Warum Männer vor schönen Frauen Angst haben

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Loading... Ein Leser wollte folgendes wissen: Wieso haben Männer Angst davor, Frauen anzusprechen – und ganz besonders große Angst bei Frauen, die sie besonders attraktiv finden? Natürlich lag er mit dieser Frage genau richtig: Uns Männer beeindruckt auf der ganzen Welt die weiblich Schönheit und kann uns auch so richtig aus der Bahn werfen! Je schöner die Frau, umso größer ist auch die Angst, hier den ersten Schritt zu unternehmen!

Zunächst lässt sich diese Sache leicht aus der Evolution heraus erklären: Eine „schöne“ Frau – also jung, gesund, glänzendes Haar, der richtige Körperbau etc. – verspricht den besten Fortpflanzungs- und Überlebenserfolg. Man kann seine eigenen Gene mit den bestmöglichen mischen, und hat dann auch noch eine gute Chance, dass die junge gesunde Frau auch noch lang genug am Leben bleibt, um dann die gemeinsamen Nachkommen sicher zu versorgen und aufzuziehen.

Man(n) hat also an so einer „schönen“ Frau auch das höchste Interesse und erleidet automatisch den größten Misserfolg, wenn man es nicht schafft, sie zu „bekommen“!

Gleichzeitig haben die wirklich – bei Frauen und auch sonst im Leben – erfolgreichen Männer weniger Ängste vor einem Korb, da sie eine wesentlich größere Auswahl an Frauen haben, und eine besonders schöne zwar etwas besonders Gutes ist, aber sie auch wissen, dass die nächste richtig schöne gleich um die Ecke ist und man bei dieser neuen Frau sowieso gute Chancen hat. Das bedeutet nicht, dass die Angst vor dem Korb hier ganz ausgeschlossen wäre, aber zumindest ist sie stark reduziert.

In der Angst vor dem Korb drückt sich zusätzlich auch eine ganz andere Sache aus: Der Status-Frust. Denn wird ein Mann nicht einmal von einer unattraktiven Frau als Partner gewählt, so wird ihm durch diese Wahl ganz klar ein niedriger Status in der Gesellschaft zugewiesen! In den Zeiten in denen unsere Gehirne sich so ausgebildet haben, dass dort eine große Angst vor Zurückweisung eingebaut wurde, hatten wir nämlich ganz andere Zustände in der Gesellschaft: Es war allen Mitgliedern unserer kleinen und überschaubaren sozialen Gemeinschaft ganz klar, wer welche Position in der Hierarchie inne hatte – und je weiter man hier die Grenzen nach oben zu überschreiten versuchte, umso höher waren die Strafen für dieses Fehlverhalten: Vom Ausgelachtwerden bis zum Tod! D.h. auch in der heutigen Zeit, in der wir keine schlimmen Konsequenzen mehr für das Überschreiten vorhandener Statusgrenzen befürchten müssen, und uns kaum noch jemand auslacht, wenn wir einen Korb bekommen, diktiert uns unser Gehirn ganz andere Gefühle!

Man kann hier also zwei Mechanismen erkennen: Derjenige Mann, der mit höherem Status diesen durch das Gewähltwerden seitens einer attraktiven Frau sogar noch weitere Statuspunkte erhält und für noch mehr Frauen sogar noch attraktiver wirkt, und dabei auch im Rest der Gesellschaft Statuspunkte sammelt. Und genau das Gegenteil: Der Mann, der immer wieder bei Frauen abblitzt, gerät in einen negativen Teufelskreis, der zu noch weniger Selbstbewusstsein und noch weniger Erfolg bei Frauen führt.

Was also tun?

Nicht aufgeben! Wertet man jeden Korb nicht als persönliches Versagen, sondern als Lehrstück in Sachen Frauen – vor allem als Lektion darin, was funktioniert und was nicht funktioniert – so kommt man mit jedem Korb seinem Ziel ein Stückchen näher. Je mehr man vorher an seinem Status und dem richtigen Auftreten gefeilt hat, umso eher kommt man auch zum Erfolg.

Die ganze Sache mit dem Ansprechen von Frauen ist übrigens kein Kunststück oder großes Geheimnis – wen das interessiert, der darf gerne einen Blick in mein neues Buch werfen!

Aus den hunderten Emails meiner Leserinnen weiß ich auch ganz genau, wie frustriert so manche Frau ist, dass er sie nicht anspricht. Daher empfehle ich Frauen ganz allgemein ein bisschen aktiver zu werden und die Ängste der Männer zu verstehen und ernst zu nehmen. So mancher tollen Frau ist hier schon ein richtig guter Mann entgangen, der sich einfach nicht traute den ersten Schritt zu machen!

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5 Kommentare zu Warum Männer vor schönen Frauen Angst haben

  1. Thomas sagt:

    Hallo Herr Dr. Konrad,

    ich habe es noch nie geschafft in einem Date oder Gespräch eine Frau von mir zu überzeugen, wenn ich nicht vorher mit ihr getanzt habe. Dann ging es komischerweise. Ich kann auch nichts aus Körben lernen, egal wie ich es versuche, es geht immer schief. Jedes mal, wenn es nicht klappt bin ich enttäuscht und wütend.

    Ich frage jetzt manche Frauen überhaupt nicht mehr, weil ich häufig das Gefühl habe, sie haben kein Interesse an mir, weil sie nichts fragen, nicht antworten online oder sonstiges. Auf Spielchen habe ich kein Bock.

    Ich halte mich für durchschnittlichen Typen, bin etwas überdurchschnittlich groß, verdiene etwas überdurchschnittlich Geld, bin überdurchschnittlich dick und mache 3-4 mal die Woche jeweils 2 Stunden Sport.

    Aber eine vernünftige Frau finde ich nicht.

    Schöne Grüße

    Thomas

    • Dr. Jochen Konrad sagt:

      Lieber Thomas,

      leider erleben Sie da die ganz normale Welt, in der Männer normalerweise ihre Zeit verbringen: Ständige Körbe und Absagen. Haben Sie sich denn mal durch mein Buch gearbeitet? Das dürfte doch schon ganz gut geholfen haben.

      Ansonsten: Wenn es nur durchs Tanzen klappt, dann müssen Sie einfach mehr Tanzen gehen. :-) Klingt blöd und einfach, macht aber Sinn: Die Sache verfolgen und ausbauen, die klappt, andere Strategien ändern oder verwerfen!

      Viele Grüße,

      Ihr Dr. K

  2. Herbert sagt:

    Ich kann mich Ihrem Text nur anschließen… bei mir war es so: Bis zu meinem Abitur war ich extrem schüchtern und frustriert – naja die typische Mischung halt! Nichts klappte, denn ich habe mich ja auch wie ein völliger Idiot benommen.

    Dann habe ich irgendwannmal als ich mal wieder wie so oft auf dem Tiefpunkt war beschlossen: So kann es nicht weitergehen! Und habe bei der nächsten Gelegenheit all meinen Mut zusammengenommen und die schönste Frau in meinem Bekanntenkreis angesprochen. Zu meiner unglaublichen Überraschung wollte sie sich mit mir treffen und bei diesem Treffen landeten wir sogar gleich im Bett! Die Sache war aber, dass ich eigentlich gar nicht in sie verliebt war, so wurde daraus nichts längeres, aber wir sind dann noch lange befreundet gewesen. Sie hat mir aber viel über das Leben beigebracht, gerade aus Frauenseite und mir verraten, dass gerade schöne Frauen manchmal sogar neidisch auf weniger schöne sind, weil die viel mehr von den Männern umschwärmt sind (warum: Siehe oben!)

    Daraus habe ich gelernt: Immer die Schönste ansprechen (natürlich nicht mit „Willst Du Sex“, sondern vernünftig). Sofort! So unglaublich oft habe ich auch gar keinen Korb bekommen, obwohl ich nicht aussehe wie Brad Pitt – aber ich kann witzig und schlagfertig sein, das ist ja lt. Ihrer Liste ja auch wichtig.

    Und die allerschönste und Netteste habe ich geheiratet…

  3. Rockidoggy sagt:

    Unsere Realität ist das Ergebnis unserer Glaubensätze bzw. Überzeugungen, Gedanken und Vorstellungen. Bildhaft gesprochen: Für den Einen ist das Glas halbleer, für den Anderen ist es halbvoll. Körbe können weder töten noch verletzen, Worte sind Schall und Rauch. Es kommt einzig auf die Betrachtungsweise an: Der eine sieht „den Korb“ als weiteren Schritt zum Erfolg, der Andere sieht darin die Bestätigung seines Mißerfolgs.

    In diesem Zusammenhang fällt mir das Gleichnis des Engländers ein, der in der Mitte des Lebens endlich mit einer Frau schlafen wollte. Er sprach im Hyde-Park Frauen direkt und unverblümt an, mit ihm, der männlichen Jungfrau, den Geschlechtsakt zu vollziehen. Nach einigen hundert Abfuhren mit Schimpf, Schande und Verachtung traf er die Frau, der es ein Vergnügen war, einen gestandenen Mann zu entjungfern. Anschließend hatte er kein Problem mehr, Partnerinnen zu Befriedigung seiner Sexualbedürfnisse zu finden.

    Vor dem Sieg steht oft der Krieg mit sich selbst. Dem gehen viele Menschen aus dem Weg. Deshalb bleibt der Erfolg aus. Friedrich von Logau hat diesen Prozess in einem wunderbaren Zitat auf den Punkt gebracht:
    „Sich selbst überwinden ist der allergrößte Krieg,
    sich selbst überwinden ist der allerschönste Sieg.“

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