Das große Problem der deutschen Männer

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (28 Bewertungen, Durchschnitt: 4,75 von 5)

Loading... Nachdem ich in meinem letzten Blogeintrag so richtig gemein über die deutschen Frauen hergezogen bin, sind jetzt einmal die Männer dran. Das Problem bei den Männern in Deutschland liegt nicht beim Aussehen – nein, die meisten ziehen sich ordentlich an, sind gepflegt genug und haben in den letzten Jahren eine richtig positive Emanzipation durchgemacht. Der Besitzer eines Modeladens für Männer meinte zu mir: „Die Männer haben ein richtig gutes Körper- und Modebewusstsein bekommen. Die Zeiten wo ein Mann von der Frau oder gar der Mutter zum Kleidungskauf gezwungen wurde, sind endgültig vorbei!“

Das Problem ist ein anderes: Sie sind zu nett!

Aufgefallen ist mir das, als ich mit einer spanischen Freundin in Barcelona in einem Park saß und wir Fotos machten: Sie wollte sich ein bisschen besser platzieren und ein deutscher Mann bemerkte das. Um freundlich zu sein, hat er sämtliche Sachen eingesammelt hat sich mit einem wirklich netten Lächeln in eine andere Ecke verzogen. Ihr leicht ironischer Kommentar: „Deutsche Männer sind wirklich sehr nett!

Natürlich habe ich gleich alles daran gesetzt, zu ihr auf keinen Fall zu nett zu sein! ;-)

Nicht, dass an Nett sein etwas falsch wäre, denn das ist sogar eine ganz tolle Eigenschaft von Menschen. Das Problem dabei ist, dass Männer nicht mehr wissen, wie sie beim Nett sein auch noch männlich wirken! Ist man nämlich „nur“ ein netter Typ, so rutscht man sofort in die „Bester-Freund-Falle“ , aus der es kein Entrinnen gibt.

Die Frage ist also: Wie kann man nett sein (weil das schließlich zu einem guten Charakter gehört) und gleichzeitig attraktiv wirken?

Das ist gar nicht so schwer: Wir sind nett aus einer Position der Stärke heraus: Wir geben, wie im obigen Beispiel, nicht einfach so unseren Platz her und suchen einen anderen, nur weil eine Tussi Fotos machen will, sondern wir machen das mit einem kleinen Scherz: „Das kostet 2 Euro!“ (Übrigens eine der besten Antworten, wenn eine Frau nach etwas fragt, oder etwas haben möchte!) Dabei begehen wir aber nicht die typischen Fehler, die Männer im Umgang mit Frauen immer begehen – und vor allem erwarten wir dafür nichts von ihr! Wir werden auch nicht etwas hergeben, was uns offensichtliche Nachteile verschafft – dafür gibt es keinen plausiblen Grund! Ein Mann, der konstant Dinge aufgibt, weil er nett wirken will, erreicht nur zwei (fatale) Dinge:

  1. Er bekommt nur Nachteile für sich und sein Leben!
  2. Er wirkt dadurch völlig unmännlich!

Und das gilt es zu verhindern!

Die größte Klage der Frauen aus aller Welt ist nämlich: „Es gibt einfach keine richtigen Männer mehr!“ Damit haben sie völlig recht.

Es wird Zeit, dass Männer nicht mehr aus der schwachen Position heraus versuchen, bei Frauen zu landen. Ein echter Mann ist nicht unterwürfig nett-freundlich. Er ist wie Bruce Willis im „Fünften Element“ – nett, aber ein richtiger Mann!

Lesen Sie auch meine E-Books!

Für Frauen: Der ultimative Männertest
Ist ER Mr. Right?
Für Frauen: Der Weg ins Glück
Schritt für Schritt den Richtigen finden, verführen und behalten.
Auch als Hörbuch erhältlich.
Für Männer: Das große Dating 1x1 für Männer
Vom Ansprechen bis ins Bett oder zur Beziehung.
Für Männer: Der ultimative Psychotest für Frauen
Die Geheimwaffe fürs Date
Für Männer: Sex, Spaß, Beziehung
Selbstbewusst und souverän zum anhaltenden Erfolg bei Frauen
Auch als Hörbuch erhältlich.

Das könnte Sie auch interessieren:

18 Kommentare zu Das große Problem der deutschen Männer

  1. Roland sagt:

    Hallo, irgendwie gehen mir als Mann Gechlechterstereotypen am A. vorbei – vor allem wenn dabei alle Natürlichkeit verlorengeht und Männer sich regelrecht Verhaltensweisen antrainieren, die eigentlich gar nicht ihrem innersten Wesen und ihrer Natürlichkeit entsprechen.
    Ich selber würde mich als einen eher freundlichen, wohl auch sensiblen, gebildeten Mann bezeichnen. Ich empfinde mich mehr als ein Ich und definiere mich weniger durch meine Geschlechtszugehörigkeit, schon gar nicht über stereotype, als »männlich« empfundene Verhaltensformen (eine solche Orientierung empfinde ich als Korsett!). Es ist natürlich vollkommen richtig: Die Bad Guys kommen bei vielen Frauen besser an als die stillen, introvertierten, freundlichen – vor allem wenn es um sexuelle Abenteuer gilt. Jedoch habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich feste, befriedigende Beziehungen nur mit Frauen hatte, die auf das Mann-Frau-Getue keinen besonderen Wert legten, sondern vor allem das Individuelle im Mann anziehend und spannend fanden. Mir selber geht es umgekehrt auch so: Ich finde »kühle Frauen« null anziehend, meistens oberflächlich und oft auch narzisstisch. Hingegen finde ich Warmherzigkeit und Empathie bei einer Frau erotisch. Sexuelle Attraktivität bemisst sich in meinen Augen vor allem an der Intelligenz und Liebenswertigkeit einer Frau, das Körperliche finde ich eher sekundär. Meine eigenen Werte sind »Freundlichkeit«, Empathie und – ja auch – Bescheidenheit – und mir ist eigentlich schnuppe, ob dies für viele Frauen unmännlich ist oder nicht. Es gibt ja immer noch die anderen …

    • Dr. Jochen Konrad sagt:

      Lieber Roland,

      ich glaube Sie denken da ein bisschen wirr – und gleichzeitig sind Sie in Ihrem Bemühen die „Geschlechterstereotypen“ abzulehnen und sich anders zu verhalten, ganz anderen Stereotypen auf den Leim gegangen. Nämlich vor allem, dem dümmlichen Gedankengut des postmodernen Relativismus: Alles ist unklar und individuell und darf immer nur im Kontext der Situation neu ausgehandelt werden – klare menschliche Verhaltensmuster gibt es ja eigentlich gar nicht, denn wir sind ja alle Individuen … blaaaaaa. „Blaaaaaa“ deswegen, weil das einfach nur Geschwätz ist und mit der Realität nichts zu tun hat.

      Es ist ja KLAR, dass wir zum Teil von unserer sozialen Umwelt geprägt sind – zum anderen (und für „moderne“ Menschen recht unangenehm zu hören – recht großen) Teil eben von unserer Biologie und genetischen Vorprogrammierung geformt werden. Daher geht es der Wissenschaft „am A. vorbei“ – wenn Hobbypsychologen und pseudo-verständnisvolle Menschen Gegenteiliges behaupten, bzw. die biologische Komponente kleindenken wollen.

      Daher finde ich es oberflächlich und narzisstisch, wenn man die gängigen Stereotype in der Gesellschaft repetiert und sich danach das eigene Leben schön denkt: „Mann-Frau-Getue“ ist eben nicht reines „Getue“, sondern ein essenzieller Bestandteil zwischenmenschlicher Beziehungen. Das können Sie gerne ablehnen und als schlecht befinden – Tatsachen ändern Sie damit nicht. Sie machen sich höchstens das Leben schwer. Wenn Sie Ihr Denken nämlich schon in einem Kommentar so verteidigen müssen, dann wissen Sie ja selber, dass es eben noch kein wirklich stimmiges Konzept sein kann, wie Sie die Welt sehen wollen.

      Ein Mann der das „Körperliche eher sekundär“ und „Freundlichkeit“ und „Empathie“ SEXUELL attraktiv findet, und gleichzeitig hofft, dass dies zum Auswahlkriterium einer „guten“ Frau wird, der findet zwar ab und zu mal eine Freundin, aber attraktiv macht ihn das noch lange nicht – INSBESONDERE in den Augen einer Frau, die nicht „nur“ auf das Eine aus ist! ;-)

      Gruß,
      Dr. K

  2. aufmerksame bürgerin sagt:

    Das was sie denn sogenannten „Deutschmann“ geantwortet haben ist einfach nur noch verletzend für unattraktive Frauen.
    Jede Frau will doch denn Mann gefallen?!
    „Also hübsch bist du nicht aber hast einen ganz tollen Charakter“ Das ist das selbe wenn eine Frau zu einen Mann sagen würde“Du hast tollen Charakter und bist ganz nett aber leider nicht mein Typ wir können aber Freunde bleiben“

    Ich weiß wie sehr Männer diesen Satz hassen;-D

    • Dr. Jochen Konrad sagt:

      Liebe „aufmerksame Bürgerin“,

      schön, dass hier mal eine Frau erklärt, was das mit dem „Freunde bleiben“ auf sich hat.

      Nicht schön ist, der Smiley hinter dem letzten Satz.

      :-))

      Dr. K

  3. Mike sagt:

    Ja,.. aber Tatsache ist auch: es gibt auch keine richtigen Frauen mehr!

    Die Mehrzahl hat gänzlich „fast“ alle ursprünglichen weibliche Züge verschwinden lassen und Männliche Verhaltensmuster angenommen…

    ((Wenn man sich heutzutage mit einer Frau unterhält existiert traurigerweise kaum ein Unterschied mehr zum Mann…))

    Scheinbar ist hier ein Umkehrvorgang in Gange [MannFrau] …?!

    Definitiv ist das ganze einfach nur traurig, den wir alle machen es Uns gegenseitig immer schwerer.
    „Hauptsache der eine macht den anderen fertig“ (nicht das ich so handele, aber genau so beobachte ich es bei anderen im Alltag überall über dem Durchschnitt) & Respekt existiert ja im allgemeinen auch nicht mehr .

    Wo soll die Basis da herkommen ? Von Facebook :)

    Die Menschheit ist Sozial am Abgrund aber keiner will es sehen…

    Es muss nicht stimmen, allerdings wenn man das gesammte Vergleicht und mit der menschlichen (familiären + sozialen) Geschichte vergleicht scheint es so.

  4. Sten Berg sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Jochen Konrad,
    sie haben hier natürlich vollkommen Recht. Der zu nette deutsche Mann macht aber grundsätzlich einen gewaltigen Fehler: Er überlässt die Initiative der Frau mit einem roten Faden von A bis Z.

    Wartet also geduldig irgendwo bis er angesprochen wird, mit der Überzeugung, dass er einer Frau nur gefallen kann, wenn er ihr alle Wünsche erfüllt. Dementsprechend kommt von ihm keine Initiative.

    1. Frauen brauchen noch mehr Mut um einen Anzusprechen. Nicht alle, aber die meisten. Sie sind es auch nicht gewohnt, weil sie doch recht häufig angesprochen werden. Der Mann, der also brav irgendwo wartet, hat die Regeln dieses Spiels als gar nicht verstanden. Es ist nun mal das Kreuz eines Mannes, einen Korb vertragen zu müssen. Der Mann ist und bleibt nun mal das stärkere Geschlecht.

    2. In der Tat haben viele Frauen Angst an einen Langweiler zu geraten. Die Angst an einen Langweiler zu geraten kommt meist aus der Erfahrung. Einen, der das Leben eben nicht bereichert. Wenn ein Mann in der Beziehung Ideen reinbringt, aber auch mal auf die Wünsche der Frau sich einlässt, bereichert er natürlich das Leben der Frau(und von sich selbst). Initiative für ein schönes Zusammenleben kann nur von beiden Seiten kommen.

    Also irgendwie ist ja was gewaltig schief gelaufen in den letzten Jahrzehnten in Deutschland. Im Grunde könnte man doch sagen, dass das Ausland von einem Deutschen die Finger lassen soll. Die deutsche Frau weiß sich nicht mehr zu benehmen und läuft unmöglich rum. Weit entfernt von einem Wesen, das wie Licht Motten anzieht. Aber das brauchen sie auch nicht mehr zu sein, weil die Motten auch kaum noch den Mut haben, auf das Licht zu zufliegen.

    Mir fiel auch in den letzten Jahren häufig auf, dass viele deutsche Männer auf Ausländer neidisch sind: „Unsere deutsche Frauen wollen nur noch Ausländer haben…“ – Dass der Fehler bei ihnen lag, fiel ihnen nie auf. Meine Antwort darauf war immer. „Na ja, vielleicht ist die deutsche Frau mit dem Ausländer zusammen, weil der Ausländer sie gefragt hat. Hast Du sie gefragt?“ – Blicke mit Fragezeichen erntet man.

    Genauso fiel mir auf, wie viele Männer von der Emanzipation enttäuscht sind, da immer noch der Mann die Initiative zu ergreifen hat und die Frau komplett schwach und feige auf die Initiative des Mannes wartet. Tja, selbstschuld, dass man alles aus der Glotze glaubt.

    Der Macho wird inzwischen salopp auf zwei Arten von Männern übertragen.
    1. Korrekt ist ein Macho nur das Gegenteil von einem Softie!
    Ich war auch mal ein Softie. Der liebe Kerl, der ganz lieb auf Frauen reagiert. Mein Erfolg bei Frauen war bescheiden. Es gab sogar mal Momente der Depression.
    Allerdings war ich nie wirklich ein Softie. Ich war nur mal ein Softie Frauen gegenüber, weil es dem Zeitgeist entsprach. Der Übergang von Softie auf Macho ging schaltartig. Der Mann, der auch mal auf den Tisch schlägt, der die Initiative ergreift. Das wird und wurde auch immer von mir erwartet, weil ich eben ein stattlicher, kräftiger Mann bin. Von mir wurde immer erwartet, dass ich der selbstständige und selbstbewusste Problemlöser für alle Fälle bin. Am Anfang als junger Mann kam ich damit überhaupt nicht klar. Warum immer ich? Irgendwann wurde mir bewusst, dass ich körperlich vielen Menschen übervorteilt bin. Vor allem Kinder, ältere Menschen und erstrecht gegenüber den Frauen. Auch meine psychologische Belastung schlägt die der meisten Menschen bei Weitem. Bei vielen Alltagssituationen fiel mir dann auf, dass die meisten Menschen um meine Hilfe baten, aber ich auffallend seltener Hilfe benötigte. Dass ich körperliche und psychologische Belastungen nebenher erledigte, die vielen gar nicht gewachsen waren. – Ich konnte das erst mit zunehmender Alter erkennen, weil unsere Gesellschaft für diese Leistung keinen Respekt mehr zollt. Die wahren Meisterleistungen eines Mannes für die Gesellschaft werden heruntergespielt und abgetan. Solche Leistungen können Softies nicht bringen. Sie sind zu weich für so was und jede Frau schätzt es, wenn sie merkt, dass ihre Wahl der Partnerschaft in vielen Bereichen ihres Lebens eine Bereicherung darstellt, weil sie selbst, aus natürlichen Gründen, es als Frau der fehlende Mann in der Partnerschaft nicht kompensieren kann.
    Z.B. fordern MINT-Fächer nicht nur Intelligenz, sondern auch Zähe und Bissigkeit.

    2. Wird der Macho viel mehr als egozentrischer Hurenbock verstanden. Weit seiner eigentlichen Definition.

  5. Peter Jakob sagt:

    Hallo Adana, schön dass das von einer Frau kommt. Der deutsche Mann bekommt dieses „Umwerben“ von der Frau abtrainiert: „Übertreib nicht“; „Ich bin nicht schön“; „Schönheit liegt im Augen des Betrachters“ oder sonstige verbale Fingerschläge bekommt er zur Antwort.

  6. Aada sagt:

    Hallo,

    meines Erachtens ist „zu nett“ nicht wirklich das Hauptproblem der deutschen Männer und wenn dann doch nur, weil sie es ohnehin bloß vorspielen oder wirklich zu nett sind. Deutsche Männer haben die üble Angewohnheit schlecht über ihre Frauen zu reden und sie oftmals respektlos zu behandeln. „Umwerben“ ist ein Fremdwort für sie. Ein russischer oder lateinamerikanischer Mann würde sich nicht zurückhalten seine Frau jeden Tag wissen zu lassen, dass sie die Schönste und die Beste für ihn ist und das tragen diese Sorte Männer auch nach außen und zwar ohne das Schoßhündchen ihrer Frauen mimen zu müssen. – Aus weiblicher Sicht muss ich also dazu sagen: Da gibt Frau gerne alles an Mann zurück…und das jeden Tag. ;)

  7. Dieter sagt:

    Attribute wie „Nett“ sind nicht das einzigste Problem und Hinderniss, wenn man erfolgreich beim weiblichen Geschlecht sein will.
    Ich zb bin sicherlich auch „Nett“ aber sicherlich nicht in Form wie das Hündchen was sich an der Leine führen lässt von seim Weibchen. Also schon eher der „Macho“ Typ.
    Aber mein ganz grosses Problem in dieser Karriere orientierten Frauenwelt ist ein ganz anderer. Ich bin mit meinen nun 46 Jahren schon seit 12 Jahren Vollerwerbsunfähig, sprich Frührentner.
    Man sieht es mir äusserlich aber nicht an, ich komme bei Frauen auch an, aber wenn die Frage nach dem …“was machst du“ kommt, ist die Sache klar. Dann hast du hier einfach verloren. Die Frauenwelt schaut auch schon sehr danach, dass der zukünftige Partner „mit beiden Beinen im Leben steht“.
    Mann als Vollerwerbsunfähiger, sprich mit EU Rente die zudem nicht hoch sein kann? Das geht bei den meisten Frauen Garnicht, da kannst du aussehen wie James Deen, da kannst du alle Attribute eines richtigen Mannes mit bringen, dass nützt dir rein Garnix.

    Ich habe in diesen 12 Jahren deutlich zu spüren bekommen, welche Attribute Frauen noch wichtig sind, und zwar Geld. Hast du Nix, bist du nix, so einfach ist das meistens.
    Eine Frau hat mir das vor 6 Jahren zuletzt ganz deutlich gezeigt, nachdem ich ihr nach ca 4 Monaten gesagt hatte, über welches Einkommen ich nur verfüge. Ratet mal wie die Reaktion gewesen ist :-) ich hatte ihr das am Telefon damals gesagt, die untere Kinnlade von ihr habe ich selbst durch den Telefonhörer noch gehört. Und diese Beziehung, die ich aber wegen einer Anderen beendet habe dann, war ab dem Zeitpunkt schon erledigt.

    Bei der nächsten war es Anfangs etwas anders, aber nach 2 Jahren Fernbeziehung war ihr dann ihr Job( mein zu geringes Einkommen) dann doch wohl wichtiger wie meine Person. Gut das es nur eine Fernbeziehung gewesen ist…bei beiden Beziehungen die ich während der letzten 12! Jahre geführt habe.
    Es ergab sich bis dato bei mir was Frau angeht seit nunmehr 4 Jahren nichts mehr. Ich bemühe mich nach den letzten Enttäuschungen aber auch nicht mehr. Wenn man klar aufgezeigt bekommt, worum es vielen Frauen im Grunde nur geht, macht das auch herzlich wenig Sinn.

    Nett bin ich nur dann, wenn man mir nett begegnet, ansonsten bin und bleibe ich wie ich bin. Und wenn Frau dies nicht gefällt, ist das ihr Problem, nicht das Meinige. Und ich bin nicht der “ Was machst du Mann“ sondern einfach der Mann und Mensch der nach einer Partnerin gesucht hatte die mich so akzeptiert wie ich bin und vorallem was ich bin.
    Aber da ist man in diesem Land mittlerweile ganz auf dem falschen Posten.

    • Dr. Jochen Konrad sagt:

      Lieber Dieter,

      Ihre Geschichte ist natürlich ganz schön traurig – und Sie haben genau das zu spüren bekommen, was heute keiner aussprechen darf: Die weibliche Suche nach einem Parter, der finanzielle Sicherheit verspricht. In Ihrem Fall besonders deutlich, da Sie als Früh-Rentner ja auch noch automatisch die weibliche Hoffnung beenden, dass sich an der Situation noch etwas ändern wird – das ist schon eine richtig harte Sache und ein großer Hinderungsgrund. Im Wort „Rentner“ steckt einfach zu viel negatives. Das ist schon ein harter Brocken für jede potenzielle Partnerin. Und es zeigt, dass JEDER Mann eben doch der „Was-machst-du-Mann“ ist, und eben nicht einfach ein Mensch. Wir werden ständig bewertet – und von Frauen ganz klar in Sachen Einkommen, bzw. potenzielles Einkommen.

      Wie beim Attribut „nett“ ist aber auch das Frührentnerdasein nicht der einzige Grund, warum Frauen Männer nicht auswählen. Da gibt es noch eine ganze Reihe an Dingen, die dazu führen, dass man eben doch von Frauen attraktiv gefunden wird.

      Am Ton Ihres Kommentars lässt sich leicht ein Schwachpunkt in Ihrer sonstigen Attraktivität erkennen: Negative Lebenseinstellung! Besonders das „Nett bin ich nur dann, wenn man mir nett begegnet, ansonsten bin und bleibe ich wie ich bin.“ lässt mich doch ein bisschen aufhorchen: Sie sind also nur manchmal nett – spielen Nettigkeit sozusagen – aber meistens sind Sie gar keine nette Person, sondern nur ein depressiver Frührentner? Und „wenn Frau dies nicht gefällt, ist das ihr Problem, nicht das Meinige.“ Das meinen Sie doch alles nicht im Ernst, ooooder? Denn GENAU DAS ist IHR Problem – Frauen haben damit nur zweitrangig was zu tun. Sie schreiben (mal etwas anders formuliert): „Ich verhalte mich manchmal nett, aber meistens gerade noch angemessen und komme negativ und depressiv rüber, aber wenn das anderen Leuten nicht besonders gut gefällt und Frauen mich deswegen nicht mögen, dann sind die selber Schuld!“ Sind die nicht – genauso ist nicht das ganze „Land mittlerweile auf dem falschen Posten“. Immer wenn man etwas in der Richtung hört wie „die anderen liegen alle falsch, und nur ich bin der einzig normale oder gute Mensch“, sollten die Alarmglocken losschlagen.

      Natürlich können Sie sich jetzt herausreden und argumentieren „Mein Leben ist aber sehr schwer und ich habe schlechte Erfahrungen gemacht, daher muss ich negativ eingestellt sein!“ Das kann ich gut verstehen, und solche Dinge höre ich immer wieder. ABER wie schon oben gesehen: Das wird Ihre Situation nicht verbessern – eher im Gegenteil. Menschen (inkl. Frauen) werden Sie nicht plötzlich und nahezu grundlos mögen UND DANACH geht es Ihnen besser und Sie sind wieder positiv eingestellt. Es verhält sich genau anders herum: WENN Sie positiv eingestellt sind und es Ihnen gut geht DANN werden Sie von Frauen gemocht!

      Wie das geht? Sie haben hier mein Blog als Hilfe und sollten sich mein Buch „Sex, Spaß, Beziehung“ besorgen und an sich arbeiten – das hat schon vielen Männern aus ähnlichen Situationen geholfen.

      Viele Grüße und viel Erfolg bei den Frauen,
      Ihr Dr. K

  8. alexandra sagt:

    hallo ihr beiden,

    brilliante ausführung.

    lieben gruss von alexandra

  9. deutschmann sagt:

    Hallo Herr Dr. Konrad,
    ich kann Ihnen nicht das Gegenteil beweisen, aber ich möchte eine weitere Möglichkeit hinzuziehen, warum der Macho bei äußerlich attraktiven Frauen erfolgreicher ist.
    Aus meiner männlichen Sicht stelle ich diese Frage:
    1. Was ist eine „kühle Blonde“ und was macht Ihre Attraktivität aus?
    Jetzt mal ehrlich: Ist die Frau attraktiv weil sie blond ist oder weil sie kühl ist? Genauer gefragt: Würde eine nicht attraktive Frau attraktiv wirken, weil sie kühl ist? Natürlich nicht.
    Die Antwort muss lauten: „Blond“ steht hier nur für „äußerlich attraktiv“. „Kühl“ steht für „abweisend“ und „anspruchsvoll“.
    Mal bei einer richtig äußerlich attraktiven Frau landen zu können wäre doch mal etwas ganz tolles. Wenn diese Frau auch noch nett ist, dann kann es nicht besser sein.
    Warum sind nun sehr gut aussehende Frauen kühl?
    Ganz einfach: Weil sie es sich leisten können.

    Und genau das trifft auf Machos zu. Sie sehen gut aus und können sich aus diesem Grund Sachen erlauben, die ich mir niemals erlauben würde, weil ich nur durchschnittlich aussehe. Deshalb wird einer wie ich niemals ein Macho sein, weil er mit dieser Masche gar keinen Erfolg haben würde.

    Keine Frau würde behaupten, dass sie einen gutaussehenden Mann haben möchte, der ihr ab und zu eine knallt. Aber es gibt wohl immer noch genug Frauen, die sich lieber ab und an von einem Mann schlagen lassen wollen und sich hier und da betrügen lassen wollen, als dass sie mit einem Mann zusammen sein wollten, der langweilig sein könnte.

    • Dr. Jochen Konrad sagt:

      Hallo,

      ich denke, Sie sind der Sache da schon ganz gut auf der Spur. Die „kühle Blonde“ ist einfach ein Beispiel für eine abweisend aussehende, physisch attraktive Frau. Sie kann sich das „kühl sein“ leisten, weil Sie einfach mit ihrem guten Aussehen das wieder ausgleichen kann, was sie offensichtlich mit dem Charakter nicht an Attraktivität zeigen kann. Denken Sie einfach an die vier Punkte, die eine Frau attraktiv machen: jung, gesund, treu, gute Muttereigenschaften. Da punktet so eine Frau einfach nur in den ersten beiden Kategorien – aber mal ehrlich, welcher Mann steht denn wirklich auf „kühle“ Frauen? Wir erlauben das unserer Blonden nur, weil sie eben gut aussieht. Manch ein Mann wird durch so ein abweisendes und arrogantes Auftreten vielleicht ein bisschen angespornt, sich anzustrengen, aber die meisten Männer haben da keinen Bock drauf.

      Wie Sie richtig sagen – die kühle Blonde kann sich das Kühlsein leisten, oder hat sich das einfach mit der Zeit angewöhnt, weil sie gar nicht nett sein muss (Männer stehen sowieso auf sie) und weil sie damit auch die ständigen, täglichen Anmachversuche erheblich enschränken kann. Mit so einem kühlen Auftreten, wird sie nämlich nur noch von attraktiven Männern (also den mutigen, aggressiven mit hohem Status) angesprochen, die sie sowieso lieber haben möchte.

      Das heißt im Umkehrschluss auch, dass physisch unattraktive Frauen dringend bei den Punkten „treu“ und „gute Muttereigenschaften“ punkten müssen, um attraktiv gefunden zu werden. Die kleine Dicke mit dem unglaublich lieben Charakter ist genau aus diesem Grund für Männer attraktiv – und meiner Meinung nach wesentlich glücklicher als die „kühle Blonde“. ;-)

      Bei den „Machos“ (ich nehme mal an, Sie meinen hier die attraktiven Brad-Pitt-Typ) schaut die Sache ein bisschen anders aus, denn da kommt es weniger auf das Aussehen an, als auf die innere Einstellung. Ein selbstbewusster, arroganter Mann muss überhaupt nicht gut aussehen und kann von Frauen locker als attraktiv empfunden werden. Somit ist er ein ganz anderer Fall als die „kühle Blonde“, die nur das Glück hat, dass sie – noch – gut aussieht. Der nette, freundliche und langweilige Mann, ist einfach nicht so spannend, und wenn er zusätzlich nicht gut aussieht – was bleibt denn da noch dran für eine Frau?

      Sie können auch ein Macho sein, das ist nur eine Frage der inneren Einstellung – aber offensichtlich wollen Sie das nicht. Denken Sie aber nicht „ein Typ wie ich kann so nicht sein“ – Sie können alles sein, was Sie wollen. Gerade als Mann können Sie das.

      Die Sache mit dem Schlagen ist wie das „Kühlsein“ bei der Blonden – niemand will so etwas (außer psychisch geschädigte Personen), aber manchmal wird das eben in Kauf genommen, weil da einfach andere Punkte noch stärker wirken.

      Viele Grüße,
      Dr. K

  10. Dax sagt:

    Sara,

    ich finde es ja schön, dass es Frauen wie Dich gibt, kann aber Hr. Dr. Konrad aus eigener Erfahrung nur zustimmen. Ich bin groß, sportlich, gepflegt, mit Job, sehr beliebt bei Frauen (und zwar bei den Freundinnen meiner Freunde), laut deren Aussage auch durchaus attraktiv und – nett! Und wegen letzem Attribut auch der einzige und immer wieder langjährige Single in meinem ganzen Bekanntenkreis.

    • Dr. Jochen Konrad sagt:

      Lieber Dax,

      Sie beschreiben da ein ganz typisches Männerproblem – und sind damit überhaupt nicht allein auf der Welt! Die gute Nachricht daher: Sie müssen nur an einigen Kleinigkeiten in Ihrem Verhalten Änderungen vornehmen, und schon ist das Problem gelöst. Sie dürfen sogar nett bleiben – nur muss die Nettigkeit aus einer männlichen Sicherheit heraus kommen, die man sich antrainieren kann. Sie finden dazu in meinem Blog eine ganze Reihe Tipps, mit denen Sie daran arbeiten können.

      Ich drücke die Daumen,
      Ihr Dr. K

  11. Sara sagt:

    Hinzufügen kann ich halt für mich nur: Ich mag halt einfach nette Sensibelchen mit grossen Hundeaugen… ;-) Ich könnte mich nie in einen Mann verlieben, der vom Charakter her nicht, wenn er sehr traurig ist, mal weinen kann. Ich verstehe aber Ihre Argumente schon, nur ticke ich halt anders, als die meisten Frauen, wie es scheint bei dem Thema. Wenn sich jemand nur „einschleimt“, dann ist dies keine Geschlechter-Frage (männlich oder nicht) sondern eine Persönlichkeits-Frage. Unehrlichkeit ist unsexy so oder so…

    Liebe Grüsse

  12. Sara sagt:

    Für mich kann ich Ihnen hier gänzlich widersprechen. Scheinbar gefällt vielen Frauen der Macho-Typ, wundern sich dann aber, dass sie nicht dies bekommen von dem Mann, dass sie sich eigentlich gewünscht hätten. Ich finde freundliche und sensible Männer sehr anziehend und attraktiv. Ein Mann ist für mich nicht ein Mann durch ein affanartiges Gorillagehabe. Leider denken dies die Männer aber offensichtlich, aber vielleicht bin ich da eine Ausnahme. Jedem Topf sein Deckel!

    • Dr. Jochen Konrad sagt:

      Liebe Sara,

      es ist natürlich schön zu lesen, dass Sie freundliche und sensible Männer anziehend finden – da muss ich Ihnen aber sagen, dass das eine Grundvoraussetzung ist, die eigentlich von jeder Frau zu erwarten ist, die ernsthaft einen Partner sucht.

      Wenn Sie meinen Artikel nochmals durchlesen, werden Sie nirgends einen Hinweis darauf finden, dass Männer ein „affenartiges Gorillagehabe“ an den Tag legen müssen, um bei einer Frau zu punkten. Der sensible und freundliche Mann sollte es einfach nur lassen, seine Freundlichkeiten und Sensibilität dazu zu nutzen, um bei einer Frau irgendetwas zu erreichen – beispielsweise Anerkennung zu bekommen, Sex, Liebe, oder sonstige Dinge.

      Ein Macho ist nur deswegen erfolgreicher bei Frauen, weil er genau dieses Verhalten nicht zeigt. Er biedert sich nicht an. Leider ist er nicht gerade erfolgreich in Sachen Sensibilität und Freundlichkeit – wenn Frauen jedoch abwägen welchen Typen sie lieber haben, so wird der männliche Macho mehr Erfolg bei Frauen haben, als das nette Sensibelchen, das mit großen Hundeaugen versucht, sich bei ihr einzukratzen.

      Mehr ist dabei eigentlich nicht gemeint. Nett ist super und sehr attraktiv – aber nur, wenn es ehrlich und ohne Hintergedanken gemeint ist.

      Gruß,
      Dr. K

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *