Das Dilemma der Karrierefrau

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Loading... Oft bekommen wir zu hören, dass Karrierefrauen große Probleme haben, den richtigen Partner zu finden, oder Kinder und Partnerschaft für die Firma aufgeben müssen und nicht unter einen Hut bringen können, oder allein sind, obwohl sie gerne einen Partner hätten. All dies ist richtig. Natürlich gilt das nicht für alle Karrierefrauen, jedoch für einen ziemlich großen Teil davon. Wieso eigentlich?

Hier kommen verschiedene Aspekte zum Tragen:

  1. Eine Frau, die Karriere macht, konzentriert sich auf die Karriere, und lässt gerade am Anfang ihrer Karriere andere Wünsche unbeantwortet. Interessanterweise sind für viele junge Frauen Partnerschaft und Kinder nicht einmal mehr ein wichtiger Wunsch im Leben. Siehe auch diesen interessanten Artikel in der Zeit. Verschärft wird das Ganze noch durch gesellschaftliche Trends. Siehe hier meinen Buchtipp in diesem Artikel. Das ändert sich spätestens dann, wenn die berühmte biologische Uhr immer lauter zu ticken beginnt, bis man sie nicht mehr ignorieren kann.
  2. Ist man relativ weit in der Karriere fortgeschritten, so hat man das Problem, dass man, je höher man aufsteigt, nicht nur in der Firma weniger Freunde und Bekannte besitzt, sondern auch noch so viel Status aufgesammelt hat, dass immer weniger Männer mithalten können. Da Frauen sich jedoch eher solche Männer wünschen, die höheren Status als sie besitzen, macht dies immer weniger Männer für sie attraktiv. D.h. hier wird die Auswahl an Männern immer und stetig kleiner.
  3. Schaut man sich die Sache aus der Sicht der Männer an, so wird auch die Karrierefrau für immer weniger Männer attraktiv. Sie besitzt hohen Status (höher als der eigene, und Status ist ja eigentlich Männersache) und ist damit weniger attraktiv, oder ein bisschen krasser ausgedrückt – man(n) hat richtig Angst vor so einer Frau. Die Eigenschaften einer attraktiven Frau, umfassen nämlich recht wenig, was eine Karrierefrau an sich hat – oft sogar im Gegenteil. Siehe hier Dinge wie Gesundheit (siehe auch die Berufskrankheiten wie Burnout etc.) oder
  4. Jugend. Da hat sich eine Frau dem heutigen gesellschaftlichen Druck gebeugt, Karriere gemacht und sogar geglaubt, dass sie hier etwas richtig und gut gemacht hat, konnte in diesem ganzen Stress gar nicht bemerken, wie einer der wichtigsten Faktoren in Sachen Attraktivität immer mehr verloren ging – die Jugend. Das geht in zwei Richtungen los: Verpasste Chancen und weniger Möglichkeiten „Beziehung“ zu üben, und (was bei Frauen besonders fatal ist) die immer kleiner werdende Menge an verfügbaren Männern: Nicht nur diejenigen, also die gleichaltrigen und jüngeren, die einen nicht mehr attraktiv finden, sondern auch noch diejenigen, die sie gar nicht mehr kennenlernen kann, weil ihr Dinge fehlen, wie beispielsweise ein aktiver großer Freundeskreis, Schul-/Uni-Partys etc.
  5. Ein ganz gemeiner Punkt ist auch die Tatsache, dass sowohl Wirtschaft als auch Gesellschaft versuchen, Männer und Frauen gleich zu machen. Viel schlimmer noch: Sie wollen Frauen einreden, man käme mit männlichen Attributen und Verhaltensweisen beruflich weiter, als mit weiblichen. Das bedeutet, dass gerade Frauen auf dem Karrierepfad immer mehr „vermännlicht“ werden – in Sachen Kleidung, Körpersprache, Strategien oder im Umgang mit anderen Menschen. So etwas lässt man nicht locker abends am Schreibtisch liegen, sondern nimmt dies auch mit in das Privatleben.

Ich persönlich finde gerade den letzten Punkt schon fast gefährlich – dazu aber mehr an anderer Stelle.

Ist also für Karrierefrauen alles verloren? Natürlich nicht. Die oben genannten Punkte sind natürlich ziemlich hart, je mehr man sich als Frau jedoch bewusst wird, wo man hier steht, umso besser kann man seine Strategie anlegen, um doch den richtigen Partner zu finden, Kinder zu haben und diese Seite des Lebens mit einzubeziehen. Hier geht es vor allem um zwei Punkte: Die Balance zwischen Familie/Freizeit, Beruf und Gesundheit hin zu bekommen, UND sich der Tatsache bewusst zu werden, dass man eine Frau ist, die ganz bestimmte Qualitäten und Bedürfnisse besitzt, die sie allesamt zu einer richtigen (d.h. weiblichen) Frau machen.

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6 Kommentare zu Das Dilemma der Karrierefrau

  1. anna sagt:

    Guten Tag

    Ich wollte Sie fragen, was Sie zum Bildungsunterschied in einer Beziehung meinen. Genauer gesagt, wenn die Frau studiert und der Mann (älter als die Frau) „nur“ eine Lehre abgeschlossen hat und schon arbeitet. Kann das gut gehen oder ist das langfristig nicht gut? Ich bin ein wenig überfordert, da jemand interessiert ist und ich darauf reagieren soll…

    Danke im Voraus und Gruss

    • Dr. Jochen Konrad sagt:

      Liebe Anna,

      da würde ich mir keine großen Gedanken machen – wir sind als Gesellschaft inzwischen weit genug, um solche Unterschiede verdauen zu können. Wenn ER Interesse an Ihnen zeigt, dann hat er – zumindest im Moment – damit gar keine Probleme.

      Viele Grüße,

      Dr. K

  2. Nichthausfrau sagt:

    Mir (als Frau, die sehr gut ausgebildet ist und einen guten Beruf hat), leuchtet ja nicht ein, warum Sie sich solche Gedanken um das „Wohlergehen“ der sogenannten „Karrierefrauen“ machen. Diese wollen ja vielleicht gar nicht Ihre Hilfe, eben weil sie überhaupt nicht auf der Suche nach der Art Mann sind, die Sie beschreiben (mir zB graut es vor dem typischen deutschen „Hausfrauensucher“ und wenn ich nur die Wahl zwischen ihm und niemandem habe, nehme ich gern letzteres). Aber klar, es geht Ihnen bloss darum Ihre Bücher hier zu verkloppen – nicht umsonst in jedem Artikel mindestens zwei Hinweise darauf. Auweia.

    • Dr. Jochen Konrad sagt:

      Liebe Nichthausfrau,

      na da hat jemand aber ganz schön stereotype Vorstellungen von bestimmten Arten von Männern und Frauen und was diese voneinander denken und wollen. ;-)

      Aber klar, Ihnen geht es ja nur darum, Ihre Meinung zu geigen und den eigenen Lebensstil zu verteidigen – warum eigentlich?

      Schön, dass Sie Karriere machen und aus reiner Freude und Menschenliebe zur Arbeit gehen und auf keinen Fall, um dort Geld zu verdienen – dann ist es auch verständlich, wenn Sie mir vorwerfen, ich würde versuchen „nur“ Bücher zu verkaufen.

      Auweia.

  3. Yrsa sagt:

    Schade, doch keine Seite zu der ich zurückkehren möchte, trotz des interessanten Artikels zu den Karrierefrauen.
    Vulgaritäten in Form des Leserbriefes von HalliHallo brauche ich nicht.

  4. HalliHallo sagt:

    Sehr geehrter Herr Dr. Konrad,

    ich bin öfters hier auf der Seite und lese mir Ihre Artikel durch. Was mich aber etwas stört, ist der Umstand, dass eine Karrierefrau für viele Männer eben auch nicht erstrebenswert ist uz nicht (wie immer und immer wieder unterstellt) aus Angst vor starken Frauen (ich kanns nicht mehr hören), sondern, weil mich „soft-skills“ an einer Frau einfach anziehen. Wenn mir eine Frau signalisiert ich wünche mir Nachwuchs, sei für mich und unsere Kinder da, dann bin ich das auch kompromisslos. Aber ich erwarte dann im gegenzug, dass meine und nicht die feministisch erlaubten Ansprüche befriedigt werden, die sich jenseits sexueller Befriedigung bewegen.

    Wie ist eine gemeinsame Planung mit Kindern möglich, wenn jeder sein Ding macht. ich stelle mir zB. vor, dass meine ach so tolle Karrierefrau, dann ein Angebot in einem anderen Bundesland annehemen, weswegen man umziehen muss. Oder sie ist so dermaßen angespannt, dass sie mich einfach nicht befriediegt etc pp (das kann man noch ausführen)…

    Ich wage die These: Für Männer sind die meisten Karrierefrauen nichts, weil sie sich in vielen Fällen als Verlustgeschäft herausstellen (niemand soll mir hier zum Verhängnis machen, dass ich von Geschäft rede; gemeint ist einfach reziprozität). Und Männer und Frauen unterscheiden sich nunmal im Mittelwert in ihrem Wesen. Mir geht keiner dabei ab, wenn meine Frau zB Ärztin ist. Mir geht aber einer ab, wenn sie geile Titten hat und sich liebevoll um ihre Familie kümmert.

    Bin ich jetzt ein frauenhasser oder Frauenunterdrücker?

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