Die wichtigsten Online-Dating-Fallen – und wie man sie vermeidet (Teil 1)

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Loading... Immer mehr (erste) Dates werden im Internet verabredet. Auf diversen Singlebörsen tummeln sich inzwischen weltweit Millionen von Menschen – Online-Dating ist heute fast schon so normal wie „richtiges“ Dating geworden. Der ganzen Geschichte hängt zwar noch ein schlechter Beigeschmack an, denn ein ordentliches Date mit einer Frau oder einem Mann hat scheinbar mehr „Wert“ als eines aus dem Internet – aber das ist zum Glück nichts weiter als ein Vorurteil.

Ebenso sind die vermeintlichen „Gefahren“ – Vergewaltigung, Stalker oder gar Kannibalismus viel weniger Realität als uns das die Medien zu vermitteln versuchen. Es passieren jedoch oft die immer gleichen negativen Dinge bei Online-Dates, die man aber leicht vermeiden kann:

  1. Sie oder er sehen in Wirklichkeit ganz anders aus als auf dem Foto, das sie geschickt haben. Das liegt zum einen daran, dass Menschen oft wirklich anders aussehen als auf den Fotos, die sie von sich verschicken, zum anderen aber auch daran, dass man sich gerne besser (jünger, besser/vorteilhafter aussehend etc.) darstellt, als man wirklich ist. Meine Tipps hierzu:
    • a) Man sollte immer mehrere Fotos verlangen/von sich verschicken. Ausreden wie „ich habe leider keine Fotos von mir“, „meine Fotos habe ich gerade nicht hier“ oder „leider habe ich keine guten Fotos von mir“ heißen in Wirklichkeit: „Ich sehe nicht gut aus!“ „Ich habe etwas zu verbergen (das wirkliche Alter, eine schlimme Hautkrankheit, mein kleines Selbstbewusstsein, die 40kg Übergewicht, die ich in meinem Profil verschwiegen habe)“ oder auch einfach „Ich habe schon zu oft erlebt, dass man mir einfach nicht mehr zurückschreibt, wenn ich meine Fotos verschicke.“ Egal was davon der Fall ist, ich persönlich halte die Sache immer folgendermaßen: Kein Foto – kein Treffen! Das klingt hart, vermeidet aber die schlimmen Überraschungen – und wer hat denn schon wirklich jemals erlebt, dass plötzlich der Traumprinz/die Traumfrau erschienen ist, der/die einfach keine Fotos schicken wollte? Niemand!
    • b) „Kein Foto – kein Treffen“ gilt auch bei: Fotos die unscharf sind, Menschen die sich nur mit Sonnenbrille ablichten lassen, die nur Kinderbilder von sich schicken, die Zeichnungen oder verfremdete Fotos schicken, oder Fotos auf denen sie nicht einmal mit einer Lupe zu erkennen sind.
    • c) Fotos sind eine gute Chance seine männlichen/weiblichen Qualitäten zu präsentieren – und die sollte man auch nutzen: Ganz klar und ganz strategisch.
    • d) Sowohl Männer als auch Frauen sollten Fotos nicht überinterpretieren – wenn die Person nicht schlecht aussieht, so sollte man das eher als ein Stück Information betrachten, das erst dann zum Ausschlusskriterium wird, wenn es auch durch einen schlechten Charakter oder andere negative Dinge verstärkt wird.
    • e) Gerade für Frauen ist der vorherige Punkt immens wichtig: Außer in dem Fall, dass man wirklich nur einen bestimmten Typ Mann sucht oder einen richtig gut aussehenden Kerl für schnellen Sex will, der genau in ein bestimmtes Schema passt, sollte man lernen (übrigens auch im „richtigen“ Leben), das Aussehen von Männern immer nur so wie in Punkt d) beschrieben zu behandeln. Während für Männer das Aussehen von Frauen immens wichtig ist, so spielt das für Frauen nur eine untergeordnete Rolle.
    • f) Ist man sich nicht sicher, welches Bild einen guten Eindruck auf andere Menschen macht, so kann man sich z.B. bei Seiten wie http://www.hotornot.de/ schnell viele Meinungen einholen. Aber nie vergessen: Was die eine Person toll findet, ist für eine andere Person vielleicht schon ganz schrecklich.

Lesen Sie in Teil 2, was los ist, wenn sich jemand plötzlich nicht mehr meldet.
Lesen Sie in Teil 3, was man beim Online-Dating ganz allgemein beachten sollte.

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4 Kommentare zu Die wichtigsten Online-Dating-Fallen – und wie man sie vermeidet (Teil 1)

  1. Sten Berg sagt:

    Nicht wirklich. Wir beide haben eine Differenz mit der Quantität.

    Online-Dating fangen mit Tippen an. Hierbei wird selten die ganze Wahrheit niedergeschrieben. Das ist auch kein Problem, weil man sich ja gerade kennenlernt. Man kann niemanden dazu verpflichten, eine unbekannte Person sich ganz zu öffnen. Im Gegenteil, man kann jeden nur dabei unterstützen, dass der gegenüber erst das Vertrauen gewinnen muss.

    – In den Anfangsphasen, beim Tippen, hätte ich nie sagen können, ob diese Frau das Potential hätte, mein Herz erobern zu können.
    – Der nächste Schritt ist dann der Fototausch. Das ist schon relevant, denn das Aussehen spielt eine Rolle. Und zwar für beide Geschlechter.
    – Der nächste Schritt ist meist ein Telefonat. Auch wichtig…

    Und dann kommt der Treff. Obwohl viele Frauen die ersten drei Punkten meistern konnten, geschah doch recht häufig, dass ich nach diesem Treffen doch keine Interesse an der Frau hatte.

    Diese drei Punkte zu übertreiben konnte das nie ändern. Umso mehr Zeit die Frauen dafür investierte, umso mehr war dann auch die Enttäuschung der Frauen auf meine letzte und entgültige Entscheidung.

    Ein anderes Beispiel. Ein Freund von mir telefonierte mehrere Monate viele Nächte durch. Sah viele viele Fotos von der Frau. Er war sehr glücklich als es zum ersten Date kam. Danach wollte er sie nie wiedersehen. Sie war doch nicht sein Typ. Auf die Frau war er nicht böse oder sowas, denn sie hatte genauso, in der Betrachtung was Hinten rauskommt, unnötig viel Zeit verloren.

    Summa Summarum: Verlangt ruhig ein Bild oder Telefonat, aber übertreibt es nicht einfach. Ein Bild ist eine Momentaufnahme. Es gibt nun mal Bilder, die einen schöner aber auch hässlicher präsentieren. Aber auch viele Bilder werden nicht diesen Moment ablichten, denn die Person am Abend des Treffens sein wird.

    Btw. Wenn Personen ihren gegenüber so verarschen, dass sie Bilder ihnen senden, die sie aktuell nicht wirklich wiederspiegeln, dann brauchen sie sich nicht zu wundern, wenn der Verarschte sofort rumdreht und geht ohne ein Wort gesprochen zu haben.

    Ich bin seit zwei Jahren mit einer Frau zusammen, mit der ich nach dem ersten Dialog traf. Ohne viel geschiss. Sie war schon so erfahren genug, dass sie wusste, dass diese ganze Online-Dating-Rituale für den Arsch sind. Back to the roots: Wie ist die Person, der mir gefällt denn wirklich? Real, in lebendiger Form.

    Also nochmal: Wieso tausende Bilder sich schicken lassen? Wieso tausende Leute fragen lassen, wie toll die Person auf dem Foto ist? Wenn die Entscheidung dann eh nur mit dem Date steht oder fällt? Nach dem Date weiß man genau, wie die Person aussieht und die muss nur einem ganz alleine gefallen.

    • Dr. Jochen Konrad sagt:

      Hallo Sten,

      na da unterscheiden wir uns wirklich nicht sehr.

      Aber ich weiß nicht genau, wo ich schreibe, dass man sich tausend Bilder schicken lassen muss, oder irgendwelche „Online-Rituale“ zu durchlaufen hat.

      Sinn und Zweck von mehreren Bildern, Telefonaten etc. ist lediglich, die Spannung bis zum ersten Treffen aufrecht zu erhalten. Das geht damit einfach leichter.

      Auch wenn Sie mit einer Frau Glück hatten, die nach dem ersten Dialog schon bereit war, Sie zu treffen, so gilt das nicht allgemein … d.h. andere Menschen brauchen ein bisschen mehr Zeit, um Vertrauen aufzubauen. Daher helfen mehrere Bilder. Natürlich sind dann trotzdem beim ersten Treffen alle Karten neu gemischt. ;-)

      Viele Grüße,
      Dr. K

  2. Sten Berg sagt:

    Seien sie mir nicht böse, aber dem widerspreche ich und würde einfach nur einwenig NÜCHTERNHEIT empfehlen.

    Im Grunde muss man schreiben, ziehen Frauen häufig das erste Treffen in die Länge und das ist falsch. Denn man kann unendlichviele Bilder schicken und unendlich viel telefonieren, dass alles kann eben nicht die Realität(wird so genannt, damit wird aber das direkte Gegenübertreffen gemeint) ersetzen.
    D.h. im Grunde: Wenn das Foto und sein Sprachwesen interessant sind, dann wird es eben Zeit sich zu treffen. Denn nur dieser Treff entscheidet alles. Das Getippse, die Fotos und die Telefonate bestimmt nicht.

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