Finger weg von der alleinerziehenden Mutter

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Loading... Jetzt mache ich mich gleich mal wieder richtig unbeliebt, jedoch hat mich folgende Geschichte dazu bewegt, ein bisschen genauer über das Thema „alleinerziehende Mütter“ nachzudenken: Ein Paar hat sich vor kurzem getrennt. Er ist Lehrer, sie Krankenschwester, beide um die 30 und waren nicht miteinander verheiratet. Die beiden lebten acht Jahre zusammen und haben seit drei Jahren eine kleine Tochter. Eigentlich haben sie ganz glücklich zusammen ausgesehen, sind nicht fremdgegangen und hatten auch keine verschiedenen Ansichten über das Leben, Kindererziehung, Ziele usw. Sie hat aber – wie sehr viele Frauen heutzutage – in letzter Zeit ein „komisches Gefühl“ bekommen, was sich so sehr gesteigert hat, dass sie die Beziehung beendete. Er: „ich weiß auch nicht genau wieso, aber ich war wohl ‚typisch Mann‘ und habe zu spät gemerkt, dass da was nicht gestimmt hat.“ Mein Tipp für alle Männer, die in Zukunft Interesse an ihr – und ähnlichen – Frauen haben: Finger weg! Sie spielen hier mit dem Feuer!

Was ist denn so schlimm an so einer Frau? Folgendes:

Diese Frau, wie hunderttausende andere, hat sich aus einem unklaren Gefühl heraus von ihrem Partner getrennt. Statt an der Beziehung zu arbeiten, etwas aktiv daran zu tun, hat sie sich für den schnellen Weg entschieden und sich getrennt. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie dies in Zukunft wieder tun wird – denn mal ehrlich: Wer lernt denn wirklich aus den eigenen Fehlern? (Oder erkennt diese gar als Fehler?)

Aus einem unklaren Gefühl heraus hat sie sich und ihr Kind in soziale, psychische und finanzielle Unsicherheit gebracht. Sie hat sich klar dagegen entschieden, dem Kind eine gute und stabile Umgebung zu schaffen, in dem es optimal aufwachsen kann. Anders formuliert: Dem Kind wurden hier aus egoistischen und unklaren Motiven Chancen gestohlen und Nachteile verschafft.

Wobei wir bei dem Grundproblem „alleinerziehende Mutter als potenzielle Partnerin“ gelandet wären:

  1. Mit der Ausnahme eines verstorbenen Partners, hat sich die Mutter entweder vom Partner getrennt oder ist verlassen worden. Hat sie sich getrennt, dann aus oben genannten Gründen, oder weil der Mann einfach ein schlechter Partner war – d.h. die entsprechende Frau hat klare Fehler bei der Partnerwahl gemacht. D.h. in der Zukunft wird sie sich höchstwahrscheinlich genauso verhalten. Ist sie trotz gemeinsamen Kind verlassen worden, dann hat sie entweder einen „schlechten“ Mann ausgewählt, oder es gab für ihn schwerwiegende Gründe, die ihn zu so einem Schritt gezwungen haben.
  2. Das Kind ist die wichtigste Person in ihren Leben. D.h. der neue Partner ist automatisch maximal an zweiter Stelle. Es gibt also auf jeden Fall weniger Platz in ihrem Leben für den gemeinsamen Aufbau einer Partnerschaft. Ist das Kind nicht die wichtigste Person in ihrem Leben, so ist diese Frau eine unmögliche Mutter und somit unbrauchbar als Partnerin.
  3. Klare praktische Probleme: So eine Frau hat weniger Zeit, mehr Stress, ist weniger (zeitlich, finanziell, emotional etc.) verfügbar usw.
  4. Nur ganz kleine Kinder können einen Mann noch wirklich als eigenen Vater akzeptieren, bei älteren Kindern ist das „Was hast Du mir denn zu sagen, Du bist ja nicht mein Vater!“ unausweichlich.
  5. Auch wenn ganz klare starke Bindungen zu einem Kind entstehen, ist dieses Kind nie zu 100% das eigene. Man hat weder die Schwangerschaft/Geburt zusammen erlebt, noch hatte man die Chance in die Vaterrolle zu wachsen – je älter das Kind, umso schwieriger gestaltet sich dies.
  6. Mit Ausnahme einer wirklich reichen Alleinerziehenden, finanziert man mindestens indirekt das Kind mit – ganz unabhängig von etwaigen Plänen für eine gemeinsame Zukunft.

Selbstverständlich gibt es hierzu einige ganz tolle Ausnahmen – glückliche Paare, die eine gut funktionierende und schöne Familie gemeinsam aufgebaut haben. Wie immer spreche ich auf meiner Seite jedoch über Wahrscheinlichkeiten – und die Wahrscheinlichkeit einer erfüllenden, festen, glücklichen und beständigen Partnerschaft mit einer alleinerziehenden Frau ist leider recht klein.

 

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32 Kommentare zu Finger weg von der alleinerziehenden Mutter

  1. Manfred sagt:

    Hallo lieber DoktorK.

    Ich möchte keine Argumente nennen, sondern mich bloß deplatziert und emotional zu Worte melden.

    Ihr Artikel ist die größte Lachnummer, die ich in den letzten Monaten lesen durfte. Ich unterstelle Elfenbeinturmartige Lebensfremdheit in Bezug auf die Situation allein erziehender Mütter.

    Nichts desto trotz werden sie mit ihren Worten jede Menge verirrter Männerseelen erreichen und vermutlich gut Geld damit verdienen. Wenn sie damit ihren Lebensunterhalt bestreiten, respektiere ich dies. Ernst nehmen kann ich es nicht.
    Wie gesagt, deplatziert und emotional :-)

    • Dr. Jochen Konrad sagt:

      Lieber Manfred,

      „ich möchte keine Argumente nennen“ ist leider das Gegenteil davon, was hier passieren sollte. Hätten Sie Argumente, dann würden Sie hier einen Beitrag leisten, ansonsten ist Ihr Kommentar eben doch nicht anders als alle anderen, die sich ohne Substanz aufregen – wieder mal ein empörter Troll. Nur weil Sie scheinbar (!) nett trollen, unterscheiden Sie sich nicht vom Rest.

      Daher vermute ich mal, dass Sie auch keinerlei Argumente haben, die Sie uns hier zur Diskussion stellen könnten – so wie ich das beispielsweise mit jedem Artikel tue.

      Sehr sehr schade,
      Dr. K

  2. Ms Petrina sagt:

    Hach, liebster Herr Dr. Konrad,
    was bin ich froh, dass sie so einen wissenschaftlich fundierten Artikel schreiben.
    Sie machen mir damit, genauso wie Ihr Fastdoppelgänger Herr D! Bräuning eine sehr große Freude und erleichtern mir das Leben ungemein.
    Immer wenn ich einmal eine schwache Stunde habe und mir vielleicht doch einen Partner an der Seite wünsche, dann lese ich in Ihren jeweiligen Blogs und schwupps bin ich glücklich und zufrieden mit meinem Status als Alleinerziehende Mutter…, widme mich meinem Kind, Beruf, Freundeskreis und Hobbies und bin glücklich, so etwas nicht an meiner Seite zu haben. Habe zum Glück guten Job und familiäre Unterstützung…
    In ein paar Jahren ist mein Kind 18, dann werden die Karten neu gemischt, haarlos und adipös bin ich ja zum Glück nicht.
    Alle Frauen, die ihre Kinder alleine großziehen, in einen Topf mit dieser psychisch gestörten Magersüchtigen Heulboje aus Konstanz zu werfen, ist eine bodenlose Frechheit. Die Frau war schon Anfang der 2000er creepy, als ihr Mann noch einen guten Optikerladen in der Konstanzer Altstadt hatte. War ein richtiges Sahneschnittchen, der gute Herr, ich hatte den nicht verlassen. Habe mich über diese Paarkonstellation echt gewundert. Da hat wohl mal ein Mann einen gravierenden Fehler bei der Partnerwahl gemacht. So what, und ich habe null Bock, Männer, die an so eine Schrulle geraten sind wieder aufzubauen. Nee, danke, geschiedene Männer müssten ihrer Logik nach dann genauso Ausschuss auf dem Partnermarkt sein. Tja, Geisteswissenschaftler haben nicht so mit der Logik wie wir MINTs.

    • Dr. Jochen Konrad sagt:

      „Liebe“ Petrina,

      ich verst
      ehe Ihren Ärger sehr gut – da schreibt so ein dahergelaufener Typ wie ich etwas über Ihr Leben, das offensichtlich direkt in Ihr Herz sticht. Und das alles auch noch, obwohl ich wenig Haare habe – was mich eigentlich ja sofort als Experten zu irgendeinem Thema disqualifiziert.

      Aber Scherz beiseite: ZUM GLÜCK (für Ihr Kind) verzichten Sie auf die Partnersuche und widmen sich (hoffentlich) zu 100% Ihrem Nachwuchs. Alles andere wäre blanker Egoismus und würde dem Kind noch mehr schaden. Dass es jedoch schadenfrei aufwächst wage ich (wegen den Punkten, die ich in meinem Artikel erwähnt habe) doch stark zu bezweifeln. Wenn kein Vater vorhanden ist, so hat das Kind automatisch weniger Chancen im Leben bekommen und ihm/ihr wurde die wichtige andere Bezugsperson vorenthalten, die aber ungemein wichtig gewesen wäre. Sollte der Vater nicht verstorben sein oder plötzlich geisteskrank, dann sind SIE hierbei die einzige Person, die für diese benachteiligende Situation verantwortlich ist. Dieser Logik sollten gerade Sie als MINT folgen können, denn sie ist zwingend.

      Apropos Logik: „geschiedene Männer müssten ihrer Logik nach dann genauso Ausschuss auf dem Partnermarkt sein.“ Sind sie natürlich – mit der Ausnahme von Männern, die wie im Artikel beschrieben von der egoistischen Albtraumpartnerin verlassen wurde. Aber da möchte ich Sie auf die Überschrift verweisen, damit Sie nachlesen können, um WEN es in diesem Artikel geht.

      Also nochmals: Ich verstehe Ihren Schmerz bezüglich Ihrer Lebenssituation und sollte der Vater Ihres Kindes verstorben sein, so tut mir das aufrichtig leid und Sie haben von mir gehörig Respekt und Hilfe verdient – und dürfen sich auch immer mit Fragen usw. an mich wenden.

      Viel Glück,
      Dr. K

      • Ms Petrina sagt:

        Sehr geehrter Herr Konrad,
        die Ursache für mein „Alleinerziehendeerden“ ist eine grundlegend andere. Es gibt auch Männer, die durch eine plötzliche Schwerwiegende Erkrankung zu Pflegefall werden- kann auch Ihnen passieren!! Manchmal lösen Aneurismen auch nur eine gewisse Borniertheit aus !

        • Dr. Jochen Konrad sagt:

          Liebe Ms Petrina,

          na da gehören Sie doch – und das tut mir leid zu hören – in die Gruppe der Frauen, die nichts dafür können, dass sie zur Alleinerziehenden geworden sind. Das sollte doch auch im Artikel recht deutlich werden, dass Sie explizit NICHT zu den Alleinerziehenden gehören, die ich da beschreibe. Daher verstehe ich nicht, wieso Sie sich so aufregen.

          In Sachen „Borniertheit“ möchte ich Sie auf folgenden Artikel verweisen: https://de.wikipedia.org/wiki/Projektion_(Psychologie) :-)

          Gruß,
          Dr. K

  3. Marie sagt:

    Sehr geehrter Herr Konrad,

    als eine alleinerziehende, nicht verwitwete, Frau, macht mich Ihr Artikel natürlich ein wenig traurig. Und doch muss ich Ihnen recht geben – in Teilen.
    Auch ich war eine solche Frau, wie von Ihnen beschrieben. Natürlich handelt man so nicht bewusst und in voller Absicht. Auch ich habe mir die Entscheidung, mich zu trennen, nicht leicht gemacht. Auch ist der Vater meines Kindes kein Idiot, kein schlechter Mensch oder sonstwas. Wir waren nur beide zu unreif, aus der eigenen Kindheit zu verletzt und das, was uns zusammen hielt, hielten wir für echte Liebe und tiefe Verbundenheit. Aus heutiger Sicht sehe ich eher eine emotionale Abhängigkeit aus dem eigenen Mangel heraus. Nichtsdestotrotz war unser Kind gemeinsam gewünscht. Nach der Geburt lag mein Fokus plötzlich nur noch auf mir und dem Kind und es war mir nicht mehr möglich, diese ungesunde Beziehung weiterzuleben, in der wir uns gegenseitig blockierten. Ich hätte den Kindsvater gerne mitgenommen auf diesen Entwicklungsweg, aber er konnte/wollte mir nicht folgen. Bis heute nicht.
    Mir ist Ihr Artikel daher zu einseitig, da er jegliche mögliche Weiterentwicklung ausschließt und sich nur auf ein Geschlecht bezieht. Ich hingegen würde sagen, Finger weg von sämtlichen (unreifen) Menschen, die sich noch nicht in ihrer Eigenverantwortung befinden und ihr Glück im Außen suchen. Das sind leider sehr viele.

    Herzliche Grüße, Marie

    • Marie sagt:

      Ergänzung:
      Wer sein Glück im Außen sucht, macht auch das Außen für sein Unglück verantwortlich.

    • Marie sagt:

      Ergänzung 2:
      In Wahrheit habe natürlich nur ich mich selbst blockiert und den Ausweg nicht gesehen. Eine reifere Form meiner selbst hätte es vielleicht auch mit dem Mann an meiner Seite geschafft.
      Man sieht, auch in der Retrospektive zeigen sich noch die Verstrickungen und man fällt zu leicht in sein altes Muster ;-)

  4. Jan B sagt:

    Ein sehr gutes Beispiel für so eine Frau, die in dem Beitrag beschrieben wird, ist die kürzlich im Heute-Journal aufgetretene Alleinerziehende Dr. Christine Finke, die schon seit einigen Wochen Thema im Männermagzin von Detlef Bräunig ist. Frau Dr. Finke bedauert auf Twitter ihre Entscheidung ihren Mann verlassen zu haben, weil die Familie des Mannes eine coole Location eröffnet hat. Frau Dr. Finke breitet ihr Leben im Internet aus und schadet meiner Meinung nach ihren Kindern in einer Weise, für die ich keine Worte habe. Ich denke man kann die Namen nennen, weil sich Frau Dr. Finke als eine öffentliche Person präsentiert und sich als Lobyistin der Alleinerziehenden versteht. Wer eine Alleinerziehende daten möchte, sollte vorher den Blog mama-arbeitet.de von Frau Dr. Finke lesen. Gut so, dass solche Beiträge, wie diese von Ihnen Dr. K geschrieben werden und das Sie die Dinge klar und deutlich benennen. Sie haben einen neuen Leser gewonnen.

    • Georg buda sagt:

      Ich bin fassungslos und ich schäme mich als Mann, weil Männer hier so eine scheiße über alleinerziehende mütter schreiben.
      Georg

      • Dr. Jochen Konrad sagt:

        Na Na Na, lieber Georg,

        ein bisschen mehr Substanz, statt dummes Empören und Fremdschämen!! Schämen Sie sich lieber, dass Sie sich zu solchen Kommentaren hinreißen lassen! ;-)

        Dr. K

    • Ms Petrina sagt:

      Frechheit, nicht jede Alleinerziehende Frau ist so wie diese arme Irre. Es gibt auch Alleinerziehende Mütter, die hart arbeiten und keine Zeit für so einen profilneutotischen Stuss haben! Ich werfe Sie ja auch nicht mit D. Trump oder irgendeinem Spinner in einen Topf!!!

  5. Patricia sagt:

    Na was für eine tolle Verallgemeinerung!!!
    Ich hab mich von meinem Ex Mann getrennt, weil ich einfach nur noch todunglücklich war, er mich null respektiert hat, ich ihn nicht mehr respektieren geschweige denn anziehend finden konnte. Und ich habe mir die Entscheidung wahrhaftig nicht einfach gemacht! Monatelang überlegt ob ich mich wirklich trennen soll.
    Keine Frau mit Kind die ich kenne, trennt sich mal einfach eben so! GERADE wegen der finanziellen Situation! Aber soll man sich deswegen nur noch runter ziehen und sich wie ne Selbstverständlichkeit behandeln lassen?! Und was ist mit dem Mann, der sich absolut nicht reflektiert und null weiter entwickelt und stattdessen nur rumjammert, es ginge ihm ja so schlecht und einem als Frau ja automatisch gut und super duper, weil man zuhause bleiben “darf“ obwohl man das vielleicht gar nicht will?!!! Generationen von Frauen sind jahrelang bei ihren Männern geblieben, weil sie mussten, ohne Aussicht auf persönliches Glück. Und so haben wir uns eingeredet kein Anrecht zu haben auf einen Mann den wir wollen, sondern uns mit dem zufrieden zu geben was wir bekommen können.
    Genau das war mein Fehler. Soviel zum Thema man reflektiere sich nicht. Aber das wird mir nicht nochmal passieren – und tja, dummerweise habe ich jetzt halt nun mal ein Kind! Wenn man jemanden findet den man wirklich will, wird man IMMER Zeit für die Beziehung finden, wie immer eine Frage der Prioritäten!

    • Dr. Jochen Konrad sagt:

      Liebe Patricia,

      ja, so ist das eben mit den Verallgemeinerungen – die treffen nicht 100% auf jeden zu, aber sagen wir mal zu einem recht großen Teil auf recht viele. Insbesondere auf Sie!

      1. Man wird von anderen immer so behandelt, wie man ihnen das erlaubt – d.h. Sie haben Ihrem Mann erlaubt, rumzujammern und sich wie ein dummes Weichei zu verhalten. Oder noch schlimmer: Sie haben sich ein jammerndes Weichei ausgesucht, sind mit ihm eine Beziehung eingegangen, haben sich für ein Kind mit ihm entschieden und DANN ist Ihnen das Licht aufgegangen, dass es ja wohl nicht so toll mit ihm ist. Und als Ausrede kommt dieser Bullshit davon wie „Generationen von Frauen“ ja so ein schlimmes Leben hatten. Diese Frauen haben aber mit IHNEN persönlich nichts zu tun. SIE gestalten sich das Leben selber, egal was andere Männer und Frauen so vor Ihnen angestellt haben. Statt ein Recht auf den Mann den „wir“ wirklich wollen einzufordern und arrogant zu fordern, dass Sie sich mit etwas zufrieden geben sollen, was ja viel viel besser sein könnte, sollten Sie sich mal an die eigene Nase fassen und überlegen, woher denn der Mann kommt, den Sie da verlassen haben. Sie behaupten zwar, sie reflektieren so toll über Ihr Leben, aber das tun Sie offensichtlich nicht – Sie reden sich raus und schieben die Verantwortung weit weg. Geht ja auch leichter. Und jetzt gibt’s da auch noch ein Kind, dem die Mutter nicht nur viele Chancen fürs Leben nimmt (siehe meinen Artikel), sondern auch noch vorlebt, wie es nicht sein sollte. Wobei wir beim nächsten Punkt wären:

      2. Sie schreiben: „Wenn man jemanden findet den man wirklich will, wird man IMMER Zeit für die Beziehung finden, wie immer eine Frage der Prioritäten“ … sehr richtig: Seitdem es das Kind gibt, MUSS es die höchste Priorität in Ihrem Leben haben. Wenn Sie an diesen Prioritäten Abstriche machen müssen, weil Sie eine neue Beziehung haben, nehmen Sie dem Kind weitere Chancen im Leben.

      Das bedeutet also nichts weiter, als dass Sie GENAU SO sind, wie ich im Artikel beschrieben habe: Den Mann aus absolut egoistischen Gründen verlassen, weil man ihn falsch gewählt hat, bzw. weil man die Beziehung nicht hingekriegt hat, und dann musste man da raus – und wer leidet da am meisten? Genau, Ihr Kind! Toll gemacht! Ihrem Kind ist es egal, wie sehr Sie Ihrem persönlichen Glück hinterher rennen – welches Sie sich übrigens SELBER schaffen, oder nicht … siehe Punkt 1. Nicht egal ist Ihrem Kind, dass es keinen Vater im Haus hat und dass es dadurch (siehe Artikel) ständig benachteiligt wird und ihm der Start ins Leben versaut wurde.

      Sollten Männer das hier lesen: Ab sofort bitte extra vorsichtig bei allein erziehenden Patricias!

      Beste Grüße,
      Ihr Dr. K

  6. Cortina sagt:

    Tatsächlich ist Wissenschaftler kein geschützter Titel – auch Kulturwissenschaftler nicht.
    Worin hat denn der Herr Dr. seinen Titel und wo hat er diesen denn erlangt? Das interessiert mich jetzt brennend. Gibt´s empirische Studien zu dem Thema? Natürlich, nur die von Ihnen durchgeführt worden sind…. Zur Erinnerung: http://www.bdp-gus.de/gus/Faltblatt%20Qualit%C3%A4tskriterien.pdf

    • Dr. Jochen Konrad sagt:

      „Liebe“ Cortina,

      wenn Sie das so brennend interessiert, wieso haben Sie nicht Ihre Hausaufgaben gemacht und Ihre „brennenden“ Fragen kurz nachgegoogelt?

      Tatsächlich kann sich jeder im Internet dumm aufführen. Leider habe ich kein Faltblatt zu entsprechenden Kriterien gefunden, aber das hier dürfte Sie doch auch brennend interessieren: https://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Netzkultur) … insbesondere was unter „Motivationen der Trolle“ zu finden ist.

      Also: Lieber erst nachforschen und sich DANN aufführen (falls es dann noch einen Grund zum Aufführen gibt) … aber das ist ja zu viel verlangt, nicht wahr?

      Beste Grüße,

      Dr. (!) K

      • Thomas Hoffmann sagt:

        „Das interessiert mich jetzt brennend. Gibt´s empirische Studien zu dem Thema?“

        Dann haben Sie wohl selbst Nachholbedarf. Nur weil es dazu keine Studien gibt, heißt es nicht, dass der Artikel falsch ist. Selbst wenn es gegenteilige Studien geben würde, bedeutet es auch nicht, dass diese methodisch-korrekt ist. Zudem muss ein Wissenschaftler nicht ständig „wissenschaftlich“ arbeiten. Es sind auch normale Menschen die aus reiner Praxisnähe berichten können.

  7. Jane sagt:

    „Egozentrische Kindesmisshandlung“…. haben sie überhaupt eine Ahnung, wovon sie da schreiben, was das für eine enorme Anschuldigung ist? Wenn es nicht so viele egozentrische Männer! gäbe, gäbe es weniger alleinerziehende Mütter oder mindestens weniger arme Kinder (Stichwort Unterhalt).
    Ihrer Meinung nach sollte man also wieder zurück zur Vernunftehe… zusammenbleiben aus wirtschaftlichen Gründen, egal ob der Mann Alkoholiker wird, die Kinder schlägt, Affären hat. Hauptsache Mutter und Vater sind zusammen und leben in ordentlichen wirtschaftlichen Verhältnissen. Dass das nämlich noch nie nur Vorzeigebeziehungen und Liebesbeziehungen waren und sein würden, die aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen wurden, ist ihnen hoffentlich klar.
    Aber das lohnt sich nicht, sich weiter dazu zu äußern, dazu ist ihr Kommentar zu rückständig und ich würde sogar sagen, unter der Gürtellinie.

    • Dr. Jochen Konrad sagt:

      Liebe Jane,

      na na na, jetzt schreiben Sie mal keinen Blödsinn. Sie wissen ganz genau, dass es um Mütter geht, die aus allen möglichen Gründen ihre Männer rausschmeißen, auch wenn dies nicht wirklich nötig gewesen wäre. Ihre seltsame Interpretation, es wäre ok, bei Männern zu bleiben, die Alkoholiker sind oder Kinder schlagen, ist natürlich totaler Blödsinn. Denken Sie doch mal ein bisschen nach: Ein Mann, der Alkoholiker ist oder Kinder schlägt (oder alle anderen Verhaltensweisen in diese Richtung zeigt), der wird (in den allermeisten Fällen) nicht plötzlich oder über Nacht so werden – oder irgendwann mal im Laufe der Beziehung. Der IST schon vorher so und hat klare Anzeichen dafür von sich gegeben, als sich die jeweilige Frau sich für ihn entschieden hat. Welche vernünftig denkende Frau, wählt sich einen Alkoholiker aus und zeugt mit ihm Kinder? Genau, keine! Also werden solche Männer von Träumerinnen oder nicht so klar denkenden Frauen ausgewählt. Ihn später rauszuschmeißen ist natürlich eine klare Konsequenz. Aber wie in aller Welt kann man denn überhaupt auf die Idee kommen, mit so einem Mann Kinder in die Welt zu setzt? Genau – gar nicht!

      „Wenn es nicht so viele egozentrische Männer! gäbe, gäbe es weniger alleinerziehende Mütter oder mindestens weniger arme Kinder (Stichwort Unterhalt).“ Das ist genauso wahr für Frauen. Interessanterweise wird die Großteil der Ehen/Beziehungen auf Wunsch der Frauen beendet. Wer trägt also automatisch die größere Verantwortung in Sachen Armut und Benachteiligung von Kindern?

      Kindesmisshandlung bedeutet „Gewalt gegen Kinder und Jugendliche“ – das kann man als rein körperliche Gewalt verstehen, aber wie sieht es denn aus mit Gewalt gegen Kinder in Form von Fehlverhalten von Eltern in Sachen Geld, Erziehung, Zeit, Zuwendung und allem anderen, was dazu führt, dass diese Nachteile im Leben erhalten, nur weil man gerade mal keine Lust mehr auf den Vater hat?! DAS ist ebenso Kindesmisshandlung, denn die Kinder sind den Entscheidungen der Eltern schutzlos ausgeliefert. Ihnen werden die Chancen auf ein gutes Leben stark gemindert. Das ist keine „richtige“ oder „gute“ oder neutrale Behandlung, sondern MISShandlung!

      „Dass das nämlich noch nie nur Vorzeigebeziehungen und Liebesbeziehungen waren und sein würden, die aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen wurden, ist ihnen hoffentlich klar.“ Wo kommen denn Ihre Hollywoodfantasien her? Seit wann ist denn die Vernunft in der Ehe weniger wichtiger als irgendwelche Illusionen von Liebe – vor allem, wenn Kinder dabei im Spiel sind? Das ist ja genau, wovon ich rede – Frauen trennen sich gerne aus unklaren Gründen, weil man den Mann irgendwie nicht mehr so mag wie es sein soll, oder wie Hollywood es einem so vorgaukelt. Darf man das einem Kind antun? Dem Kind so viel psychischen und praktischen Lebensstress zumuten, weil man seinem egoistischen Traumbild hinterherheult? Sollte so ein kindliches Denken nicht spätestens in der Minute vom Tisch sein, wenn man merkt, dass man schwanger ist? Sobald man die Vernunft über Bord wirft und sich für „Liebe“ oder die „romantische Beziehung“ entscheidet, entscheidet man sich gegen das Kindeswohl und beginnt dem Kind zu schaden! Man MISShandelt hier sein Kind.

      Werden Sie mal erwachsen, meine Liebe. Wenn Sie so handeln wie es aus Ihren Kommentaren hervor geht, so erscheinen Sie halb-vernünftig, aber auch halb-unvernünftig. Sollten Sie Kinder haben, so darf es diese unvernünftige Seite nicht mehr geben. Ihre ganze Energie muss Richtung Kind fließen, alles andere nimmt dem Kind Chancen weg. Stück für Stück. Jeder romantische und egoistische Gedanke schadet dem Kind. Natürlich darf jeder für sich entscheiden, wie er sein Leben lebt. Entscheidet man sich jedoch für ein Leben in (potenzieller) Armut, ohne den anderen Elternteil, so schadet man dem Kind – welches sich nicht wehren kann und in der Situation Leben muss, die man ihm ermöglicht. Jeder darf sich gerne in so vielen schlechten Entscheidungen wie möglich suhlen – solange das nur einen selbst betrifft. Entscheidet man sich für einen schlechten Partner oder wirft den guten Partner wegen einer romantischen Illusion aus dem Haus, wenn Kinder im Spiel sind, dann SCHADET man dem Kind.

      Meiner Meinung nach sollte man nicht „zurück“ zur Vernunftehe – im Gegenteil. Es geht hier darum, einen gut passenden Partner zu finden, mit dem man eine gesunde Beziehung führen kann (und da gehört Liebe/Respekt/Vertrauen usw. ganz automatisch mit dazu), und von dem man sich genau deshalb auch nicht trennen muss. Sie benutzen „Vernunft“ hier als wäre das nicht erstrebenswert – wirklich? Sie wünschen sie UNvernunft in einer Beziehung? Irgendwie glaube ich das nicht! Sie wünschen sich sicherlich auch einen vernünftigen Partner, mit dem man auch vernünftig leben kann, nicht wahr? Sollten Sie Spaß an Unvernunft, Unklarheit und Instabilität haben, dann müssen Sie dringend davon absehen, Kinder zu haben, denn das ist das Gegenteil von dem, was Kinder brauchen. Je romantischer und egozentrischer die Mutter, umso mehr schadet sie ihren Kindern.

      „Rückständig“ sind Sie, wenn Sie nicht vernünftig denken wollen oder können – Sie zeigen dadurch nur kindliches Verhalten und sind nicht einmal halb so erwachsen, wie Sie gerne erscheinen wollen. „Unter der Gürtellinie“ verhalten Sie sich, durch Ihre persönlichen Angriffe auf mich, und Ihre (absichtlichen) Fehlinterpretationen von dem, was ich so schreibe.

      Gruß,
      Dr. K

  8. Jane sagt:

    Also das ist die komplette Verallgemeinerung.

    Immerhin bewahrt ihr Männer mit so einer Einstellung alleinerziehende Frauen vor dem nächsten „Fehler“, nämlich euch :) Danke!

    • Dr. Jochen Konrad sagt:

      Liebe Jane,

      das ist keine „komplette Verallgemeinerung“, denn die Ausnahmen dieser Regel werden genannt. Wenn Ihnen noch mehr Ausnahmen einfallen sollten, würde mich das freuen – oder wenn Sie meinen, dass ich wichtige Aspekte dieses Themas vergessen habe.

      Den Blödsinn vonwegen „man darf nicht verallgemeinern“ können Sie jedoch vergessen – denn man darf! Aber eben durchdacht und sachlich richtig.

      Außerdem machen Sie das ja selber gleich in Ihrem zweiten Satz, denn wie sonst kann man die Sache mit „Ihr Männer“ verstehen? ;-)

      Also, ich bin gespannt auf einen sachlichen (!) Beitrag Ihrerseits.

      Gruß,
      Dr. K

      • Jane sagt:

        Ich habe nicht geschrieben „ihr Männer“, ich habe geschrieben „ihr Männer mit so einer Einstellung“.

        Es fängt schon damit an, dass es nur diese beiden Möglichkeiten gibt… Mutter hat sich vom Partner getrennt oder ist verlassen worden.
        Kinder können auch außerhalb von Beziehungen entstehen, das ist in Ihren Augen aber vermutlich die unterste Schublade, die man schon gar nicht anrühren sollte.

        Ich denke kein Mensch ist fehlerlos, dass Menschen beim Thema Beziehungen aber nichts dazu lernen, halte ich für eine Unterstellung. Das hängt doch sehr von den Erfahrungen, (Selbst-)Bewusstsein und Reflektionsfähigkeit jedes Einzelnen ab.

        Es gibt ganz sicher eine Menge „Wiederholungstäter“. Genauso kann und sollte aber gerade auch ein Kind und die Tatsache, dass man alleine die Verantwortung dafür tragen muss (bei Weitem teilen sich nicht alle Elternteile die Aufgaben), dazu veranlassen, sehr genau über die (bisherige und zukünftige) Partnerwahl nachzudenken.
        Ich würde sagen die wenigsten Frauen trennen sich vom Vater ihres Kindes aus einem „komischen Gefühl“ heraus. Das dient nun wirklich nicht als Grundlage für dieses Thema und Messlatte für die Beziehungsfähigkeit alleinerziehender Frauen (oder Männer).

        Auch halte ich es für eine Verallgemeinerung, dass man als Partner das Kind indirekt mitfinanziert. Meine Meinung ist hierzu, dass ich bestimmt keinen Partner wollte, der nicht mal eine Kugel Eis spendiert. Jedoch sehe ich keine Probleme darin, die Finanzen getrennt zu halten, wenn man das möchte. Getrennte Kassen und Wohnungen empfehle ich sogar, wenn keine gemeinsamen Kinder geplant sind.

        Selbstverständlich sollten immer die Kinder an erster Stelle stehen. Wie das der Einzelne aber umsetzt (Stichwort: für sich selbst sorgen, damit man gut für andere sorgen kann oder Helikoptermütter, schlechtes Gewissen an den Kindern aufarbeiten) und wieviel Ressourcen für Beziehungen zur Verfügung stehen (soziales Netzwerk, Job, Einsatz des anderen Elternteils), hängt doch sehr von jedem Einzelnen ab. Dass ein/e Alleinerziehende/r neben den Aufgaben des Alltags immer weniger Zeit haben wird, als eine alleinstehende Person, ist so. Da gibt es aber genügend Menschen ohne Kinder, die beruflich oder hobbymäßig so eingespannt sind, dass man ebenfalls hinten anstehen muss. Man sollte doch als erwachsener Mensch in der Lage sein, sich nicht mit einem Kind auf eine Stufe zu stellen. Es reicht doch, als Partner die Nummer Eins zu sein. Wenn man eine 24-Kuschel Beziehung möchte, ist das eher nichts mit einer Alleinerziehenden. Ich glaube aber, dass viele die Zeit mit dem Partner umso mehr genießen, wenn sie rar ist und dann auch sehr viel zu geben haben.

        Sie sagen es gibt Ausnahmen ihrer aufgestellten Regeln das Thema betreffend, gleichzeitig ist ihr Appell aber eindeutig „Finger weg von Alleinerziehenden Frauen“. Also lieber gar nicht erst schauen, was hinter der Fassade steckt und was möglich wäre. Es wäre doch sehr schade, wenn alle Alleinerziehenden bis die Kinder volljährig sind single bleiben sollten.

  9. Lily B. sagt:

    Liebe Männer, es wirkt als hättet ihr zu viele deprimierende Erfahrungen gemacht. Das hat wohl häufig mit jedermanns eigenen Beuteschema zu tun. Finger weg!-Ratschläge sind aber auch mehr als bequem. Trotzdem hoffe ich, ihr nehmt das nicht zu ernst. Denn ich fürchte, man kommt im Zusammensein mit Menschen nicht drumherum, sich zu jedem den man trifft eigene Gedanken zu machen. Einen Menschen anhand eines Merkmals (alleinerziehend) komplett durchschauen haben zu wollen ist ziemlich vermessen, so schwarz-weiß ist die Welt nicht. Die Kommentare dazu wirken leider ebenfalls ziemlich frustriert und nicht gerade intelligent. Also bitte: Unklare Menschen gibt es in jeder erdenklichen Form, dazu muss man nicht alleinerziehend sein. Ich bin übrigens auf den Beitrag geführt worden, weil ich eine Plattform für Singles mit Kind gesucht habe. Waidmanns heil! :)

  10. Sara sagt:

    finde den Rat allein erziehende Frauen grundsätzlich zu meiden, weil sie a) den falschen Partner gewählt und damit gestört sind und b) nicht an der Beziehung arbeiten wollen, ziemlich polarisierend und einseitig. Genauso könnte ich behaupten, man solle Männer grundsätzlich meiden, da sie a) egoistisch sind, weil sie keine Kinder wollen, oder b) verantwortungslos sind, weil sie Kinder mit Frauen bekommen, die ihnen dann vielleicht weglaufen könnten. Sich auf eine Partnerschaft einzulassen birgt immer ein gewisses Risiko, da spielen so viele verschiedene Faktoren und auch Dynamiken mit rein, dass kein Mensch behaupten kann, er wisse, wie es funktioniert. Da gibt es die aalglatte, perfekte Ehe, die schon nach einem Jahr scheitert, weil die Ansprüche derart hochgeschraubt sind, in unserer heutigen Zeit und die schrägen, ungesunden Ehen, die Jahrzehnte überstehen. Von außen kann man immer viel raten und erklären, aber trotz allem Wissen, dass wir heute besitzen, kann das nicht immer davor schützen zu Scheitern. In diesem Sinne, alles Gute!

  11. sissi sagt:

    sobald ein kind geboren wird müssen beide partner erwachsen werden sonst wird es schwierig. leider ist da auch immer etwas ungewissheit mit dabei denn entweder man wächst als mensch an der neuen aufgabe oder nicht, vorher kann man das nicht wissen. in meinem fall war es leider so dass dem mann das kind schon nach wenigen monaten zu viel wurde. er hat die herausforderung einfach nicht gepackt und das kleine vier monate alte baby sogar ein mal eine minute lang geschlagen – bis ich stutzig geworden bin („was sind das für komische geräusche aus dem nebenzimmer?“) und ihn gestoppt habe. niemals hätte ich gedacht dass er so schwach und bequem ist, im grunde hat er sich nur nach seiner freiheit und spass gesehnt. nachdem ich gegangen bin hat er auch schnell eine reiche, ungebundene frau gefunden und interessiert sich seither nicht mehr für das kind. also: anstatt verantwortung zu übernehmen hat er sich aus dem staub gemacht. nun bin ich alleinerziehend und muss ganz ehrlich sagen: solche herzlosen nur auf den eigenen „partnerschaftsvorteil“ fixierten männer wie euch würde ich gar nicht wollen :D wenn ihr alleinerziehende ausschließt verpasst ihr die wunderbarsten und stärksten frauen. aber damit wärt ihr eh überfordert glaube ich ;)

    • Dr. Jochen Konrad sagt:

      Liebe Sissi,

      gäbe es die letzten paar Zeilen in Ihrem Kommentar nicht, so wäre das ein richtig guter und wichtiger Kommentar gewesen. Leider aber geht es da gleich wieder in Richtung „tolle starke Frau“ und „egoistischer, kindlicher Mann“, der dann natürlich von der „starken“ Frau überfordert ist. Das kann zwar durchaus manchmal der Fall sein, aber ist meistens eben nicht die immer stimmende Wunderausrede. Das gilt ganz besonders dann wenn „stark“ für Dinge wie „egoistisch“ oder in vielen Fällen einfach „scheisse aber stolz darauf“ steht. Tolle starke Frauen wären ja fantastisch für Männer, aber leider steckt dahinter oft eine unerträgliche Mogelpackung. Daher darf man in den meisten Fällen die „überforderten“ Männer einfach als Männer sehen, die keinen Bock mehr auf Bullshit haben. (Kann natürlich bei Ihnen alles nicht stimmen, aber damit wären Sie in der Minderheit.)

      Ebenso wenig zieht das Argument, dass sich ein Partner plötzlich zu 100% in der Beziehung geändert hat. Meistens ist so eine große Sache wie ein gemeinsames Baby nur ein Verstärker von schon lange vorhandenen Charaktereigenschaften, und dann darf man natürlich immer nachhaken und fragen: WER hat sich denn jemanden mit zweifelhaften Charaktereigenschaften als Partner gewählt? Genau! Es fällt mir doch sehr schwer zu glauben, dass man von einem Idioten als Partner, der minutenlang ein Kleinkind schlägt (und dafür haben Sie ihn hoffentlich angezeigt), nicht weit vorher eine ganze Reihe von Warnzeichen erhalten hat.

      Gruß,
      Dr. K

  12. NM sagt:

    Kompliment Herr Dr.,
    als wenn Sie es schon selbst erlebt hätten ! Genau so läuft es ab, aber haargenau ! Und Leonadis hat es auch schon teilweise auf den Punkt gebracht und er kennt es nur vom Hörensagen, während ich es hautnah selbst erlebt habe.
    Sicherlich verläuft jede Trennung, Scheidung und eine neue Beziehung anders. Aber was Sie und Leonadis aufgezeigt haben, ist sehr realistisch und zutreffend.
    Diese Frauen sind geschädigt und werden keine erfolgreiche Beziehung mehr führen können. Sie entwickeln sich teilweise sogar zurück. Sozialer und moralischer Abstieg, Verantwortungs- und Pflichtgefühl gehen verloren. Sie bauen sich ihre eigene Welt auf, die mit der Realität gar nichts mehr zu tun hat. Lügen werden zur Wahrheit und ihre Wahrheit ist eine einzige Lüge. Der neue Partner wird niemals eine Hauptrolle im Spiel des Lebens von dieser Frau bekommen; selbst wenn die Kinder ihn als Vaterersatz anerkennen. Es kann sogar so weit kommen, dass dadurch Eifersucht in der Mutter geschürt wird, denn sie hat für ihre Kinder ja nicht mehr die Zeit und die Geduld. Ob unser Sozialstaat daran Schuld ist, weiß ich nicht. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir keinen richtigen Sozialstaat haben. Ich denke unsere Wegwerfgesellschaft ist mittlerweile so weit gediehen, dass es einfach keine Werte mehr gibt. Was verbraucht oder kaputt ist, wird nicht repariert, sondern weggeschmissen. Warum soll das für ein Familienleben, Ehe, Partner oder
    Kinder anders sein. Warum versuchen zu heilen, zu reparieren oder schlichten.
    Werfen wir es weg, das ist bequemer und alles und jeder ersatzbar.

  13. T sagt:

    Lieber Dr. K!

    wieder einmal ein sehr toller Beitrag, der sich im prinzip mit meinen eigenen Erfahrungen deckt! Ich wollte ursprünlich eine etwas größere Antwort für den anderen Blogeintrag schreiben (vielen Dank für die Antwort!), aber aus Zeitgrunden wurde da bisher noch nichts draus.

    Eine kurze Frage, kann es sein, dass der Link im Text (bei „Fehler“) falsch verlinkt ist?

    Ich glaube aber, obwohl sie hier primär über Single-Mütter sprechen, tätigen sie hier vorallem zwei fundamentale Aussagen, die glaube ich noch viel stärker allgemein gelten als nur bezogen auf Single-Mütter (Ich glaube, darüber alleine lohnt sich schon ein Blogeintrag):

    a) „hat sich aus einem unklaren Gefühl heraus von ihrem Partner getrennt“
    b) „Statt an der Beziehung zu arbeiten, etwas aktiv daran zu tun, hat sie sich für den schnellen Weg entschieden und sich getrennt“

    Ich glaube, dass ist eine wirklich wichtige Feststellung, dass Frauen dies generell häufig machen. Wir haben sie so erzogen dass sie generell perfekt sind und keine Fehler mehr machen. Um so weniger können sie ihr Verhalten reflektieren. Das „unklare Gefühl“ drückt das wirklich sehr gut aus, die chaotische Natur der Partnerschaften heute. Fast schon so wie „Zu jedem Zeitpunkt t kann eine Trennung aus keinen oder aus beliebigen Gründen folgen.“ Bei solchen Frauen ist es auch recht egal, ob der Mann ein Mann ist oder nicht. Viele Männer sind verzweifelt und werden zum „Schoßhündchen“, damit sie überhaupt noch bei Frauen landen. Das macht die Sache zwar nicht besser, aber vielleicht herrscht da auch Ergebnisgleichehit, wenn wir davon ausgehen das Frauen aus ihren Fehlern nicht lernen müssen (oder können).

    Da ich ja im anderen Blogeintrag auch schon auf die deutschen Frauen zu sprechen kam, habe ich einmal interessanterweise die Liste der Attraktivitätsmerkmale http://daserstedate.de/grundlagen/was-maenner-wirklich-wollen abgeglichen:

    1+2. Jugend und Gesundheit: Zählt dazu auch mentale Gesundheit? Ich würde mal sagen, dass hängt ebenfalls mit dem Äußeren zusammen.

    3. Treue: Nachdem was sie so neulichst geschrieben haben, (vgl. a+b), und ja, ich denke das ist inzwischen leider flächendeckend, eben aus den Gründen die ich in den oberen Absatz genannt habe.

    4. gute Muttereigenschaften: Hier greift dieser Blogartikel gut. Generell spricht ihr Blogeintrag ja schon Bände denn er fasst das wesentliche zusammen, und dazu gibt es nicht viel hinzu zu fügen. Wenn ich sehe, wie Frauen Kinder nur als Spielball ansehen, oder bei der Trenning noch die Begründung „Das Kind will es ja auch so!“ angibt, dann finde ich das schon fies, was man den Kindern antut ;-).

    Schönes Wochenende noch und vielen Dank für den Artikel!

  14. Leonidas sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Konrad,

    leider kann ich Ihnen in allen Punkten zustimmen. Das was sie da an Gedanken über alleinerziehende Frauen formuliert haben, geht auch mir in etwa so durch den Kopf. Ein Bekannter von mir war eine Zeit lang aktiv im Internet auf Partnersuche. Da bleibt es dann nicht aus, dass Mann auch auf alleinerziehende Mamis trifft. Mit diesen hat er mit die schrägsten Erfahrungen gemacht zB.: Nicht zum Date erscheinen, Kind zu früh mit in die Treffen mit einbeziehen, Ex Männer im Orbiter; wegen dem Kind, Stecher für das eine haben, etc. Nicht alle sind so, aber alleinerziehend ist nicht der Normalzustand. Ich glaube, da jetzt die 2. bis 3. Generation von Scheidungskindern auf der Partnersuche ist, sieht es heute so aus, wie es eben Aussieht. Viele Leute, Männer und noch mehr Frauen haben gebrochene Herzen, da sie die Trennung ihrer Eltern erleben mussten, ohne Vater aufwuchsen und dadurch nicht das Handwerkszeug für eine funktionierende Beziehung vermittelt bekommen haben. Unter anderem dadurch stürzen sich viel dann in destruktive Beziehungen wie Notbeziehungen um raus aus der Einsamkeit zu kommen, Freundschaft + und Mingle Dasein.
    So lange der deutsche Sozialstaat Alleinerziehende so unterstützt wie heute, wird sich daran nichts ändern. Bei einem Partner muss die Frau sich ja wenigstens ein bisschen mühe geben, damit die Beziehung läuft, während Vater Staat auch so den Unterhalt vorstreckt und beim Ex Mann eintreibt, sofern bei dem noch was zu holen ist. Ohne einen Sozialstaat in der heutigen Form gäbe es weniger kaputte Familien und Beziehungen, da beiden dann auch wirtschaftlich mehr auf einander angewiesen wären, so wie die letzen tausende Jahre Menschheitsgeschichte vorher auch.

    • Jane sagt:

      Der Kommentar ist zwar schon alt, aber ich kann das nicht so stehen lassen. „Solange der Sozialstaat Alleinerziehende so unterstützt wie heute…“. Es wird Zeit, dass sie sich informieren, bevor sie so etwas verfassen. Bei Alleinerziehenden liegt die Armutgefährungsgrenze bei über 30%. Es ist gewiss kein Zuckerschlecken. Unterhalt wird nur 6 Jahre lang und höchstens bis zum 12. Lebensjahr vorgestreckt (d.h., gerade wenn Kinder anfangen richtig teuer zu werden im Teenageralter, Ausbildung, Studium gibt es nichts mehr) und das ist gerade die Hälfte von dem gesetzlichen Mindestunterhalt, was der andere Elternteil zahlen muss (es gibt aber immer Mittel und Wege, das zu umgehen). Wenn ich aus Leichtsinn, oder in der Mehrzahl in vollem Bewusstsein, ein Kind zeuge, muss ich auch dafür aufkommen.
      Ich möchte behaupten, dass es früher weitaus mehr kaputte Familien gab und diese nur aus finanzieller Abhängigkeit heraus Bestand hatten.
      Vielmehr existiert ja wieder immer und immer mehr das Idealbild der Familie (viele Scheidungskinder wünschen sich nichts mehr als das), deshalb wird oft solange daran festgehalten, bis alle Beteiligten Therapiebedarf haben.

      • Dr. Jochen Konrad sagt:

        Liebe Jane,

        genau das ist ja mein Punkt: Da begeben sich Mütter ins sehr vielen Fällen bewusst in die Gefahr von Armut und allen dazugehörigen Schwierigkeiten. Das grenzt schon fast an Kindesmisshandlung – denn wer aus egoistischen Gründen (mag den Partner nicht mehr, hat keine Lust auf Beziehung, usw.) den Kindern die Chancen im Leben nimmt, ist einfach eine unmögliche Mutter und schadet dem Kind. Und um das geht es hier ja schließlich. Denn das Kind kann sich nicht aussuchen, was es in den ersten Jahren auf unserem Planeten so ertragen muss. Lebt es bei einer Mutter, die ALLES dafür tut, dass es später ein gutes Leben hat (also eine gute Ausbildung, gesunde Ernährung usw.), dann hat es Glück. Entscheidet die Mutter jedoch aus rein egoistischen Gründen, dass sie mit dem Partner nicht mehr so gern zusammenleben mag, dann handelt sie gegen das beste Interesse des Kindes. Sie ist also eine schlechte Mutter!

        Thema Sozialstaat: Auch das ist gerade mein Punkt – stellen Sie sich mal vor, es gäbe keinen Sozialstaat. Wie vorsichtig und wesentlich praktischer/vernünftiger/wirtschaftlich schlauer würden Mütter plötzlich handeln müssen? Da wäre auch die Partnerwahl eine völlig andere. Und obwohl es eine Armutsgefahr gibt, gibt es keine Gefahr, dass hier Menschen verhungern müssen. Die sind dann eben arm – aber überleben. Und das ist auch wieder mein Punkt: Selbst wenn es schlimm aussieht – der Sozialstaat ist da und hilft und gibt alleinerziehenden Frauen somit die Möglichkeit, Entscheidungen zu treffen, die dem Kind schaden. Keiner sagt, das wäre ein leichtes Leben.

        Für Ihre Behauptung, es gäbe weitaus mehr kaputte Familien, kenne ich keinen Beweis. Ebenso sollten Sie sich überlegen, wieso es denn so ist, dass Scheidungskinder sich eine gute Familie wünschen? Wo DAS wohl herkommt? Ob das nun automatisch in die Therapie führt, weil es da ein Idealbild gibt, wage ich auch zu bezweifeln.

        Natürlich können Kinder auch außerhalb einer Beziehung entstehen. Wenn diese dann aber allein mit einer sozial gefährdeten Mutter leben müssen, befinden sie sich also gleich von Anfang an in derselben Situation wie Kinder von Mütter, die den Vater verlassen haben. So eine Mutter muss also viel Zeit und unglaublich viel Geld haben, um dem Kind die Erziehung und das Umfeld zu geben, was es dringend braucht. Alles andere ist egozentrische Kindesmisshandlung.

        Wie Sie auch schon schön schreiben: „Es gibt sicher eine Menge Wiederholungstäter!“ GENAU! Und das Leben zeigt, dass Menschen eben so gut wie nie aus Fehlern lernen. Das bedeutet besonders für alles was zwischen Männern und Frauen abläuft. Also geht es nicht zu argumentieren „Leute SOLLTEN ja aus A, B und C lernen, drum stimmt es nicht was sie schreiben.“ Leute lernen so gut wie nicht. Und weil sie das nicht tun, sind wir wieder bei Handlungen/Entscheidungen angelangt die höchstwahrscheinlich wieder falsch getroffen werden – also gegen das Wohl des Kindes.

        Damit sind wir bei einem interessanten Punkt anbelangt: Vieles was Sie schreiben geht in Richtung „Naja, Sie haben für viele Fälle ja recht, aber es gibt auch Ausnahmen!“ Natürlich gibt es die. Aber wie mit den meisten Dingen, die ich hier im Blog schreibe, verhält es sich genauso: Zu allem gibt es Ausnahmen – negativ wie positiv. Es geht aber eher um Sachen, die für die überwiegende Mehrheit der Menschen wahr sind. Daher gehen meine Tipps auch eher in diese Richtung. Es macht einfach wenig Sinn, sich – in unserem Fall hier – für eine alleinerziehende Mutter zu interessieren, weil die Wahrscheinlichkeit (!) für große Probleme und eine Beziehung, die schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist, unglaublich hoch ist. Daher darf (!) ein vernünftiger Rat nicht sein: Schau Dir die für Dich gefährliche Situation mal genau an, denn da gibt es ja doch ne kleine Chance … Vielmehr MUSS ich raten: Lauf so schnell wie möglich weg, weil Du hier höchstwahrscheinlich Zeit, Geld, Nerven und den Glauben an eine funktionierende Beziehung verlierst – woanders hast Du wesentlich größere Chancen auf ein gutes Leben. Das ist also würde man einem Kind sagen: „Rauch nur so viel Zigaretten, wie Du kannst, Schatz. Du hast in der Schule sicher von unserem tollen Bundeskanzler Helmut Schmidt gehört – der hat auch geraucht wie ein Schlot und ist fast hundert Jahre alt geworden!“

        Beste Grüße,
        Dr. K

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