Generation Waschlappen

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Loading... Immer öfter findet man Artikel in den Medien, in denen sich Männer sich – ziemlich schlaumeiernd und scheinbar moralisch gut abgesichert – abfällig über ihre Geschlechtsgenossen lustig machen, wenn diese etwas männliches veranstalten, wie beispielsweise einer schönen Frau hinterher zu schauen, Computerspiele zu spielen oder viel Sport im Fernsehen zu sehen. Das war eben erst zu beobachten, als sich ein Schwafelartikel (http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/vettel-und-die-gleichberichtigung-a-1035459.html) darüber lustig machte, dass sich der böse Rennfahrer Vettel erlaubte, einen Scherz darüber zu treiben, wie sehr ihm doch die Boxenluder fehlten, als diese einmal nicht da waren.

Da nimmt sich ein Mann (Vettel) also heraus, öffentlich zu bekennen, dass er gerne schöne Frauen anschaut – die auch noch zu genau diesem Zweck eingestellt wurden. Das wirklich Schlimme dabei: Ein anderer Mann (der Autor des Artikels) repetiert feministische Propaganda und fühlt sich dabei auch noch überlegen. Das kann natürlich nur eine Strategie sein, um – aus welchen Gründen auch immer – bei den Feministinnen zu punkten oder der politischen Ausrichtung der jeweiligen Zeitschrift gerecht zu werden. Leider jedoch geht die Sache für beide Geschlechter nach hinten los:

Im eigentlich grundsätzlich wichtigen Bemühen darum, allen Menschen unabhängig vom Geschlecht die gleichen Rechte zukommen zu lassen, findet hier eine ständige Diskriminierung der Männer statt: Der Mann als gieriges, sexgesteuertes Monster. Statt sich auf die wirklichen Rechte beider Geschlechter und deren Durchsetzung zu konzentrieren, wird gegen Männer Stimmung gemacht: Der Mann als Täter, Aggressor, als das Schwein, das Frauen nur zum Objekt macht. Obwohl Vettel in unserem Beispiel nur gesagt hat, dass ihm diese Frauen gut gefallen. Frauen übrigens, die sich offensichtlich gegen den Job in der Bäckerei oder als Atomphysikerin entschieden haben und genau wussten, dass Angeschaut- und Begehrtwerden essenzieller Bestandteil dieser Arbeit sein wird. Die sich übrigens auch nicht darüber beschweren. Das übernehmen dann ganz andere, die mit der Sache nichts zu tun haben, und denen wichtiges Grundwissen in Sachen Männer und Frauen fehlt.

Wie es wirklich um die Sexobjekte bestellt ist, habe ich ja schon beschrieben. Dass sich Männer jedoch inzwischen für ihr Interesse an attraktiven Vertreterinnen des anderen Geschlechts schämen oder gar entschuldigen sollen, ist jedoch eine ganz neue Dimension.

Hier die Fakten: Männer und Frauen haben aneinander großes Interesse. So hat uns die Natur erschaffen. Frauen tendieren dazu, aus wissenschaftlich leicht erklärbaren Gründen, ihr Interesse zu verschleiern. Männer hingegen dürfen dies ganz klar und deutlich zeigen – schließlich sind sie es, die im Werben um Frauen die aktive Rolle übernehmen müssen. Dies ist selbst in unserer modernen und aufgeklärten Welt immer noch so – unabhängig davon, was Medien, Politik und FeministInnen predigen. Es wird von Männern immer noch erwartet den ersten Schritt zu tun; und auch die vielen weiteren kleinen Schritte. Männer, die dies nicht tun, werden von Frauen weniger beachtet und für weniger attraktiv gehalten – insbesondere von den Frauen, die sich darüber beschweren, wenn Sie von einem Mann angesprochen werden. Interessanterweise meistens nur dann, wenn dies Männer sind, die sie für weniger attraktiv halten. (Soviel zur Sache mit den bösen Männern, die Frauen angeblich zum Sexobjekt machen.)

Manche Männer meinen jedoch, dass sie mit einer Strategie Erfolg haben werden, bei der sie sich auf die Seite der Frauen stellen. Dann wird behauptet, es wäre völlig egal, ob sich eine Frau schön zurecht macht, ob sie sich schminkt und gut anzieht, übergewichtig ist oder nicht, usw. Schließlich kommt es ja nur auf den guten Charakter an, nicht wahr?

Alles Lüge!

Der wahre Grund, wieso Männer sich so verhalten, ist ein lächerlich kleines Selbstbewusstsein, mangelndes Wissen über sich selbst und Frauen im Allgemeinen und eine unerträgliche Blauäugigkeit und Naivität, wenn es darum geht, das eigene Verhalten und Ideen darüber, wie die Welt zu funktionieren hat, an der Realität zu überprüfen.

Natürlich ist es leichter, schwach und unterwürfig aufzutreten, als selbstbewusst und männlich. Hört und liest man zu viel Gleichstellungspropaganda und hört darauf, was einem andere Leute darüber erzählen, wie man mit Frauen umzugehen hat, dann ist es wesentlich einfacher, sich entsprechend dieser Vorgaben zu verhalten, statt dem eigenen Bauchgefühl zu folgen und sich darüber schlau zu machen, wie die Sache zwischen Männern und Frauen wirklich abläuft.

Das Ergebnis: Eine ganze Generation von Weicheiern, Waschlappen und Softies! … die übrigens vom anderen Geschlecht auch nicht für sonderlich attraktiv gehalten werden.

Sie sind ein Mann und gerade richtig stinksauer, oder haben zumindest ein ziemlich ungutes Gefühl im Bauch? Dann gehören Sie in die Kategorie Waschlappen, die ich hier beschreibe! Keine Angst, denn das ist höchstwahrscheinlich nicht Ihre Schuld – die Gesellschaft hat sie zu solch einem waschlappigen Weichei gemacht. Es liegt nun an Ihnen, etwas dagegen zu tun. Hier werden Sie gerettet!

 

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6 Kommentare zu Generation Waschlappen

  1. Tom sagt:

    Ich bin ein Mann. Das wird sich nie ändern. Ich achte Leistung. Daher achte ich Frau Dr. Merkel und Frau Roth eben nicht.
    In meiner Jugendclique war der Frauenbeauftragte der, der dafür sorgen musste, dass genug attraktive Mädels auf unseren Partys waren.
    Zu den „modernen“ Frauen – ich beachte die einfach nicht. Ich brauche die auch nicht. Mir gefallen sie auch nicht. Und was sie sagen, ist mir egal. Und die Typen, die denen hinterher laufen – die verachte ich.
    Es gibt genug tolle Frauen – hier widerspreche ich Ihnen. Man muss sie nur sehen. Und dass darunter viele Italienerinnen oder Frauen aus dem früheren Ostblock oder Asiatinnen sind – mir egal.
    Ich gehe lieber mit einer hübschen, femininen und intelligenten Asiatin aus und lasse mir von irgendwelchen Grünen nachsagen (direkt sagt mir so etwas nie jemand, ich sehe ziemlich stark aus) ich hätte mein Mädel aus dem Katalog – als dass sich diese Asiatin fragt, warum bitte ein Tom mit einer widerwärtigen Grünen ausgeht.

  2. Mathias sagt:

    „Sie können ein Dirndl auch ausfüllen“, soll Rainer Brüderle ein knappes Jahr zuvor an einer Hotelbar zur Journalistin Laura Himmelreich gesagt haben, als plötzlich der „Stern“ die Geschichte der Redakteurin Himmelreich, die sich von Brüderle offensichtlich sexistisch belästigt fühlte, veröffentlichte.

    Dieser Vorfall wurde sogar ausführlich in der Gesprächsrunde „Günther Jauch“ ausdiskutiert, mit der Frage, ob Rainer Brüderle sich – wohlgemerkt, nach fast einem Jahr – dafür entschuldigen müsse.

    Was sagen Sie als Kulturwissenschaftler dazu?
    Das ist doch ein ganz anderes Kaliber als jenes von Sebastian Vettel, nicht wahr?

    • Mathias sagt:

      Hier habe ich sogar noch eine Webseite dazu gefunden:
      http://daserste.ndr.de/guentherjauch/aktuelle_sendung/gaeste3729.html
      und
      http://daserste.ndr.de/guentherjauch/rueckblick/sexismus113.html
      Mich würde Ihre Meinung dazu als aus kulturwissenschaftlicher Sicht doch sehr interessieren, Herr Konrad.

      • Dr. Jochen Konrad sagt:

        Lieber Mathias,

        zum Teil habe ich das ja schon hier beantwortet: http://daserstedate.de/allgemein/was-genau-ist-ein-shitstorm-und-was-das-mit-der-modernen-frau-zu-tun-hat

        Schaut man sich die Definition von „Sexismus“ mal auf Wikipedia an, liest man folgendes: „Als Sexismus wird die auf das Geschlecht (lat. sexus) bezogene Diskriminierung bezeichnet.“

        Da saß also ein alter Sack (Brüderle) an der Bar und sah eine attraktive junge Frau. Seine Reaktion: Die will ich am liebsten gleich mit auf mein Zimmer nehmen, mal schauen wie ein idiotischer, plumper Spruch bei ihr ankommt. Ganz grundsätzlich hat hier ein Mann eine Frau erkannt, war zu blöd dazu, eine erfolgreiche Anmachstrategie zu entwickeln und hat etwas absolut unwirksames gesagt. So einfach ist das. Da ging es nicht darum, die Frau zu unterdrücken oder ihr irgendwelche Nachteile zu verschaffen. Da ging es rein darum, Gene weiterzugeben. Da der alte Sack keine Ahnung hatte, wie das wirklich geht – hat offensichtlich meine Bücher nicht gelesen – hat das nicht funktioniert.

        Was hat aber die junge Frau draus gemacht? Statt die Sache zu erkennen, wie sie ist und das mit einem coolen Spruch abzutun, die Augen zu Rollen und zu denken „So ein doofer alter Sack!“, hat sie sich entschlossen eine ganze Kampagne zu starten – eleganterweise zu einem machtpolitsch sehr interessaten Zeitpunkt. Wie Ihr Link fragt: „Wo fängt der Sexismus an?“ Sicherlich nicht dort an der Bar. In diesem Fall wurde Sexismus falsch ausgelegt und instrumentalisiert – zum Machtgewinn, zum Schaden eines anderen, für Popularität, usw. Das passt sehr gut in unsere Zeit, in der sich Frauen in einer Opferrolle sehen, die in den meisten Fällen nicht vorhanden ist.

        Das ist nicht meine Meinung als Kulturwissenschaftler, denn dazu müsste ich viel zu viel lesen und mich in die Materie tiefer einarbeiten, sondern meine Meinung als Betreiber dieser Seite – keine Angst, ich arbeite gerade an einem Buch zu diesem Thema. :-)

        Beste Grüße,

        Ihr Dr. K

        • Mathias sagt:

          Ist die falsche Auslegung des Sexismus bzw. feministische Propaganda ein rein deutsches Phänomen?
          Da Sie beruflich und privat viel in der ganzen Welt herumkommen, können Sie da bestimmt etwas zu sagen. :-)

  3. Thomas sagt:

    Hallo Herr Dr. Konrad,

    sie haben mit Ihrem Kommentar völlig Recht. Ich persönlich kann auch nichts daran finden, meine eigene männliche Identität zu verleugnen um micht einzuschleimen beim weiblichen Geschlecht. Mal ehrlich, die Frauen durchblicken so ein Geschleime sowieso.

    Und Männer die Frauen nicht für sexuell attraktiv halten, stehen wohl nicht auf Frauen.

    Sich selbst zu verleugnen ist unnatürlich und unauthentisch. Es beweist eine schwache Psyche.

    Der Feminismus schreitet weiter voran. Mit Ihm sinken die Geburten der Frauen.
    Religion, die die Geburtenrate beinflusst wird auch nur noch selten ausgeübt. Das hat zur Folge, dass sich das Problem der deutschen Gesellschaft in den nächsten 100 Jahren langsam in Luft auflösen könnte, sollte sich nichts ändern.

    Fazit: Am Ende gewinnt die natürliche Selektion.
    Verhalten gegen die Natur hat auf lange Sicht keine Chance.

    Schöne Grüße

    Thomas

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