Schluss mit der ewigen Selbstkritik

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Loading... Das ist das aktuelle Titelthema der Frauenzeitschrift „Brigitte“ Putzig, nicht wahr? Ebenso wie das unglaublich schlechte Buch „Ich bleib so scheiße wie ich bin“ – Menschen bekommen hier den „guten“ Rat, jegliche Selbstkritik aufzugeben und einfach so weiter zu machen, egal wie scheiße sie sind oder sich fühlen.

Das passt natürlich in unsere Zeit, in der wir derart beschäftigt damit sind, unser Leben zu organisieren, dass wir einfach keine Zeit mehr für uns selbst haben. Wir wissen, dass wir einige Dinge im Leben haben, die einer Verbesserung bedürften – von der Diät, über die Art, wie wir andere Menschen behandeln, bis hin zu eindeutigen Charakterschwächen. Etwas daran zu ändern ist jedoch mit Zeit und Aufwand verbunden – und das geht „natürlich“ nicht. Daher freut es viele Menschen, wenn sie die Erlaubnis erhalten, einfach nichts mehr tun zu müssen. „Ich bin scheiße, aber das ist schon ok so!“ Ist es nicht.

Ist man nämlich scheiße, so ist man scheiße! … und das ist nicht ok!

Einerseits wirkt sich das schlecht auf unsere Umwelt aus – auf andere Menschen und die Beziehungen die wir zu ihnen pflegen. Was ja gar nicht so schlimm wäre, denn dann wären wir einfach schlechte Menschen, mit denen kaum jemand etwas zu tun haben will. Auf der anderen Seite haben wir jedoch ständig Zweifel an uns selbst, denn wir wissen ja, dass wir scheiße sind – und egal wie sehr wir anderen gegenüber behaupten, das wäre völlig in Ordnung (so sind wir eben!): Das komische Gefühl im Bauch will einfach nicht verschwinden … und wir finden uns weiterhin scheiße!

Egal wie sehr wir nämlich vor anderen und uns selbst versuchen, unser beschissenes Dasein zu verbergen und zu verschleiern – oder über Rechtfertigungen aus Zeitschriften oder den Medien darin bestätigt werden – unser Bauchgefühl sagt uns da etwas ganz anderes.

Hier die Wahrheit über Menschen, die scheiße sind:

  1. Keiner mag solche Menschen.
  2. Solche Menschen mögen sich selbst nicht – daher verringern sie automatisch die Wahrscheinlichkeit, gemocht zu werden.
  3. Egal was die Medien solchen Menschen raten: Es ist nicht ok, scheiße zu sein!
  4. Sämtliche Ausreden dieser Menschen, sind nur dafür da, sich nicht ändern zu müssen.
  5. Solche Menschen nerven sich und ihre Umwelt und tragen aktiv dazu bei, das jeweilige soziale Klima nachhaltig zu vergiften.

Wieso das alles auf einer Seite zum Thema „Dating“ und „Beziehungen“? Die offensichtlichen Auswirkungen habe ich schon erwähnt. Was jedoch weniger offensichtlich ist: Für Frauen ist es sehr attraktiv, wenn ein Mann an sich arbeitet – sich also ständig verbessern möchte und dies auch aktiv angeht. „Schluss mit der ewigen Selbstkritik“ bedeutet daher nicht weiter als „Schluss mit dem Attraktivsein!“ Dies gilt etwas abgeschwächter auch für Frauen.

Kein Mann hat Lust auf eine Frau, die nicht positiv und glücklich wirkt. Wer mies gelaunt ist, kann selbstverständlich einen Mann für ein bisschen Sex abbekommen. Männer können erstaunlich viel ertragen, wenn am Ende des Abends Sex als Belohnung herausspringt. Wirklicher Erfolg bei Männern sieht jedoch ganz anders aus. Wer scheiße ist, darf sich also nicht wundern, warum sich Männer nicht mehr melden!

Daher nochmal ganz deutlich: Wer scheiße ist, braucht sich über die Konsequenzen nicht wundern, und sollte dringend beginnen an sich zu arbeiten!

PS: Ich mag mein Blog, weil ich hier so oft „scheiße“ schreiben darf, wie ich will! Finden Sie scheiße? „Ich bleib trotzdem einfach so scheiße wie ich bin!“ ;-)

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2 Kommentare zu Schluss mit der ewigen Selbstkritik

  1. Lena sagt:

    Perfektionismus ist aber nochmal ne andere Sache! Weder Mann noch Frau sollten sich unter Druck gesetzt fühlen sich für andere Menschen zu verändern, vor allem was das Äußere angeht.
    Und darauf wird in der heutigen Zeit sehr wohl geachtet (wobei ich mich frage, ob es tatsächlich wichtiger als früher ist, oder ob sich nur die Ideale ändern). Gerade Essstörungen werden immer häufiger, bei Männern und Frauen und z.B. Magersucht geht mit einem starken Perfektionismus auch auf die eigene Person bezogen einher (nicht nur dünn und schön, auch schlau, liebenswert, ruhig, höflich, beliebt) und einer Abwertung des Selbst, sowie der Einschränkung auch sexueller Bedürfnisse und dem Gefühl wertlos zu sein und „weniger“ werden zu ,müssen, gleichzeitig aber mehr zu leisten.
    Scheiße darf nicht so wörtlich genommen werden. Es geht um Selbstbewusstsein, Ich-Integrität, Stärke, und Akzeptanz der eigenen Person, mit Fehlern, Macken und jeder Menge Scheiße, die aber menschlich und liebenswert machet.

  2. Maria sagt:

    Hallo Dr. Konrad, Sie haben natürlich mit Ihrem Artikel völlig recht, Personen die sich nie in Frage stellen und nicht an sich arbeiten sind Sch…
    Ich habe auch das erste Buch von Frau Niazi-Shahabi „Nett ist die kleine Schwester von Sch…“ gelesen und muss sagen ich habe sehr oft befreit gelacht. Es geht Ihr letztendlich darum es nicht jedem rechtmachen zu wollen und seine Persönlichkeit zu festigen. Der Brigitte Artikel handelt davon das Frauen oft zu harte Selbstkritik üben und sich von pathologischem Perfektionis muss lösen sollen, wie z.B. täglich vor einem Spiegel mit 10-facher Vergrösserung zu sitzen und Mitesser zu suchen.
    Schön das Sie mal wieder etwas veröffentlicht haben, es sind immer interessante Anregungen dabei.
    Gruß
    M.B.

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