad sagt:

      Liebe Patricia,

      ja, so ist das eben mit den Verallgemeinerungen – die treffen nicht 100% auf jeden zu, aber sagen wir mal zu einem recht großen Teil auf recht viele. Insbesondere auf Sie!

      1. Man wird von anderen immer so behandelt, wie man ihnen das erlaubt – d.h. Sie haben Ihrem Mann erlaubt, rumzujammern und sich wie ein dummes Weichei zu verhalten. Oder noch schlimmer: Sie haben sich ein jammerndes Weichei ausgesucht, sind mit ihm eine Beziehung eingegangen, haben sich für ein Kind mit ihm entschieden und DANN ist Ihnen das Licht aufgegangen, dass es ja wohl nicht so toll mit ihm ist. Und als Ausrede kommt dieser Bullshit davon wie „Generationen von Frauen“ ja so ein schlimmes Leben hatten. Diese Frauen haben aber mit IHNEN persönlich nichts zu tun. SIE gestalten sich das Leben selber, egal was andere Männer und Frauen so vor Ihnen angestellt haben. Statt ein Recht auf den Mann den „wir“ wirklich wollen einzufordern und arrogant zu fordern, dass Sie sich mit etwas zufrieden geben sollen, was ja viel viel besser sein könnte, sollten Sie sich mal an die eigene Nase fassen und überlegen, woher denn der Mann kommt, den Sie da verlassen haben. Sie behaupten zwar, sie reflektieren so toll über Ihr Leben, aber das tun Sie offensichtlich nicht – Sie reden sich raus und schieben die Verantwortung weit weg. Geht ja auch leichter. Und jetzt gibt’s da auch noch ein Kind, dem die Mutter nicht nur viele Chancen fürs Leben nimmt (siehe meinen Artikel), sondern auch noch vorlebt, wie es nicht sein sollte. Wobei wir beim nächsten Punkt wären:

      2. Sie schreiben: „Wenn man jemanden findet den man wirklich will, wird man IMMER Zeit für die Beziehung finden, wie immer eine Frage der Prioritäten“ … sehr richtig: Seitdem es das Kind gibt, MUSS es die höchste Priorität in Ihrem Leben haben. Wenn Sie an diesen Prioritäten Abstriche machen müssen, weil Sie eine neue Beziehung haben, nehmen Sie dem Kind weitere Chancen im Leben.

      Das bedeutet also nichts weiter, als dass Sie GENAU SO sind, wie ich im Artikel beschrieben habe: Den Mann aus absolut egoistischen Gründen verlassen, weil man ihn falsch gewählt hat, bzw. weil man die Beziehung nicht hingekriegt hat, und dann musste man da raus – und wer leidet da am meisten? Genau, Ihr Kind! Toll gemacht! Ihrem Kind ist es egal, wie sehr Sie Ihrem persönlichen Glück hinterher rennen – welches Sie sich übrigens SELBER schaffen, oder nicht … siehe Punkt 1. Nicht egal ist Ihrem Kind, dass es keinen Vater im Haus hat und dass es dadurch (siehe Artikel) ständig benachteiligt wird und ihm der Start ins Leben versaut wurde.

      Sollten Männer das hier lesen: Ab sofort bitte extra vorsichtig bei allein erziehenden Patricias!

      Beste Grüße,
      Ihr Dr. K

  9. Cortina sagt:

    Tatsächlich ist Wissenschaftler kein geschützter Titel – auch Kulturwissenschaftler nicht.
    Worin hat denn der Herr Dr. seinen Titel und wo hat er diesen denn erlangt? Das interessiert mich jetzt brennend. Gibt´s empirische Studien zu dem Thema? Natürlich, nur die von Ihnen durchgeführt worden sind…. Zur Erinnerung: http://www.bdp-gus.de/gus/Faltblatt%20Qualit%C3%A4tskriterien.pdf

    • Dr. Jochen Konrad sagt:

      „Liebe“ Cortina,

      wenn Sie das so brennend interessiert, wieso haben Sie nicht Ihre Hausaufgaben gemacht und Ihre „brennenden“ Fragen kurz nachgegoogelt?

      Tatsächlich kann sich jeder im Internet dumm aufführen. Leider habe ich kein Faltblatt zu entsprechenden Kriterien gefunden, aber das hier dürfte Sie doch auch brennend interessieren: https://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Netzkultur) … insbesondere was unter „Motivationen der Trolle“ zu finden ist.

      Also: Lieber erst nachforschen und sich DANN aufführen (falls es dann noch einen Grund zum Aufführen gibt) … aber das ist ja zu viel verlangt, nicht wahr?

      Beste Grüße,

      Dr. (!) K

      • Thomas Hoffmann sagt:

        „Das interessiert mich jetzt brennend. Gibt´s empirische Studien zu dem Thema?“

        Dann haben Sie wohl selbst Nachholbedarf. Nur weil es dazu keine Studien gibt, heißt es nicht, dass der Artikel falsch ist. Selbst wenn es gegenteilige Studien geben würde, bedeutet es auch nicht, dass diese methodisch-korrekt ist. Zudem muss ein Wissenschaftler nicht ständig „wissenschaftlich“ arbeiten. Es sind auch normale Menschen die aus reiner Praxisnähe berichten können.

  10. Jane sagt:

    „Egozentrische Kindesmisshandlung“…. haben sie überhaupt eine Ahnung, wovon sie da schreiben, was das für eine enorme Anschuldigung ist? Wenn es nicht so viele egozentrische Männer! gäbe, gäbe es weniger alleinerziehende Mütter oder mindestens weniger arme Kinder (Stichwort Unterhalt).
    Ihrer Meinung nach sollte man also wieder zurück zur Vernunftehe… zusammenbleiben aus wirtschaftlichen Gründen, egal ob der Mann Alkoholiker wird, die Kinder schlägt, Affären hat. Hauptsache Mutter und Vater sind zusammen und leben in ordentlichen wirtschaftlichen Verhältnissen. Dass das nämlich noch nie nur Vorzeigebeziehungen und Liebesbeziehungen waren und sein würden, die aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen wurden, ist ihnen hoffentlich klar.
    Aber das lohnt sich nicht, sich weiter dazu zu äußern, dazu ist ihr Kommentar zu rückständig und ich würde sogar sagen, unter der Gürtellinie.

    • Dr. Jochen Konrad sagt:

      Liebe Jane,

      na na na, jetzt schreiben Sie mal keinen Blödsinn. Sie wissen ganz genau, dass es um Mütter geht, die aus allen möglichen Gründen ihre Männer rausschmeißen, auch wenn dies nicht wirklich nötig gewesen wäre. Ihre seltsame Interpretation, es wäre ok, bei Männern zu bleiben, die Alkoholiker sind oder Kinder schlagen, ist natürlich totaler Blödsinn. Denken Sie doch mal ein bisschen nach: Ein Mann, der Alkoholiker ist oder Kinder schlägt (oder alle anderen Verhaltensweisen in diese Richtung zeigt), der wird (in den allermeisten Fällen) nicht plötzlich oder über Nacht so werden – oder irgendwann mal im Laufe der Beziehung. Der IST schon vorher so und hat klare Anzeichen dafür von sich gegeben, als sich die jeweilige Frau sich für ihn entschieden hat. Welche vernünftig denkende Frau, wählt sich einen Alkoholiker aus und zeugt mit ihm Kinder? Genau, keine! Also werden solche Männer von Träumerinnen oder nicht so klar denkenden Frauen ausgewählt. Ihn später rauszuschmeißen ist natürlich eine klare Konsequenz. Aber wie in aller Welt kann man denn überhaupt auf die Idee kommen, mit so einem Mann Kinder in die Welt zu setzt? Genau – gar nicht!

      „Wenn es nicht so viele egozentrische Männer! gäbe, gäbe es weniger alleinerziehende Mütter oder mindestens weniger arme Kinder (Stichwort Unterhalt).“ Das ist genauso wahr für Frauen. Interessanterweise wird die Großteil der Ehen/Beziehungen auf Wunsch der Frauen beendet. Wer trägt also automatisch die größere Verantwortung in Sachen Armut und Benachteiligung von Kindern?

      Kindesmisshandlung bedeutet „Gewalt gegen Kinder und Jugendliche“ – das kann man als rein körperliche Gewalt verstehen, aber wie sieht es denn aus mit Gewalt gegen Kinder in Form von Fehlverhalten von Eltern in Sachen Geld, Erziehung, Zeit, Zuwendung und allem anderen, was dazu führt, dass diese Nachteile im Leben erhalten, nur weil man gerade mal keine Lust mehr auf den Vater hat?! DAS ist ebenso Kindesmisshandlung, denn die Kinder sind den Entscheidungen der Eltern schutzlos ausgeliefert. Ihnen werden die Chancen auf ein gutes Leben stark gemindert. Das ist keine „richtige“ oder „gute“ oder neutrale Behandlung, sondern MISShandlung!

      „Dass das nämlich noch nie nur Vorzeigebeziehungen und Liebesbeziehungen waren und sein würden, die aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen wurden, ist ihnen hoffentlich klar.“ Wo kommen denn Ihre Hollywoodfantasien her? Seit wann ist denn die Vernunft in der Ehe weniger wichtiger als irgendwelche Illusionen von Liebe – vor allem, wenn Kinder dabei im Spiel sind? Das ist ja genau, wovon ich rede – Frauen trennen sich gerne aus unklaren Gründen, weil man den Mann irgendwie nicht mehr so mag wie es sein soll, oder wie Hollywood es einem so vorgaukelt. Darf man das einem Kind antun? Dem Kind so viel psychischen und praktischen Lebensstress zumuten, weil man seinem egoistischen Traumbild hinterherheult? Sollte so ein kindliches Denken nicht spätestens in der Minute vom Tisch sein, wenn man merkt, dass man schwanger ist? Sobald man die Vernunft über Bord wirft und sich für „Liebe“ oder die „romantische Beziehung“ entscheidet, entscheidet man sich gegen das Kindeswohl und beginnt dem Kind zu schaden! Man MISShandelt hier sein Kind.

      Werden Sie mal erwachsen, meine Liebe. Wenn Sie so handeln wie es aus Ihren Kommentaren hervor geht, so erscheinen Sie halb-vernünftig, aber auch halb-unvernünftig. Sollten Sie Kinder haben, so darf es diese unvernünftige Seite nicht mehr geben. Ihre ganze Energie muss Richtung Kind fließen, alles andere nimmt dem Kind Chancen weg. Stück für Stück. Jeder romantische und egoistische Gedanke schadet dem Kind. Natürlich darf jeder für sich entscheiden, wie er sein Leben lebt. Entscheidet man sich jedoch für ein Leben in (potenzieller) Armut, ohne den anderen Elternteil, so schadet man dem Kind – welches sich nicht wehren kann und in der Situation Leben muss, die man ihm ermöglicht. Jeder darf sich gerne in so vielen schlechten Entscheidungen wie möglich suhlen – solange das nur einen selbst betrifft. Entscheidet man sich für einen schlechten Partner oder wirft den guten Partner wegen einer romantischen Illusion aus dem Haus, wenn Kinder im Spiel sind, dann SCHADET man dem Kind.

      Meiner Meinung nach sollte man nicht „zurück“ zur Vernunftehe – im Gegenteil. Es geht hier darum, einen gut passenden Partner zu finden, mit dem man eine gesunde Beziehung führen kann (und da gehört Liebe/Respekt/Vertrauen usw. ganz automatisch mit dazu), und von dem man sich genau deshalb auch nicht trennen muss. Sie benutzen „Vernunft“ hier als wäre das nicht erstrebenswert – wirklich? Sie wünschen sie UNvernunft in einer Beziehung? Irgendwie glaube ich das nicht! Sie wünschen sich sicherlich auch einen vernünftigen Partner, mit dem man auch vernünftig leben kann, nicht wahr? Sollten Sie Spaß an Unvernunft, Unklarheit und Instabilität haben, dann müssen Sie dringend davon absehen, Kinder zu haben, denn das ist das Gegenteil von dem, was Kinder brauchen. Je romantischer und egozentrischer die Mutter, umso mehr schadet sie ihren Kindern.

      „Rückständig“ sind Sie, wenn Sie nicht vernünftig denken wollen oder können – Sie zeigen dadurch nur kindliches Verhalten und sind nicht einmal halb so erwachsen, wie Sie gerne erscheinen wollen. „Unter der Gürtellinie“ verhalten Sie sich, durch Ihre persönlichen Angriffe auf mich, und Ihre (absichtlichen) Fehlinterpretationen von dem, was ich so schreibe.

      Gruß,
      Dr. K

      • Lena sagt:

        Hallo Doktor,
        Ob es „vernünftig“ ist oder nicht, zusammen zu bleiben, das entscheiden nicht Sie.
        Es steht Ihnen nicht zu, darüber zu befinden, was für Kinder anderer Leute gut oder nicht gut ist. Ein bisschen mehr Bescheidenheit und Zurückhaltung bitte.

        • Dr. Jochen Konrad sagt:

          Hallo Lena,

          „denn ein Leben ohne Mann ist kein mangelhaftes Leben. Im Gegenteil. Endlich Ruhe.“ … damit unterstreichen Sie doch meinen ganzen Artikel: Eine Leserin, die mir schreibt, dass Sie „eine fürchterliche Zeit mit dem Vater des Kindes hinter sich“ hat, war wohl nicht so klug bei der Auswahl des Vaters Ihres Kindes. Denn zwischen „Wow, das ist der richtige Typ, mit dem ich gerne Kinder hätte“ und „fürchterliche Zeit“ besteht schon ein ziemlich großer Unterschied. Als zukünftige Mutter wäre es Ihre Pflicht gewesen, sich für „Wow“ zu entscheiden und zu verhindern, dass eine „fürchterliche Zeit“ überhaupt eine Option sein könnte. Haben Sie aber nicht – und hier kommen Sie auch nur mit der Ausrede davon, dass der Kindesvater sich als (wirklicher, nachgewiesener) Psychopath herausgestellt hat, der Ihnen krankhaft seine negativen Seiten verborgen hat. Da so etwas aber nur recht selten vorkommt, trifft mein Artikel bei Ihnen höchstwahrscheinlich genau ins Schwarze.

          Vielleicht haben Sie mich ja auch ein bisschen missverstanden … es geht im Artikel nicht wirklich darum wie Sie sich gerade so ohne Mann fühlen, und schon gar nicht um spezifisch SIE persönlich. Da Sie aber scheinbar nicht merken, dass es NICHT um Sie geht, nehme ich doch mal stark an, dass Sie bis heute auch nicht merken, dass es in Sachen Kind AUCH nicht um Sie geht, sondern um das Kind.

          Doch doch, es steht mir ganz selbstverständlich zu, darüber zu spekulieren, was für Kinder gut oder schlecht ist. Nicht nur weil das mein Job ist, sondern das darf JEDER tun. Ob man damit recht hat, steht natürlich auf einem anderen Blatt geschrieben.

          Also: Mal ein bisschen weniger über sich nachdenken und ein bisschen mehr über das Kind – das muss nämlich am meisten leiden, wenn Mama nur über sich nachdenkt.

          Dr. K

  11. Jane sagt:

    Also das ist die komplette Verallgemeinerung.

    Immerhin bewahrt ihr Männer mit so einer Einstellung alleinerziehende Frauen vor dem nächsten „Fehler“, nämlich euch :) Danke!

    • Dr. Jochen Konrad sagt:

      Liebe Jane,

      das ist keine „komplette Verallgemeinerung“, denn die Ausnahmen dieser Regel werden genannt. Wenn Ihnen noch mehr Ausnahmen einfallen sollten, würde mich das freuen – oder wenn Sie meinen, dass ich wichtige Aspekte dieses Themas vergessen habe.

      Den Blödsinn vonwegen „man darf nicht verallgemeinern“ können Sie jedoch vergessen – denn man darf! Aber eben durchdacht und sachlich richtig.

      Außerdem machen Sie das ja selber gleich in Ihrem zweiten Satz, denn wie sonst kann man die Sache mit „Ihr Männer“ verstehen? ;-)

      Also, ich bin gespannt auf einen sachlichen (!) Beitrag Ihrerseits.

      Gruß,
      Dr. K

      • Jane sagt:

        Ich habe nicht geschrieben „ihr Männer“, ich habe geschrieben „ihr Männer mit so einer Einstellung“.

        Es fängt schon damit an, dass es nur diese beiden Möglichkeiten gibt… Mutter hat sich vom Partner getrennt oder ist verlassen worden.
        Kinder können auch außerhalb von Beziehungen entstehen, das ist in Ihren Augen aber vermutlich die unterste Schublade, die man schon gar nicht anrühren sollte.

        Ich denke kein Mensch ist fehlerlos, dass Menschen beim Thema Beziehungen aber nichts dazu lernen, halte ich für eine Unterstellung. Das hängt doch sehr von den Erfahrungen, (Selbst-)Bewusstsein und Reflektionsfähigkeit jedes Einzelnen ab.

        Es gibt ganz sicher eine Menge „Wiederholungstäter“. Genauso kann und sollte aber gerade auch ein Kind und die Tatsache, dass man alleine die Verantwortung dafür tragen muss (bei Weitem teilen sich nicht alle Elternteile die Aufgaben), dazu veranlassen, sehr genau über die (bisherige und zukünftige) Partnerwahl nachzudenken.
        Ich würde sagen die wenigsten Frauen trennen sich vom Vater ihres Kindes aus einem „komischen Gefühl“ heraus. Das dient nun wirklich nicht als Grundlage für dieses Thema und Messlatte für die Beziehungsfähigkeit alleinerziehender Frauen (oder Männer).

        Auch halte ich es für eine Verallgemeinerung, dass man als Partner das Kind indirekt mitfinanziert. Meine Meinung ist hierzu, dass ich bestimmt keinen Partner wollte, der nicht mal eine Kugel Eis spendiert. Jedoch sehe ich keine Probleme darin, die Finanzen getrennt zu halten, wenn man das möchte. Getrennte Kassen und Wohnungen empfehle ich sogar, wenn keine gemeinsamen Kinder geplant sind.

        Selbstverständlich sollten immer die Kinder an erster Stelle stehen. Wie das der Einzelne aber umsetzt (Stichwort: für sich selbst sorgen, damit man gut für andere sorgen kann oder Helikoptermütter, schlechtes Gewissen an den Kindern aufarbeiten) und wieviel Ressourcen für Beziehungen zur Verfügung stehen (soziales Netzwerk, Job, Einsatz des anderen Elternteils), hängt doch sehr von jedem Einzelnen ab. Dass ein/e Alleinerziehende/r neben den Aufgaben des Alltags immer weniger Zeit haben wird, als eine alleinstehende Person, ist so. Da gibt es aber genügend Menschen ohne Kinder, die beruflich oder hobbymäßig so eingespannt sind, dass man ebenfalls hinten anstehen muss. Man sollte doch als erwachsener Mensch in der Lage sein, sich nicht mit einem Kind auf eine Stufe zu stellen. Es reicht doch, als Partner die Nummer Eins zu sein. Wenn man eine 24-Kuschel Beziehung möchte, ist das eher nichts mit einer Alleinerziehenden. Ich glaube aber, dass viele die Zeit mit dem Partner umso mehr genießen, wenn sie rar ist und dann auch sehr viel zu geben haben.

        Sie sagen es gibt Ausnahmen ihrer aufgestellten Regeln das Thema betreffend, gleichzeitig ist ihr Appell aber eindeutig „Finger weg von Alleinerziehenden Frauen“. Also lieber gar nicht erst schauen, was hinter der Fassade steckt und was möglich wäre. Es wäre doch sehr schade, wenn alle Alleinerziehenden bis die Kinder volljährig sind single bleiben sollten.

  12. Lily B. sagt:

    Liebe Männer, es wirkt als hättet ihr zu viele deprimierende Erfahrungen gemacht. Das hat wohl häufig mit jedermanns eigenen Beuteschema zu tun. Finger weg!-Ratschläge sind aber auch mehr als bequem. Trotzdem hoffe ich, ihr nehmt das nicht zu ernst. Denn ich fürchte, man kommt im Zusammensein mit Menschen nicht drumherum, sich zu jedem den man trifft eigene Gedanken zu machen. Einen Menschen anhand eines Merkmals (alleinerziehend) komplett durchschauen haben zu wollen ist ziemlich vermessen, so schwarz-weiß ist die Welt nicht. Die Kommentare dazu wirken leider ebenfalls ziemlich frustriert und nicht gerade intelligent. Also bitte: Unklare Menschen gibt es in jeder erdenklichen Form, dazu muss man nicht alleinerziehend sein. Ich bin übrigens auf den Beitrag geführt worden, weil ich eine Plattform für Singles mit Kind gesucht habe. Waidmanns heil! :)

  13. Sara sagt:

    finde den Rat allein erziehende Frauen grundsätzlich zu meiden, weil sie a) den falschen Partner gewählt und damit gestört sind und b) nicht an der Beziehung arbeiten wollen, ziemlich polarisierend und einseitig. Genauso könnte ich behaupten, man solle Männer grundsätzlich meiden, da sie a) egoistisch sind, weil sie keine Kinder wollen, oder b) verantwortungslos sind, weil sie Kinder mit Frauen bekommen, die ihnen dann vielleicht weglaufen könnten. Sich auf eine Partnerschaft einzulassen birgt immer ein gewisses Risiko, da spielen so viele verschiedene Faktoren und auch Dynamiken mit rein, dass kein Mensch behaupten kann, er wisse, wie es funktioniert. Da gibt es die aalglatte, perfekte Ehe, die schon nach einem Jahr scheitert, weil die Ansprüche derart hochgeschraubt sind, in unserer heutigen Zeit und die schrägen, ungesunden Ehen, die Jahrzehnte überstehen. Von außen kann man immer viel raten und erklären, aber trotz allem Wissen, dass wir heute besitzen, kann das nicht immer davor schützen zu Scheitern. In diesem Sinne, alles Gute!

  14. sissi sagt:

    sobald ein kind geboren wird müssen beide partner erwachsen werden sonst wird es schwierig. leider ist da auch immer etwas ungewissheit mit dabei denn entweder man wächst als mensch an der neuen aufgabe oder nicht, vorher kann man das nicht wissen. in meinem fall war es leider so dass dem mann das kind schon nach wenigen monaten zu viel wurde. er hat die herausforderung einfach nicht gepackt und das kleine vier monate alte baby sogar ein mal eine minute lang geschlagen – bis ich stutzig geworden bin („was sind das für komische geräusche aus dem nebenzimmer?“) und ihn gestoppt habe. niemals hätte ich gedacht dass er so schwach und bequem ist, im grunde hat er sich nur nach seiner freiheit und spass gesehnt. nachdem ich gegangen bin hat er auch schnell eine reiche, ungebundene frau gefunden und interessiert sich seither nicht mehr für das kind. also: anstatt verantwortung zu übernehmen hat er sich aus dem staub gemacht. nun bin ich alleinerziehend und muss ganz ehrlich sagen: solche herzlosen nur auf den eigenen „partnerschaftsvorteil“ fixierten männer wie euch würde ich gar nicht wollen :D wenn ihr alleinerziehende ausschließt verpasst ihr die wunderbarsten und stärksten frauen. aber damit wärt ihr eh überfordert glaube ich ;)

    • Dr. Jochen Konrad sagt:

      Liebe Sissi,

      gäbe es die letzten paar Zeilen in Ihrem Kommentar nicht, so wäre das ein richtig guter und wichtiger Kommentar gewesen. Leider aber geht es da gleich wieder in Richtung „tolle starke Frau“ und „egoistischer, kindlicher Mann“, der dann natürlich von der „starken“ Frau überfordert ist. Das kann zwar durchaus manchmal der Fall sein, aber ist meistens eben nicht die immer stimmende Wunderausrede. Das gilt ganz besonders dann wenn „stark“ für Dinge wie „egoistisch“ oder in vielen Fällen einfach „scheisse aber stolz darauf“ steht. Tolle starke Frauen wären ja fantastisch für Männer, aber leider steckt dahinter oft eine unerträgliche Mogelpackung. Daher darf man in den meisten Fällen die „überforderten“ Männer einfach als Männer sehen, die keinen Bock mehr auf Bullshit haben. (Kann natürlich bei Ihnen alles nicht stimmen, aber damit wären Sie in der Minderheit.)

      Ebenso wenig zieht das Argument, dass sich ein Partner plötzlich zu 100% in der Beziehung geändert hat. Meistens ist so eine große Sache wie ein gemeinsames Baby nur ein Verstärker von schon lange vorhandenen Charaktereigenschaften, und dann darf man natürlich immer nachhaken und fragen: WER hat sich denn jemanden mit zweifelhaften Charaktereigenschaften als Partner gewählt? Genau! Es fällt mir doch sehr schwer zu glauben, dass man von einem Idioten als Partner, der minutenlang ein Kleinkind schlägt (und dafür haben Sie ihn hoffentlich angezeigt), nicht weit vorher eine ganze Reihe von Warnzeichen erhalten hat.

      Gruß,
      Dr. K

  15. NM sagt:

    Kompliment Herr Dr.,
    als wenn Sie es schon selbst erlebt hätten ! Genau so läuft es ab, aber haargenau ! Und Leonadis hat es auch schon teilweise auf den Punkt gebracht und er kennt es nur vom Hörensagen, während ich es hautnah selbst erlebt habe.
    Sicherlich verläuft jede Trennung, Scheidung und eine neue Beziehung anders. Aber was Sie und Leonadis aufgezeigt haben, ist sehr realistisch und zutreffend.
    Diese Frauen sind geschädigt und werden keine erfolgreiche Beziehung mehr führen können. Sie entwickeln sich teilweise sogar zurück. Sozialer und moralischer Abstieg, Verantwortungs- und Pflichtgefühl gehen verloren. Sie bauen sich ihre eigene Welt auf, die mit der Realität gar nichts mehr zu tun hat. Lügen werden zur Wahrheit und ihre Wahrheit ist eine einzige Lüge. Der neue Partner wird niemals eine Hauptrolle im Spiel des Lebens von dieser Frau bekommen; selbst wenn die Kinder ihn als Vaterersatz anerkennen. Es kann sogar so weit kommen, dass dadurch Eifersucht in der Mutter geschürt wird, denn sie hat für ihre Kinder ja nicht mehr die Zeit und die Geduld. Ob unser Sozialstaat daran Schuld ist, weiß ich nicht. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir keinen richtigen Sozialstaat haben. Ich denke unsere Wegwerfgesellschaft ist mittlerweile so weit gediehen, dass es einfach keine Werte mehr gibt. Was verbraucht oder kaputt ist, wird nicht repariert, sondern weggeschmissen. Warum soll das für ein Familienleben, Ehe, Partner oder
    Kinder anders sein. Warum versuchen zu heilen, zu reparieren oder schlichten.
    Werfen wir es weg, das ist bequemer und alles und jeder ersatzbar.

  16. T sagt:

    Lieber Dr. K!

    wieder einmal ein sehr toller Beitrag, der sich im prinzip mit meinen eigenen Erfahrungen deckt! Ich wollte ursprünlich eine etwas größere Antwort für den anderen Blogeintrag schreiben (vielen Dank für die Antwort!), aber aus Zeitgrunden wurde da bisher noch nichts draus.

    Eine kurze Frage, kann es sein, dass der Link im Text (bei „Fehler“) falsch verlinkt ist?

    Ich glaube aber, obwohl sie hier primär über Single-Mütter sprechen, tätigen sie hier vorallem zwei fundamentale Aussagen, die glaube ich noch viel stärker allgemein gelten als nur bezogen auf Single-Mütter (Ich glaube, darüber alleine lohnt sich schon ein Blogeintrag):

    a) „hat sich aus einem unklaren Gefühl heraus von ihrem Partner getrennt“
    b) „Statt an der Beziehung zu arbeiten, etwas aktiv daran zu tun, hat sie sich für den schnellen Weg entschieden und sich getrennt“

    Ich glaube, dass ist eine wirklich wichtige Feststellung, dass Frauen dies generell häufig machen. Wir haben sie so erzogen dass sie generell perfekt sind und keine Fehler mehr machen. Um so weniger können sie ihr Verhalten reflektieren. Das „unklare Gefühl“ drückt das wirklich sehr gut aus, die chaotische Natur der Partnerschaften heute. Fast schon so wie „Zu jedem Zeitpunkt t kann eine Trennung aus keinen oder aus beliebigen Gründen folgen.“ Bei solchen Frauen ist es auch recht egal, ob der Mann ein Mann ist oder nicht. Viele Männer sind verzweifelt und werden zum „Schoßhündchen“, damit sie überhaupt noch bei Frauen landen. Das macht die Sache zwar nicht besser, aber vielleicht herrscht da auch Ergebnisgleichehit, wenn wir davon ausgehen das Frauen aus ihren Fehlern nicht lernen müssen (oder können).

    Da ich ja im anderen Blogeintrag auch schon auf die deutschen Frauen zu sprechen kam, habe ich einmal interessanterweise die Liste der Attraktivitätsmerkmale http://daserstedate.de/grundlagen/was-maenner-wirklich-wollen abgeglichen:

    1+2. Jugend und Gesundheit: Zählt dazu auch mentale Gesundheit? Ich würde mal sagen, dass hängt ebenfalls mit dem Äußeren zusammen.

    3. Treue: Nachdem was sie so neulichst geschrieben haben, (vgl. a+b), und ja, ich denke das ist inzwischen leider flächendeckend, eben aus den Gründen die ich in den oberen Absatz genannt habe.

    4. gute Muttereigenschaften: Hier greift dieser Blogartikel gut. Generell spricht ihr Blogeintrag ja schon Bände denn er fasst das wesentliche zusammen, und dazu gibt es nicht viel hinzu zu fügen. Wenn ich sehe, wie Frauen Kinder nur als Spielball ansehen, oder bei der Trenning noch die Begründung „Das Kind will es ja auch so!“ angibt, dann finde ich das schon fies, was man den Kindern antut ;-).

    Schönes Wochenende noch und vielen Dank für den Artikel!

  17. Leonidas sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Konrad,

    leider kann ich Ihnen in allen Punkten zustimmen. Das was sie da an Gedanken über alleinerziehende Frauen formuliert haben, geht auch mir in etwa so durch den Kopf. Ein Bekannter von mir war eine Zeit lang aktiv im Internet auf Partnersuche. Da bleibt es dann nicht aus, dass Mann auch auf alleinerziehende Mamis trifft. Mit diesen hat er mit die schrägsten Erfahrungen gemacht zB.: Nicht zum Date erscheinen, Kind zu früh mit in die Treffen mit einbeziehen, Ex Männer im Orbiter; wegen dem Kind, Stecher für das eine haben, etc. Nicht alle sind so, aber alleinerziehend ist nicht der Normalzustand. Ich glaube, da jetzt die 2. bis 3. Generation von Scheidungskindern auf der Partnersuche ist, sieht es heute so aus, wie es eben Aussieht. Viele Leute, Männer und noch mehr Frauen haben gebrochene Herzen, da sie die Trennung ihrer Eltern erleben mussten, ohne Vater aufwuchsen und dadurch nicht das Handwerkszeug für eine funktionierende Beziehung vermittelt bekommen haben. Unter anderem dadurch stürzen sich viel dann in destruktive Beziehungen wie Notbeziehungen um raus aus der Einsamkeit zu kommen, Freundschaft + und Mingle Dasein.
    So lange der deutsche Sozialstaat Alleinerziehende so unterstützt wie heute, wird sich daran nichts ändern. Bei einem Partner muss die Frau sich ja wenigstens ein bisschen mühe geben, damit die Beziehung läuft, während Vater Staat auch so den Unterhalt vorstreckt und beim Ex Mann eintreibt, sofern bei dem noch was zu holen ist. Ohne einen Sozialstaat in der heutigen Form gäbe es weniger kaputte Familien und Beziehungen, da beiden dann auch wirtschaftlich mehr auf einander angewiesen wären, so wie die letzen tausende Jahre Menschheitsgeschichte vorher auch.

    • Jane sagt:

      Der Kommentar ist zwar schon alt, aber ich kann das nicht so stehen lassen. „Solange der Sozialstaat Alleinerziehende so unterstützt wie heute…“. Es wird Zeit, dass sie sich informieren, bevor sie so etwas verfassen. Bei Alleinerziehenden liegt die Armutgefährungsgrenze bei über 30%. Es ist gewiss kein Zuckerschlecken. Unterhalt wird nur 6 Jahre lang und höchstens bis zum 12. Lebensjahr vorgestreckt (d.h., gerade wenn Kinder anfangen richtig teuer zu werden im Teenageralter, Ausbildung, Studium gibt es nichts mehr) und das ist gerade die Hälfte von dem gesetzlichen Mindestunterhalt, was der andere Elternteil zahlen muss (es gibt aber immer Mittel und Wege, das zu umgehen). Wenn ich aus Leichtsinn, oder in der Mehrzahl in vollem Bewusstsein, ein Kind zeuge, muss ich auch dafür aufkommen.
      Ich möchte behaupten, dass es früher weitaus mehr kaputte Familien gab und diese nur aus finanzieller Abhängigkeit heraus Bestand hatten.
      Vielmehr existiert ja wieder immer und immer mehr das Idealbild der Familie (viele Scheidungskinder wünschen sich nichts mehr als das), deshalb wird oft solange daran festgehalten, bis alle Beteiligten Therapiebedarf haben.

      • Dr. Jochen Konrad sagt:

        Liebe Jane,

        genau das ist ja mein Punkt: Da begeben sich Mütter ins sehr vielen Fällen bewusst in die Gefahr von Armut und allen dazugehörigen Schwierigkeiten. Das grenzt schon fast an Kindesmisshandlung – denn wer aus egoistischen Gründen (mag den Partner nicht mehr, hat keine Lust auf Beziehung, usw.) den Kindern die Chancen im Leben nimmt, ist einfach eine unmögliche Mutter und schadet dem Kind. Und um das geht es hier ja schließlich. Denn das Kind kann sich nicht aussuchen, was es in den ersten Jahren auf unserem Planeten so ertragen muss. Lebt es bei einer Mutter, die ALLES dafür tut, dass es später ein gutes Leben hat (also eine gute Ausbildung, gesunde Ernährung usw.), dann hat es Glück. Entscheidet die Mutter jedoch aus rein egoistischen Gründen, dass sie mit dem Partner nicht mehr so gern zusammenleben mag, dann handelt sie gegen das beste Interesse des Kindes. Sie ist also eine schlechte Mutter!

        Thema Sozialstaat: Auch das ist gerade mein Punkt – stellen Sie sich mal vor, es gäbe keinen Sozialstaat. Wie vorsichtig und wesentlich praktischer/vernünftiger/wirtschaftlich schlauer würden Mütter plötzlich handeln müssen? Da wäre auch die Partnerwahl eine völlig andere. Und obwohl es eine Armutsgefahr gibt, gibt es keine Gefahr, dass hier Menschen verhungern müssen. Die sind dann eben arm – aber überleben. Und das ist auch wieder mein Punkt: Selbst wenn es schlimm aussieht – der Sozialstaat ist da und hilft und gibt alleinerziehenden Frauen somit die Möglichkeit, Entscheidungen zu treffen, die dem Kind schaden. Keiner sagt, das wäre ein leichtes Leben.

        Für Ihre Behauptung, es gäbe weitaus mehr kaputte Familien, kenne ich keinen Beweis. Ebenso sollten Sie sich überlegen, wieso es denn so ist, dass Scheidungskinder sich eine gute Familie wünschen? Wo DAS wohl herkommt? Ob das nun automatisch in die Therapie führt, weil es da ein Idealbild gibt, wage ich auch zu bezweifeln.

        Natürlich können Kinder auch außerhalb einer Beziehung entstehen. Wenn diese dann aber allein mit einer sozial gefährdeten Mutter leben müssen, befinden sie sich also gleich von Anfang an in derselben Situation wie Kinder von Mütter, die den Vater verlassen haben. So eine Mutter muss also viel Zeit und unglaublich viel Geld haben, um dem Kind die Erziehung und das Umfeld zu geben, was es dringend braucht. Alles andere ist egozentrische Kindesmisshandlung.

        Wie Sie auch schon schön schreiben: „Es gibt sicher eine Menge Wiederholungstäter!“ GENAU! Und das Leben zeigt, dass Menschen eben so gut wie nie aus Fehlern lernen. Das bedeutet besonders für alles was zwischen Männern und Frauen abläuft. Also geht es nicht zu argumentieren „Leute SOLLTEN ja aus A, B und C lernen, drum stimmt es nicht was sie schreiben.“ Leute lernen so gut wie nicht. Und weil sie das nicht tun, sind wir wieder bei Handlungen/Entscheidungen angelangt die höchstwahrscheinlich wieder falsch getroffen werden – also gegen das Wohl des Kindes.

        Damit sind wir bei einem interessanten Punkt anbelangt: Vieles was Sie schreiben geht in Richtung „Naja, Sie haben für viele Fälle ja recht, aber es gibt auch Ausnahmen!“ Natürlich gibt es die. Aber wie mit den meisten Dingen, die ich hier im Blog schreibe, verhält es sich genauso: Zu allem gibt es Ausnahmen – negativ wie positiv. Es geht aber eher um Sachen, die für die überwiegende Mehrheit der Menschen wahr sind. Daher gehen meine Tipps auch eher in diese Richtung. Es macht einfach wenig Sinn, sich – in unserem Fall hier – für eine alleinerziehende Mutter zu interessieren, weil die Wahrscheinlichkeit (!) für große Probleme und eine Beziehung, die schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist, unglaublich hoch ist. Daher darf (!) ein vernünftiger Rat nicht sein: Schau Dir die für Dich gefährliche Situation mal genau an, denn da gibt es ja doch ne kleine Chance … Vielmehr MUSS ich raten: Lauf so schnell wie möglich weg, weil Du hier höchstwahrscheinlich Zeit, Geld, Nerven und den Glauben an eine funktionierende Beziehung verlierst – woanders hast Du wesentlich größere Chancen auf ein gutes Leben. Das ist also würde man einem Kind sagen: „Rauch nur so viel Zigaretten, wie Du kannst, Schatz. Du hast in der Schule sicher von unserem tollen Bundeskanzler Helmut Schmidt gehört – der hat auch geraucht wie ein Schlot und ist fast hundert Jahre alt geworden!“

        Beste Grüße,
        Dr. K

        • Gwen sagt:

          Hallo,
          ich als alleinerziehende Mutter habe mich selten so köstlich amüsiert wie hier :)
          Es wäre witzig mit Ihnen zu im realen Leben zu diskutieren, Sie würden haushoch untergehen!! Sie erinnern mich an meinen Ex-Mann, welchen ich rausgeschmissen habe ;)

          • Dr. Jochen Konrad sagt:

            „Liebe“ Gwen,

            ich glaube nicht, dass Sie sich hier köstlich amüsiert haben. Vielmehr denke ich, dass Sie sich ganz schön erwischt gefühlt haben, denn was ich hier so schreibe ist ja schlichtweg die Wahrheit – also genau das, was Ihnen Ihr Ex-Mann wahrscheinlich ab und zu mal erzählt hat. Jetzt sind wir schon zwei von der Sorte (und wenn Sie sich die Kommentare anschauen, dann gibt es komischerweise noch viel mehr Leute auf der Seite der Wahrheit).

            Komischerweise haben die Leute, die auf der Seite der Wahrheit argumentieren auch etwas, was Sie nicht haben: Argumente! Sie können nur albern (angeblich) lachen und den Ex-Mann „rausschmeißen“. Sie sind also im besten Fall einfach völlig überfordert und haben keinen Bezug zur Realität. Viel eher sind Sie jedoch einfach nur genau, wie ich das im Artikel beschrieben habe: Eine völlig egoistische Mutter, die aufgrund dieser Einstellung dem Kind schadet und ihm/ihr den Vater vorenthält UND dem Kind aus reinem Egoismus Hürden in den Weg stellt, die nicht nötig sind.

            Spätestens jetzt sollte Ihnen das Gelächter in der Kehle stecken geblieben sein und beim Anblick Ihres Kindes ein richtig schlechtes Gewissen gekommen sein. Denn die kleine Person, die Sie da sehen, hat von IHNEN Nachteile auf den Lebensweg aufgelastet bekommen, die dafür sorgen werden, dass andere Kinder an den Ihren schulisch, psychisch, karrieretechnisch usw. vorbeiziehen werden. Und das alles nur, weil Sie sich toll dabei fühlen, Ihren Ex-Mann „rausgeschmissen“ zu haben.

            Dr. K

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