Muss man(n) Frauen unterhalten?

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Dabei gibt es eine falsche und eine richtige Art des Unterhaltens. Hier die falsche: Er geht zu einem Date und überrascht sie mit einem großen Strauß roter Rosen (würg(!) – nicht nur mein Gewürge, sondern internes und nicht entdeckbares Frauengewürge), beim Abendessen im teuren Restaurant spielt er den netten und lockeren Alleinunterhalter, den Pausenclown. Er merkt, dass das nicht sonderlich gut ankommt und sie immer mehr das Interesse verliert – daher versucht er noch netter zu sein, noch lustigere und viel interessantere Geschichten aus seinem Leben zu erzählen. Sie berichtet beiläufig, dass sie bald in eine neue Wohnung ziehen wird, worauf er sich sofort als Fahrer anbietet. Sie schweigt – er versucht noch durch Fragen über ihre Arbeit Konversation zu machen. Danach gehen sie ins Kino und später bringt er sie nach Hause und hört den Spruch „Wir können gerne gute Freunde sein!“ Natürlich wird er ihr später beim Umzug helfen. Sex kriegt er niemals.

Hier die richtige Version: Er gibt Bescheid, dass er zu IKEA gehen möchte um einen Tisch für seine Wohnung zu kaufen. Sie holt ihn ab, und darf sich seine Wohnung kurz anschauen, weil er gerne Ihre Meinung zum neuen Tisch hören möchte. Auf dem Weg zu IKEA fällt ihm „zufällig“ ein, dass es gleich um die Ecke sein Lieblingseis gibt. Sie machen einen Stopover und sie merkt, dass er dort viele Bekannte hat, die ihn mögen und mit denen er scherzt und viel Spaß hat. Sie wird von allen gut und freundlich aufgenommen. Bei IKEA suchen die beiden einen Tisch, finden aber auf dem Weg zu Tischabteilung viele andere Dinge, mit denen sie viel Unfug machen: Spielen im Kinderzimmer, Streiten in der Küche, wer den Abwasch macht – und als er ihr eine ganz tolle Lampe zeigen möchte, nimmt er ihre Hand, führt sie dort hin, und lässt die Hand wieder los. Sie finden ein paar tolle Tische, diskutieren welcher der richtige sein könnte – auf dem Weg nach Hause halten sie in einem Supermarkt an, weil er vorgeschlagen hat, man könnte doch den Tisch gemeinsam mit einem von ihm gekochten Abendessen (Spaghetti, nichts besonderes) einweihen – aber nur, wenn sie auch beim Abwasch hilft und den Müll rausträgt. Nach einem (gar nicht ernst gemeinten) Streit vor dem Weinregal berührt er zufällig ihren Arm und schaut ihr einen Tick zu lange in die Augen. Sie haben Spaß beim Aufbauen des Tisches, essen und trinken Wein, beim gemeinsamen Geschirrspühlen küssen sie sich das erste mal – sie bleibt über Nacht.

Ein meilenweiter Unterschied: Die erste Geschichte zeigt das Date eines typischen „netten“ Mannes – der unsichere Waschlappen, der keine Ahnung hat, was auf einem Date passieren muss und wie man richtig mit einer Frau spricht und umgeht.

Die zweite Geschichte ist die eines Mannes, der selbstsicher ist und verstanden hat, dass er die Verantwortung für das Date hat – er nimmt sie (vor allem im übertragenen Sinne) bei der Hand und führt sie durch einen interessanten Tag. Er nimmt sie mit auf ein Abenteuer (auch wenn das nur Shopping bei IKEA ist) und schafft dabei die Unterhaltung, die den Tag für sie nicht langweilig macht. Er ist locker und hat Spaß, hört ihre Meinung und behandelt sie gut – aber ohne irgendetwas zu erzwingen, in einer lockeren Atmosphäre. Die Situation scheint sich ganz natürlich zu entwickeln, aber nichts davon war wirklich reiner Zufall. Er wusste genau worauf es bei einem Date ankommt und wie man eine Frau richtig unterhält.

Kann das jeder Mann? Natürlich. Kann man das lernen? Natürlich. Dazu habe ich ein ganzes Buch geschrieben.

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4 Kommentare zu Muss man(n) Frauen unterhalten?

  1. Thomas sagt:

    Hallo Herr Dr. Konrad,

    die richtige Art des Unterhaltens finde ich interessant. Ich frage mich aber, wie ich eine Frau dazu bekomme mit mir einzukaufen, wenn sie mich nicht kennt. Selbst wenn ich bei einigen Frauen etwas anderes als einen Cafe trinken vorschlage, wird gesagt, dass sie lieber eher eine Cafe trinken wollen, maximal spazieren gehen. Weder darten, noch Minigolf, Billard oder sonstige Aktivitäten werden gerne angenommen für ein erstes Date. Wobei ich das schon cooler finde. Aber Frauen lassen sich ja heute auf nichts mehr ein und investieren in nichts, weil der nächste Typ schon wartet.

    Schöne Grüße

    Thomas

    • Dr. Jochen Konrad sagt:

      Lieber Thomas,

      ich denke, das muss auf eine ganz andere Art geschehen: Wenn eine Frau merkt, dass das in Richtung „Date“ geht, dann wird sofort das Dateprogramm im Kopf abgefahren, und da ist sofort „zuerst gibt es mal das Interview im Café“ an erster Stelle. Dort muss man sich dann so darstellen, dass man den nächsten Schritt „verdient“. Daher sollte es schon von vornherein im Unklaren bleiben, was überhaupt los ist: Will der Typ ein Date? Ist er interessiert oder nicht? Und da kann man dann „Ich geh morgen zu IKEA, kannst gerne mitkommen“ anbringen. Ein „War nett sich mit Dir zu unterhalten – hast Du Lust auf nen Kaffee morgen?“ ist da viiiieeel zu deutlich.

      Leider haben Sie sehr Recht mit „investieren nichts“ – aber ich glaube nicht, weil der nächste Typ schon wartet, sondern weil Frauen vermuten/hoffen/glauben, dass der nächste Typ schon wartet. ;-)

      Beste Grüße,
      Ihr Dr. K

      • Thomas sagt:

        Hallo Herr Dr. Konrad,

        wenn ein Mann eine unbekannte Frau fragt, ob sie mitkommt zum einkaufen, muss man doch nur 1+1 zusammenzählen und weiß bescheid. Nur weil er es nicht deutlich sagt? Wie kann man das nicht durchblicken? Tut mir leid, ich kann das nicht nachvollziehen. Ich hätte jetzt nicht gedacht, dass Frauen so dogmatisch denken.

        Schöne Grüße

        Thomas

        • Dr. Jochen Konrad sagt:

          Lieber Thomas,

          natürlich fragt der Mann die unbekannte Frau nicht aus dem Blauen heraus, ob sie zum Einkaufen mitkommt. Das ergibt sich aus dem Gespräch. D.h. man leitet das im Gespräch so, dass hinten etwas wie „ich gehe morgen sowieso zu IKEA, komm doch mit!“ rauskommt. Natürlich (!) ist da klar, dass der Mann Interesse hat, aber eben mindestens eine Stufe weniger klar als bei „Du gefällst mir, lass uns mal einen Kaffee trinken gehen!“ – und DAS ist ein riesiger Unterschied. Es macht einfach viel mehr Spaß und wirkt viel interessanter, wenn man vieles offen lässt und sich die Dinge scheinbar natürlich entwickeln. Wäre das nicht so, so könnten wir ja auf jede Frau zugehen und fragen „Ey, Sex? Morgen? 20 Uhr?“, aber so funktioniert das eben nicht. ;-)

          Beste Grüße,
          Dr. K

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